Krieg in der Ukraine

  • Bei den NASAMS machen die USA jetzt Dampf und es sollen weitere Systeme aus dem Nahen Osten in die Ukraine verleget werden.

    Allerdings soll das in einem Zeitrahmen von 3-6 Monaten passieren. Was auf den Winter gesehen und möglichen neuen Angriffen auf die Energieinfrastrukter halt viel zu spät ist.

  • Man darf auch die Frage stellen warum man sich nicht ab März 2022 richtig auf das was nun schon einige wochen passiert besser vorbereitet hat.

    Ach ja u.a. D meinte ja monatelang man wäre eine andere Kriegspartei wenn man Waffe x liefert anstatt nur ringtausch mit Waffe y usw.

    Sieht schon bißchen so aus, als wäre der beliebte Satz, die Ukr. Bekommt alles was möglich ist an Unterstützung eine ziemlich dreiste Lüge.

    Wenn alle schneller und gleich deutlich mehr gemacht hätten, an der Situation wer ist wieviel Kriegspartei hätte sich nichts geändert, da Putin und co eh vom ersten Tag einstufen wie sie wollen, aber der Ukr wäre weit mehr geholfen gewesen und der Status jetzt FÜR ALLE vermutlich sehr viel besser.

  • Nicht alles, was möglich ist, ist auch sinnvoll. Das Patriotsystem braucht ca. 90 gut ausgebildete Spezialisten. Nicht sinnvoll, wenn von gleich auf sofort die Sachen braucht.

  • Auf jeden Fall wurde heute eine traurige Marke erreicht. Über 90.000 Russen sind jetzt in diesem Krieg schon gefallen, Tendenz steigend. Vor allem die Gegend um Bakhmut ist nach wie vor ein einziges Massengrab. Das ist so sinnlos was die Russen da machen. Wenn sie mal einen Teil der Mondlandschaft erobern, dann ist das nur von kurzer Dauer, wie gestern das (ehemalige) Dorf- Andriivka, oder Opytne. Alleine beim Versuch diese beiden Ortschaften zu erobern, sind insgesamt ca.4.000 Mann gefallen, nur dass am Ende die UA- Armee wieder die Kontrolle darüber hat, wie gestern geschehen.

    Bei Luhansk spielen sich die Kämpfe mittlerweile weit im eigentlich russisch kontrolliertem Gebiet ab, z.T. 40-50km.

    Nova Kakhovka ist mittlerweile Niemandsland. Die Russen sind raus, die UA aber nicht drin, was mit Sicherheit am Dinepr als natürliche Grenze liegt.

    Ein heftiges Schlachtfeld ist aktuell auch die Kinburn- Halbinsel, die noch von den Russen gehalten wird. Hier haben die UA erstmals in diesem Krieg mit Landungstruppen agiert. Sie verfolgen damit drei Ziele: 1.) die dort stationierte russische Artillerie ausschalten, 2.) das Mündungsgebiet des Dinepr vollständig kontrollieren und 3.) einen Brückenkopf am linken Ufer des Dinepr errichten.

    In der Oblast- Saporischschja ziehen die Russen immer mehr Soldaten raus und werfen diese in den Fleischwolf- Bakhmut. Auch hier finden immer mehr Gefechte tief im eigentlich von RU kontrolliertem Gebiet statt. Vor allem in dieser Oblast ist zudem die Partisanentätigkeit extrem hoch.

    Gestern Abend wurde die Logistik der Russen wieder mal schwer getroffen. Gleich zwei Kolonnen, mit insgesamt 26 Fahrzeugen (LKWs, Tankfahrzeuge) wurden zerstört. Kampfpanzer erwischt es kaum noch, was einmal witterungsbedingt ist und zum Anderen daran liegt, dass die Russen davon nicht mehr so viele haben. 1-3 pro Tag, dazu um die 5-10 Schützenpanzer (diese werden zumeist als Truppentransporter eingesetzt) werden zerstört.

    Nachdem es vorgestern auch mal wie zwei Kampfflugzeuge erwischt hat wurde gestern auch mal wieder ein KA- 52 abgeschossen.

    Wir werden mal sehen was die UA mit ihren Verstärkungen in Bakhmut vorhaben. Das ist auf jeden Fall viel mehr als sie bräuchten um eigene Verluste ausgeglichen zu haben.

  • Man darf auch die Frage stellen warum man sich nicht ab März 2022 richtig auf das was nun schon einige wochen passiert besser vorbereitet hat.

    Ach ja u.a. D meinte ja monatelang man wäre eine andere Kriegspartei wenn man Waffe x liefert anstatt nur ringtausch mit Waffe y usw.

    Sieht schon bißchen so aus, als wäre der beliebte Satz, die Ukr. Bekommt alles was möglich ist an Unterstützung eine ziemlich dreiste Lüge.

    Wenn alle schneller und gleich deutlich mehr gemacht hätten, an der Situation wer ist wieviel Kriegspartei hätte sich nichts geändert, da Putin und co eh vom ersten Tag einstufen wie sie wollen, aber der Ukr wäre weit mehr geholfen gewesen und der Status jetzt FÜR ALLE vermutlich sehr viel besser.

    Deutschland hat lange drauf gesetzt, das sich das Problem von alleine löst und merkellike aussitzen kann. Dazu große Töne der Führungsnation.

    In letzter kommen da einige Schritte dazu, aber bisher ist da kein großer Plan für mich erkennbar.

