Bundestagswahl 2021

  • Man muss nur wollen und nicht nur immer fordern. :pfeif: Wenn teilweise Firmen bei uns, Leute aus Rumänien anwerben müssen, nur weil keiner mehr bereit ist zur Schichtarbeit oder weil man auf Montage muss, dann kannst ungefähr einordnen, warum ich das behaupte.

    Sehe ich auch so. Dazu passt die (beste) und völlig richtige Aussage von Laschet während des Wahlkampfes: "Hartz IV ist kein Beruf".

    Wer sich z.B. in Berlin ein bisschen auskennt und Mitarbeiter sucht, weiss wovon ich schreibe. Da helfen auch 15€ Mindestlohn nicht.

  • Wenn niemand fordert dann sind die Löhne auch in 20 Jahren noch unterirdisch und manche erzählen weiterhin die Menschen wären selber Schuld so wenig zu verdienen.

    H4 ist kein Beruf... wie kommt ein Politiker auf so einen Satz? Ein Glück das diese Witzfigur kein Kanzler wird.

  • Ich halte das für durchaus nachvollziehbar, warum viele junge Menschen die FDP und die Grünen wählen. Das passt zum Zeitgeist. So frei wie möglich sein und der Wunsch nach der Erhaltung unserer Lebensgrundlage. Das schließt sich nicht aus, sondern bedingt einander.

    Ich selber bezeichne mich als einen grünen, marktwirtschaftlichen Sozialdemokraten. Das ist mir wichtig. Gerade der ökologisch nachhaltige Teil in unserer Partei wird immer stärker. Das Gleiche kenne ich auch von anderen Parteien und das brauchen wir auch. Es muss grüne Konservative, grüne Liberale und grüne Sozialisten geben. Einzig bei grünen Rechtsradikalen tue ich mich noch ein wenig schwer das zusammenzubringen „Deutsche Luft für Deutsche Bürger“! „Der Deutsche Vegetarier und sein Schäferhund Band1- 7“! 😁

    Und mein Gott: es darf doch jeder seine politische Meinung haben. Viele Wege führen nach Rom und im Endeffekt hat keiner die Weisheit mit dem Löffel gefressen. Richtig gut wird es sowieso erst, wenn man miteinander streitet. So entsteht etwas. Nur eines muss jedem klar werden: das Wort- Nachhaltigkeit muss ab jetzt über allen Themen stehen, bzw. in diesen enthalten sein. Das einfach zu ignorieren oder aktiv und bewusst dagegen zu arbeiten, ist eine Versündigung an unser aller Lebensgrundlage.

  • für mich ist es auch interssant wie es nun in bayern weitergeht.
    Fakt ist hubsis Fw haben der union die kanzlerschaft gekostet. Die FW haben bundesweit 2,5% geholt.
    Eigentlich ist der hubsi damit als koalitionspartner in bayern durch. Söder ist manchmal sehrt nachtragend und dass wird Hubsi ganz schnell merken.

  • In meinem Sesselpupserjob hab ich vor 17 Jahren in der Ausbildung auch noch ca. 500 € verdient. Heute geht es mit knapp 1.000 € los. Da ist schon was passiert...

    zum Beispiel. dass du dir heute von den 500 Euro viel weniger kaufen kannst als damals, also ist das mit 1000 gar nicht sooo viel mehr

  • Also wenn es bei euch 3.500€ aufs Konto gibt, wow würde ich gerne glauben aber halte ich eben nicht für realistisch.

    Also ich kann dir sagen dass unsere Subler aus Slowenien, Slowakei, Serbien die was drauf haben als Schreiner mit 3500-4000 im Monat netto nach Hause gehen.

    Die Hilfsarbeiter von ihnen haben allerdings oftmals weniger als 1500.

    Unterkunft wird gestellt.

  • Zu den LKW Fernfahrern:
    Die sind halt die ganze Woche unterwegs und das will "ein Deutscher" nur sehr selten machen. Da kann die Bezahlung dann auch noch so gut sein. Deshalb gibt es dort so viele Osteuropäer, denen das bessere Gehalt als zu Hause einfach wichtig und evtl. überlebensnotwenig ist.

