Eispiraten Crimmitschau - Krefeld Pinguine

  • Im etconline - Forum habe ich mein Ehrenamt als Spieltagsthreaderöffner niedergelegt. Bazany ist noch da, das sagt viel aus - ich tippe trotzdem für die Eispiraten ... 3:2 für Rot - Weiß.

  • So eine ereignisreiche Woche liegt hinter unseren Eispiraten

    Nach dem man sich am Dienstag vor dem Training getroffen hat und sich in den Mittelkreis des Sahnparks gesetzt hat ,um "harte" Gespräche zu führen . Kam raus das Bazany leider die falschen Hausaufgaben am Anfang der Saison ausgeteilt hatte und einige Spieler den Gameplan dadurch nicht richtig auswendig lernen konnten. Da nun die betreffenden Spieler alle den richtigen Gameplan bekommen haben und diesen im Nachsitzen fleißig gelernt haben , kann nun nichts mehr schief gehen und wir putzen die restliche Saison nur so durch die Liga .

    Am ende kam noch Onkel Buschi und Papa Bauer ,die einigen Spielern nochmal genau erklärt haben mit welcher Leistung man sie geholten hat und was man selbstverständlich von ihnen verlangen kann , deswegen geht es jetzt steil bergauf . weil die Spieler wissen was sie leisten müssen .

    SO wer Ironie und Sarkasmus finden kann darf ihn gerne behalten . Heute gibt es einen grandiosen 7:0 Sieg weil wer sind schon diese Pinguine aus Krefeld noch nie im Sahn gehört

  • Frust? Zeit? fehlende Werbeeinnahmen und Sponsoren?

    Alles auf einmal. Ich krieg auch nicht so viele Frauen ab wie ich dachte.

    Was soll ich sagen? Vorige Saison hat es noch Glück gebracht, wenn ich eröffnet habe. Diese nicht mehr. 🤷🏼‍♂️Und weil ich ja möchte, dass Bazany einen Rentenvertrag in Crimmitschau kriegt (nicht), wollte ich das Unglück nicht länger überstrapazieren. Immerhin hat Bazany zur Sicherheit gleich mal einen Freifahrtschein für die nächsten zwei Niederlagen gekriegt. Die Zuschauerzahlen heute werden zeigen, ob nur ich Bazany so kritisch gegenüber stehe. Ich behaupte Nein.

  • Das Team ist unterwegs zu Euch, aktuell ist es bei uns aber nicht das Thema Nr. 1. Hier dreht sich alles um den Hauptgesellschafterwechsel, der überraschend kam und ohne Begleiterscheinungen vollzogen wurde!

    Aber was passiert heute Abend im westlichen Osten?

    Im Tor stehen uns 2 Youngster zur Verfügung: Bittner (2004) startet und Back Up ist Weser (2001), da Hane für die DEG spielt und Belov ist AU! Ansonsten sitzen aktuell bis auf Krymskiy alle im Bus. Es sollte also im Bereich des möglichen sein, das wir mindestens ein Tor mehr schießen als Crimmitschau. Von daher tippe ich auf ein 2:5!

  • NeNe, Ausreden suchen ist nicht mehr, unser Beschwerdeonkel hatte am 30. seinen letzten!

    Von daher, die Jungs werden sich viel bewegen, sich Warmspielen und sich über die Freude am Sieg erwärmen. Im muckeligen Bus wird sich dann zusätzlich von Innen gewärmt... :sleeping:

  • Endlich hat die Mannschaft mal ein Zeichen gesetzt! der Rücktritt von Curdt war längst überfällig !!!

    War ja klar, dass jetzt "Leute aus ihren Löchern kommen" (Zitat Ronny B.)

    Finde ich nicht gut, wenn die Mannschaft gegen den Spieltagsthreaderöffner spielt. Da muss sich auch jeder einzelne Spieler mal hinterfragen, ob er wirklich 100 Prozent gibt.

    Scherz beiseite - Natürlich freue ich mich über den Sieg, denn die Eispiraten haben das gespielt was ich von ihnen kenne und liebe. Starke Leistung, verdienter Sieg. Ich freue mich.

    Edited 2 times, last by Curdt (December 2, 2022 at 10:57 PM).

  • Verdient verloren!

