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Handball EM

  • Warum in einem Eishockey-Forum einen Thread zur Handball EM?!


    Weil ich es für spannendes Vorhaben halte, eine EM in Deutschland verteilt über sechs Standorte in großen Arenen zu veranstalten.


    https://www.dhb.de/de/redaktio…-fuer-ein-handball-fest-/


    Ich glaube der DHB versucht, einen großen Hype zu entfachen und orientiert sich bei der Veranstaltungsform am Fußball. Wenn man schafft, die öffentlich rechtlichen Fernsehsender mit ins Boot zu holen, könnte das echt ein Erfolg werden. Bin mal gespannt ob das aufgeht.

  • Handball gibt es fast in jedem Multisportverein in Deutschland. Alleine in meiner Heimatstadt gibt es bei etwas über 70t EW ca. 3 Vereine mit Handballmanschaften und Handball ist vergleichsweise erfolgreich. Ich würde mir Eishockey da hin wünschen wo Handball strukrutell und sportlich schon ist aber sie sind ja immerhin auf einem guten Weg. Vermarktungstechnisch geht sicherlich mmer etwas, das man besser machen kann aber strukturell gibt es vermutlich nicht mehr so viel Potenzial, sprich Handball ist bereits gut aufgestellt und ist nach Fußball wahrscheinlich die Sportart mit den meisten in Vereinen organisierten Aktiven. Und Handball erhält sogar vergleichsweise regelmäßig Sendezeit in den ÖRs wo Eishockey erst wieder hin muß.


    In den Stadien sieht es aber etwas anders aus, da ist Eishockey von den ersten Ligen bei Mannschaftsportarten sogar die Nummer 2, vor Basketball und ich glaube, nachfolgend Handball.

  • Es geht mir hier aber tatsächlich um den Bezug zum Eishockey, wo man immer in zwei Arenen spielt und froh ist, wenn die zweite nicht permanent fast leer ist. Sowas könnte Handball schon gut voran bringen!

    Vielleicht hat dies auch mit unterschiedlichen Turnierformen und Vorgaben vom jeweiligen internationalen Verband zu tun?


    Außerdem habe ich das Gefühl, dass Handball in der Breite in Deutschland besser vertreten ist, auch wenn die DEL mehr Zuschauer hat als die HBL.

    Dazu kommt beim Handball noch der Faktor Erfolg dazu.

    Und Erfolg macht sexy.

    Impfstoff und Massentests für Hotspots - Ist WLAN also ein Corona-Treiber? :/

  • Ich bin der Meinung, dass man so etwas auch mal wagen könnte. Gerade Eishockey mit seinen gerade mal 220 meist baufälligen ranzigen Hallen, müsste da innovativer sein…


    Selbst bei dieser WM ohne Atmosphäre konnte man bei Sport1, einem Spartensender mit einem Marktanteil von ca. einem Prozent (!), mehrmals die Millionenmarke und in der Spitze 2,7 Millionen Einschaltquoten erreichen. Kommt das auf ARD oder ZDF kannst du das in der Regel mal drei nehmen…


    Warum nicht mal eine WM auf mehrere Standorte verteilen, groß werben, bei Penny in Bezug auf das Turnier mit einer großen Aktion Street- und Inlinehockey-Ausrüstung anbieten und bewerben usw.


    Eishockey hat mittel - und langfristig eigentlich die schlechtesten Voraussetzungen (wenige marode Standorte, Klimaerwärmung usw.) da muss man eigentlich knallhart versuchen neue Wege zu gehen…

  • Handball gibt es fast in jedem Multisportverein in Deutschland. Alleine in meiner Heimatstadt gibt es bei etwas über 70t EW ca. 3 Vereine mit Handballmanschaften und Handball ist vergleichsweise erfolgreich. Ich würde mir Eishockey da hin wünschen wo Handball strukrutell und sportlich schon ist aber sie sind ja immerhin auf einem guten Weg.

    Das ist halt ein riesen Unterschied, die Infrastruktur, Handball kann man fast in jeder Sporthalle spielen, fast jeder hat schon mal Handball im Schulsport gehabt, und es gibt auch fast überall genügend Möglichkeiten Handball mehr oder weniger direkt "vor der Tür" im Verein zu spielen.


    Beim Eishockey ist man extrem von der Infrastrukter Eisfläche abhängig.

    Im Winter irgendwo auf dem "Teich" spielen ist kaum noch möglich, und die klammen Kommunen haben natürlich wichtigeres zu tun als teure Eishallen zu bauen, die sind oftmals eher froh, wenn sie ihre bestehende Eishalle als Kostenfaktor loswerden, egal wie, auch wenn das Abriss bedeutet.