    Zur Jugendwahl von FDP und Grünen:

    Die FDP besetzen das Thema Digitalisierung und persönliche Freiheit, die Grünen das Thema Klimaschutz. Das zieht bei jungen Menschen einfach besser als soziale Gerechtigkeit der SPD oder der Linken (z.B. Rente ist noch weit weg) oder die Altherrenpartei CDU. Insofern nicht verwunderlich, dass die meisten Erstwähler bei FPD bwz. den Grünen gelandet sind.

  • Zu den LKW Fernfahrern:
    Die sind halt die ganze Woche unterwegs und das will "ein Deutscher" nur sehr selten machen. Da kann die Bezahlung dann auch noch so gut sein. Deshalb gibt es dort so viele Osteuropäer, denen das bessere Gehalt als zu Hause einfach wichtig und evtl. überlebensnotwenig ist.

    Mit einem besseren Gehalt würde es aber auch leichter einheimische dafür zu finden.

    Wobei natürlich auch die ganzen Umstände wie Parkplatznot eine Rolle spielen.

    Aber damit dies jemand in kauf nimmt braucht es eben eine entsprechende Bezahlung.

  • Also ich kann dir sagen dass unsere Subler aus Slowenien, Slowakei, Serbien die was drauf haben als Schreiner mit 3500-4000 im Monat netto nach Hause gehen.

    Die Hilfsarbeiter von ihnen haben allerdings oftmals weniger als 1500.

    Unterkunft wird gestellt.

    Und da kann dein Chef überleben, gib doch bitte die Adresse für den Landshter weiter.

    Sind es 3500 netto weil über eine Leihfirma angestellt und in Deutschland keinerlei Sozialabgaben anfallen oder arbeiten sie 65 h in der Woche? Entschuldige aber 4000 netto als Facharbeiter hört sich nach Märchen an.

  • Es geht darum das diese Menschen genug verdienen um später nicht knausern zu müssen, weil sie sich überlegen wie sie ihre Mieten und den Strom bezahlen sollen, weil sie mal ins Kino wollen. An einen Urlaub ist für viele dann eh nicht zu denken.

    Das ganze Leben geschuftet, den Schnöseln wie dem Eishockey_Liebhaber die Betten gemacht, weil der feine Herr nach dem golfen gut schlafen will, aber selber später nichts unternehmen können. Das ist moderne Sklaverei.

    Es geht bei einer auskömmlichen Rente doch nicht darum, dass der Verdienst entsprechend hoch sein muss, dass es diese Rente gibt/geben kann. Es geht darum, dass die Rente nicht prozentual so viel niedriger sein darf als der bisherige Verdienst, so dass die Rente dadurch nicht mehr auskömmlich ist.

    Bei der ersten Version müssen die Verdienste so ansteigen, dass auf der anderen Seite die Kosten auch steigen und die neue Rente dann wieder nicht ausreichend ist = die bekannte Spirale, die sich immer schneller dreht und u.a. auch gerne als Marktwirtschaft bezeichnet wird.

    Bei der zweiten Version bekommt die Rentenkasse weniger Geld und muss mehr auszahlen, was logischerweise auch eine Schieflage ergibti

    Bei beiden Versionen spielt ein Problem mit: die Leute leben zu lange und so funktioniert das bisherige Modell der Rente nicht mehr = die Leute zahlen in ihrem Verdienstleben so viel ein dass die Rente bis zu ihrem Ableben davon bezahlt werden kann. Früher hat das sogar funktioniert, dass nur ein Einzahler nicht nur seine Rente sondern auch die Witwenrente seiner Frau finanziert hat.

    Mittlerweile hatte aber auch der Staat die schönen Rentenkassentöpfe entdeckt und gerne für Wohltaten immer tief hineingelangt und - wenn überhaupt - nur unzureichend seine Entnahmen nachfinanziert, weil ja immer genug Geld in diesen Töpfen war. Dabei wurde/wird aber nur zu gerne übersehen, dass diese Töpfe eigentlich nach der Methode "von der Hand in den Mund" aufgebaut waren/sind. Das hat immer gut funktioniert, solange nur höchstens soviel aus den Töpfen genommen wurde wie kurz zuvor reingefüllt worden ist.