    Glückwunsch an die Piraten, so geht Eishockey: Einsatzwille, Kampf und zum richtigen Zeitpunkt die Tore gemacht. Und im ersten Drittel gut Gegengehalten und den möglichen Rückstand verdient unterbunden! :respekt:

    Wir haben gegen die letzten drei der Tabelle in den letzten 14 Tagen nicht gewonnen, was wir können ist Aufbaugegner für diese Teams.

    Vielleicht haben wir Glück und diese Teams kommen nicht in die PO 8)

  • Okay, wenn man hier soviel hinkopieren darf?

    https://www.kev-fans.de/thread/37633-2…No=8#post701039

    Verfasser mit Beitrag aus dem KEV-Fans.de Forum

    pickwick

    Meister

    Beiträge1.292

    Geschlecht Männlich

    Teil zwölf meiner Auswärtsstadien-Tournee: Unterkapitel Sachsen, Abschnitt Drei.

    Vorgeplänkel:

    Es gibt Tage, da ist einfach der Wurm drin, und nichts klappt wie es soll.

    Solch ein Tag war der Freitag, mit meinem Ausflug nach Crimmitschau.

    Es fing damit an, dass mein Flug nach Leipzig kurzfristig storniert wurde.

    Sehr spontan musste ich die Anreise also mit dem Zug machen.

    Je näher ich dem Zielort kam, desto winterlicher wurde die Landschaft.

    Mein erster Schnee in diesem Winter! Durch diese Umstände kam ich viele Stunden später bei meinem Hotel in Crimmitschau an, als geplant. Um 18:00 Uhr statt um 12.

    Nur um dort einen Zettel am Eingang vorzufinden:

    "Liebe Gäste, Hotel und Restaurant sind leider ab dem 30.11.2022 dauerhaft geschlossen."

    Was zur Hölle?!? Ich hatte vorausbezahlt und keinerlei Informationen über eine Schließung bekommen.

    Nach einigen Problemen konnte ich eine andere Unterkunft finden - gelobt sei das Internet.

    Offensichtlich war es doch nicht mein Schicksal, mein schändliches Leben erfroren in einer kalten

    Winternacht wegen fehlender Unterkunft in einem sächsischen Provinzstädtchen zu beenden.

    Dumm nur, dass das andere Hotel weit entfernt lag - und das einzig aktive Taxiunternehmen im Ort

    damit beschäftigt war, Besucher zum Eisstadion zu bringen. Nach guten 50 Minuten tauchte das Taxi

    endlich auf - Gott sei Dank konnte ich die Wartezeit im Warmen überbrücken, in der benachbarten

    Kegelbahn. Die sehr freundlichen Betreiber haben mich obendrein eingeladen zu Glühwein und Gratis-Bratwurst. Darum ausnahmsweise etwas Werbung: Wenn ihr mal nach Crimmitschau kommt, schaut mal rein beim "Steinzeitbowling" auf einen Drink.

    Schnelles Einchecken im Hotel, dann direkt weiter und gerade noch rechtzeitig zum Spiel im Stadion aufgeschlagen.

    Die Ziel-Region: West-Sachsen

    Eine Region, die mir bis jetzt unbekannt war. Am nächsten dran war ich bei einem Besuch

    im Erzgebirge vor vielen Jahren, als eine Freundin vorgeschlagen hatte, die Bergmannsparade in Annaberg-Buchholz zu besuchen. Dort wurden von einem jungen Mann gefragt, wo wir denn herkämen - das fehlende Sächseln in unserem Gespräch hat uns schnell als Fremde verraten. Auf die entsprechende Rückfrage erwiderte er, er käme aus

    Crimmitschau: "...aber davon habt ihr wahrscheinlich noch nie gehört, oder?" Ich grinste ihn an und antwortete: "Ich bin Eishockey-Fan. Habt ihr noch das riesige Freiluft-Stadion?"

    Dieser Ausflug ins Erzgebirge ist bis heute legendär, weil wir dort einen echten Traum-Winter erlebt haben. Wir schwelgen heute noch in Superlativen. Knackig kalt, die Landschaft soweit das Auge reicht komplett mit Schnee überzogen, Orte wie das berühmte Seiffen

    heimelig geschmückt und jedes Fenster mit Schwibbögen illuminiert - ein Anblick wie ein Film-Klischee, aber echt. Traumhaft, Wahnsinn, muss man erlebt haben. Kein Vergleich zum üblicherweise grünen und usseligen "Winter" am Niederrhein.