    Man erinnere sich daran das Deutschland ewig brauchte um 9 alte Sowjethaubitzen aus dem Baltikum freizugeben. Das war ein langes Ziehen an DE von: Wir liefern nichts, die Partner liefern was; dann hin zu: wir liefern selber was und wir liefern mehr wie 5000 Helme. Man hat sich im Frühjahr für 5000 Helme gefeiert.

    An die Ausreden, das die Ukraine nicht mit westlichem Gerät umgehen kann und lernte die PZH 2000 in 2 Wochen zu bedienen. Mittlerweile hat sie einen ganzen Zoo an westlichen Gerät. Haubitzen aus Frankreich, USA, Deutschland, Polen, Slowakei, SU Geräte. Schützenpanzer aus allen Jahrzehnten. Nach dem Krieg haben die genug um ein historisches Museum von 1950-heute auf zu machen.

    Man muss auch den Fortschritt sehen. Es kam immer mehr und die Liste der Unterstützung ist auch nun sehr lang was nicht letale Sachen angeht. Aber der Weg von Deutschland ist lang gewesen. sehr lang. Und wir laufen immer noch.

  • Nicht alles, was möglich ist, ist auch sinnvoll. Das Patriotsystem braucht ca. 90 gut ausgebildete Spezialisten. Nicht sinnvoll, wenn von gleich auf sofort die Sachen braucht.

    da ist coolest_game nicht im Unrecht.

    Dieese Spezialisten könnten bereits ausgebildet zur Verfügung stehen - dass die Luftverteidung von sehr Wichtigkeit ist, dürfte schon länger als 90 Tage feststehen-

    Und bei der Ausbildung auf moderne NATO-Waffen hat sich gezeigt, dass die Ukrainer da sehr aufnahmefähig sind, was die Lernstoffe anbetrifft, die schaffe diese Ausbildung auf die Patriot sicher in weniger als 90 Tagen

    Ist halt wieder das üblich "zu spät" und damit verloren Zeit, die Leben und auch Material und aktuell sehr viel Infrastruktur kostet.

    Einmal editiert, zuletzt von Paul_Juergen (2. Dezember 2022 um 12:54)

  • Nicht alles, was möglich ist, ist auch sinnvoll. Das Patriotsystem braucht ca. 90 gut ausgebildete Spezialisten. Nicht sinnvoll, wenn von gleich auf sofort die Sachen braucht.

    Sorry aber das sehe ich wiedermal und auch komplett anders.

    Ich denke der Ansatz im Posting von ZweiPi ist weit realistischer als dein Argument "was ist wann sinnvoll".

    Wir reden jetzt inzwischen über einen Zeitraum von 9 Monaten. Da immer noch das Argument "Zeit für Anlernen" als Argument zu benutzen, finde ich fast schon frech. Man stelle sich nur mal vor man hätte im März, allerspätestens im April angefangen alles was möglich ist wirklich zu beginnen. :pfeif:

    Ich finde nahezu das gesamte Verhalten, besonders unter dem Vergleich Unterschied zwischen reden und wirklich tun, ziemlich peinlich für die westliche Welt und die Ausrede "Angst vor Kriegspartei und Atommacht Rus" vorallem für die Ukraine als Staat und die Bürger alles andere als okay.

    Unsere eigene Geschichte hat soviele Parallelen zu dem jetzt dort, und wie das jetzt auch auf andere "Beobachterstaaten" wirkt und was das für die Werte der westlichen Welt und iwe man die bewahren/schützen will, wirklich bedeutet, macht überhaupt keinen guten Eindruck auf mich. Ergänzend dazu aber damit ist nicht nur D alleine gemeint, aber die schon auch besonders, dennman stelle sich mal vor was wäre gewesen wenn um 1940 nicht so von aussen eingegriffen worden wäre.

    Hätte die Ukraine nur nie ihre Atomwaffen abgegeben und sich auf die Hilfe "des Westens" für den (jetzt eingetreteten) Fall der Fälle so sehr verlassen - ich glaube diesen Angriff der Rus und das Leid und die Schäden auf viele vielke Jahrzehnte für die Ukr. hätte es so nie gegeben.

    Daraus könnte man auch ableiten viele andere Staaten sollten vllt besser versuchen sich selbst zu schützen (vllt sogar atomar aufrüsten usw.) denn wenn es ernst wird sind die dann auch so zögerlich und irgendwie auch halbherzig unterstützt oder vllt sogar ganz verlassen.

  • Alles nicht so leicht.
    Hier am beispiel der grenzstadt narwa

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  • hä?

    Ich habe plädiert dafür die Mittel effektiver einzusetzen um mehr rauszubekommen.

    1 Patriot = 6 IRIS-T im besten Fall.

    Anmerkungen: Wäre Geld kein Problem könnte die Ukraine viel mehr kaufen.

    Sorry, hatte ich falsch interpretiert. Dachte es geht wieder nur um die Kosten :wacko:

  • Alles nicht so leicht.
    Hier am beispiel der grenzstadt narwa

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    Warum gibt es denn 90% Russen in Narwa? Die wurden gezielt angesiedelt. Nach der gewaltsamen Annexion des Baltikums durch die SU. Ähnlich sieht es in vielen Teilen der Ukraine aus. Die Russen haben wie die Amerikaner ihre Nachbarvölker unterworfen, unterdrückt und selber gesiedelt. Das Reich vergrößert.

    Heute feiern sie sich dafür als Vielvölkerstaat. Dabei gehen sie mit Minderheiten nicht zimperlich um. Umsiedlungen, Zwangslager, gezielte Hungerkatastrophen.

    Man sollte den Russen den Spiegel vorhalten.

  • Gustav Gressel bringt es auf den Punkt.

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