    Soll eine stabile und auskömmliche Rente in der Zukunft sicher gestellt sein, muß für dieses Dilemma - Einzahlung, Rente, Rentendauer und staatliche Rentenleistungen - eine Lösung gefunden und präsentiert werden.

    Die Grundrente, wie immer man sie auch nennen will, - wenn staatlich über Steuer finanziert - ist hier sicher ein richtiger Schritt. Ebenso muss eine Möglichkeit gefunden werden die Rententöpfe zu füllen und voll zu halten. Nur, immer noch mehr Einzahler in die Rentenkasse zu organisieren ist keine längerfristige Lösung, denn die stehen irgendwann alle an und wollen ihre Rente. Dieses "immer mehr Einzahler" hat auch Grenzen, spätestens - übertrieben - wenn die ganze Welt in die Rentenkasse einzahlt. Auf ein rentenverträgliches Frühableben der Einzahler kann man auch nicht hoffen, also braucht es auch Lösungen um die Rentenzahlungen an die höhere Lebenserwartung anzupassen. Ein starres Heraufsetzen der Rentengrenze ist dabei auch nicht die Lösung, alleine schon wegen der biologischen Grenzen/Gegebenheiten nicht. Hier braucht es flexible Lösungen und auch flexible und ausreichende passende Jobangebote - und natürlich auch die Bereitschaft, diese Angebot auch anzunehmen. Das schließt dann aber auch gewisse finanzielle Anreize (an Leistung gebunden) ein, aber auch einen gewissen Druck. falls notwendig, denn für Nichts kann es nicht Alles geben auf ein bedingungsloses Lebensgehalt soll und darf dieses System nicht hinauslaufen

  • Der Liebe H. Kreeeetsssschmann solte überlegen ob er nicht langsam sich mit Pension beschäftigen will. :hammer:

    https://web.de/magazine/regio…treten-36218092

    Auszug

    "Während die Grünen-Vorsitzende Annalena Baerbock am Mittwoch erneut ihre Präferenz für eine Ampel-Koalition mit SPD und FDP deutlich machte, will Kretschmann diese Frage offenhalten. "Wenn man was bevorzugt, sind die Gespräche ja nicht mehr offen", hatte er am Dienstag gesagt. Direkt nach der Wahl am Sonntag hatte er erklärt, er sehe die SPD im Vergleich zur Union nicht als natürlicheren Partner der Grünen an.

    Stattdessen könne der Koalitionsvertrag von Grünen und CDU im Südwesten eine Blaupause für den Bund sein" :facepalm:

    Das ist ungefähr so wie wenn Andi Scheuer erzählt er habe noch viel vor. Wo sollen erfogreiche 12 Windräder hinführen?

  • Und da kann dein Chef überleben, gib doch bitte die Adresse für den Landshter weiter.

    Sind es 3500 netto weil über eine Leihfirma angestellt und in Deutschland keinerlei Sozialabgaben anfallen oder arbeiten sie 65 h in der Woche? Entschuldige aber 4000 netto als Facharbeiter hört sich nach Märchen an.

    Arbeiten zwischen 50-60 Stunden, ja. Wie ein LKW-Fahrer aus Osteuropa auch meistens.

    Hast recht, in deren Fall haben sie in Deutschland keine sozialabgaben, aber in deren Heimatländer sind sie über den Betrieb versichert.

    Ich hab als normaler Installateur in meiner alten Firma auf Montage in Deutschland auch meine 3500 netto immer gehabt. Ging es über die Grenze (Schweiz Österreich oder später dann nach Holland) sind immer knapp über 5 netto hängen geblieben und man war min. jedes Wochenende daheim. +80% Urlaubsgeld und 100% Weihnachtsgeld. Unterkünfte schon abgezogen.

    Die Firma kann so nicht nur überleben sondern ist in zwei Bereichen Weltmarktführer geworden.

    Wichtiges Edit: die Subler haben eine 40 Stunden Woche arbeiten aber halt immer mehr und haben dementsprechend viel Urlaub wenn sie wollen. Oder sie lassen die Stunden auszahlen.