    Der Zielort:

    Die Region um Crimmitschau gehört bestenfalls zum Umland des Erzgebirges, aber die von dort

    bekannten weihnachtlichen Traditionen strahlen bis dorthin aus.

    Entsprechend viele Weihnachts-Deko gab es dort. Die Kleinstadt (ca. 12.000 Einwohner) präsentiert

    ein Stadtbild ähnlich vielen anderen Orten im Osten: Ein Mix aus wunderschönen und aufwändig renovierten Altbauten, aufgehübschten DDR-Plattenbauten und eigentlich schönen, aber vernachlässigten und dringend renovierungsbedürftigen bis abbruchreifen Altbauten. (Letztere sind inzwischen leider ja kein Alleinstellungsmerkmal östlicher Regionen mehr. Man denke an gewisse Bereiche der Krefelder Innenstadt.) Rund um den zentralen Marktplatz ist es richtig prächtig mit imposanten Bürgerhäusern und Villen aus vergangener Zeit, als Crimmitschau ein wohlhabendes Zentrum der Tuchmacherei war.

    Die Spielstätte, Spiel und Atmosphäre:

    Mehr alte Schule geht wohl nicht. Zu drei Seiten offenes Stadion, so dass man schöne Ausblicke in den verschneiten, umliegenden Erholungspark genießen konnte. Arschkalt - Gott sei Dank war ich vorbereitet und hatte die notwendige Ausrüstung für die Brehmstraße und Augsburg noch in Erinnerung. Also den wärmsten Pulli im Schrank angezogen, dicke Socken, Mütze und Handschuhe dazu - und das war nötig!

    Ein Glühwein noch dazu hat die schlimmste Kälte vertrieben.

    Allzu voll war es nicht - das hat der guten Stimmung aber keinen Abbruch getan.

    Ich habe mich ziemlich schnell emotional in alte Rheinlandhallen-Zeiten zurückversetzt gefühlt.

    Seit ewigen Zeiten habe ich ein Spiel mal wieder von den Stehplätzen verfolgt.

    Situationsabhängige Anfeuerung. Kein Megaphon. Keine Ultràs. Stattdessen eine Trompete, die zur Attacke blies. Als ich das zweiten Drittel direkt mittig hinter dem gegnerischen Tor verfolgt habe, fühlte ich mich endgültig wieder wie mit 15 an meinem alten Stammplatz auf der Nordtribüne in der RLH. Einfach SCHÖN. Der Standort hat übrigens Tradition seit 1927!

    Das Spiel selbst war dann leider Bayreuth 2.0: Einen eigentlich unterlegenen Gegner

    durch fehlende Konsequenz unnötig stark gemacht und sich niederkämpfen lassen.

    Das Unverständnis über den Spielverlauf konnte man bis auf die Tribünen spüren - aber was

    soll ich sagen, das sollten die Jungs inzwischen endlich mal kapiert haben:

    Wille schlägt Talent, wenn Talent nicht konsequent will.

    Merkwürdigerweise hat mich diese Klatsche emotional gar nicht runtergezogen.

    Die nostalgische Stimmung hat für mich alles überlagert, und selbst den 4-km-Marsch zurück zum

    Hotel nach dem Spiel durch die verschneite Gegend fand ich schön - das Knirschen des frisch

    gefallenen und unberührten Schnees unter den Schuhen, die angenehm trockene Kälte...

    Ausklang:

    Beim Hotelfrühstück gab es aus dem im Hintergrund laufenden Internet-Radio wirklich schöne Musik

    im Wechsel mit wirklich unschönen alternativen Fakten, Verschwörungstheorien und zugehörigem

    geistigen Dünnschiss - die Arbeit von Putins Propaganda-Trollarmee fällt auf fruchtbaren Boden.

    Auch das ist Sachsen - leider. Auf dem langen Rückweg nehme ich gerade eine Auszeit in der wirklich tollen Stadt Leipzig und genieße die Spezialität Gose-Bier - das gibt es nur hier.

    Fazit:

    Trotz aller widrigen Umstände war das einzig Unbefriedigende an diesem Ausflug das Spielergebnis.

    Ansonsten hat es mir wirklich gut gefallen. Die Urigkeit im Stadion war alles andere als komfortabel,

    aber umwerfend im positiven Sinne. Sehr gerne wieder. Mal wieder einer dieser Orte, der Eishockey lebt