    Wenn ich so für BaWü zurückdenke, da wurden in den letzten 30 Jahren gerade mal an 5 Standorten neue Eishallen gebaut, wobei an 3 Standorten jeweils eine alte Halle bzw. Stadion ersetzt wurden (Heilbronn, Ravensburg, Mannheim), nur in Pforzheim gab es in Verbindung mit einer Landesgartenschau einen neuen Standort.

    In Bietigheim ist eine neue Halle dazugekommen, da ist aber in der direkten Nähe Kornwestheim ein paar Jahre davor nach einen Brandschaden abgerissen worden, wo jetzt viele davon in Bietigheim auf dem Eis sind.


    Und in Mannheim wurde halt der Friedrichspark durch 2 neue Eisflächen plus Arena in Teilzeit ersetzt.

    Dafür gibt es dann auch nach meinem Wissen weniger Eishockey in Mannheim Herzogenried.


    Dagegen sind neben Kornwestheim noch in Achern, Aalen, Göppingen, Rastatt, Karlsruhe und Filderstadt-Plattenhardt die Eisstadion Geschichte, die Eishallte in Pforzheim ist aktuell ein Impfzentrum, und wird wohl auch zumindest zu einem möglichen Saisonbeginn so bleiben.

    In Waldbronn ist die Eishalle auch seit Jahren von der Schließung bedroht.


    Und an den langjährigen Standorten Wernau, Wiesloch und Bad Liebenzell gibt es kein offizilles Eishockey mehr, nur noch öffentlicher Lauf und Hobbyeishockey, immerhin kann nach meinen Infos Pforzheim nach Bad Liebenzell ausweichen, solange in Pforzheim die Halle als Impfzentrum blockiert ist.


    Dazu ist Herrischried eishockeytechnisch in die Schweiz gezogen, und auch Konstanz, die im schweizerischen Kreuzlingen gespielt haben, spielen jetzt ebenfalls in der Schweiz


    Klar, die meisten von den weggefallenen Hallen/Stadien waren schon Bruchbuden, aber es waren halt Eisflächen, und gerade für den Einstieg in den Eissport sehr wichtig.


    Und da kann sich der DEB auch so bemühen wie er will, das Wichtigste wären neue Eisflächen und mehr Eiszeiten, aber das kann der DEB (alleine) nicht stemmen.

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  • Da kann ich auch die DEL in der Hinsicht verstehen, daß sie am liebsten nur Clubs aus großen Eishockeystädten in ihrer Liga hätte, 1. weil es sich besser vermarkten lässt 2. weil es mehr Zuschauer geniert in den Stadien, 3. weil man dadurch im TV auch eine größere Reichweite hat und 4. um nicht die Jugend zu vergessen, in großen Eishockeystädten gibt es auch mehr potentiellen Nachwuchs. Aber dort, wo Fußball die absolute Nummer 1 ist tut sich Eishockey immer etwas schwerer, siehe z.B. München.


    Aber mal abgesehen davon, stimmt das schon, Handball ist vergleichsweise mit wenig Aufwand betreibbar, man braucht nur eine Turnhalle und los geht's. Eisflächen im Vergleich dazu sind natürlich schon wieder etwas aufwendiger und nur beschränkt nutzbar und Eishockey wird natürlich nie die Aktivenzahl wie im Handball erreichen. Trotzdem sehe ich Steigerungsmöglichkeiten bei bestehender Infrastruktur, wobei es vorallem wichtig ist, die sehr jungen zum Eishockey zu bringen. Da sieht man dann schon nach einer gewissen Zeit, wer mehr oder wer weniger talentiert ist und hat einfach einen größeren Pool, aus dem man auswählen könnte.


    Wobei es bei uns in der Schule Eishockey sogar im differenzierten Sportunterricht gab. Handball wurde zwar gelegentlich auch gespielt aber hatte, zumindest bei uns, im regulären Sportunterricht aufgrund des Lehrplans vergleichsweise wenig Platz. Eishockey kann mal also auch in die Schulen bringen, an den Orten an denen es eine Eisfläche gibt. Das Problem ist eher, daß das meistens etwas älteren Kindern vorbehalten ist und sehr viele, die später erfolgreich im Eishockey sind, halt schon als kleine Kinder angefangen haben. Im Handball kann man immer wieder einsteigen, auch erst mit ca. 10-12, glaube ich. Im Fußball sicherlich ähnlich und man kann es trotzdem noch sehr weit schaffen. Im Eishockey ist das wohl etwas schwieriger.

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  • Schade das der Thread schon verschoben wurde, sollte eigentlich mal ein Austausch werden, ob das im Eishockey auch möglich wäre, ob sich da was anschauen kann usw.



    … hier wird er Thread eher untergehen. Naja.

    ist im Eishockey sicher schon möglich - hatten wir in Deutschland schon mal mit 3 Standorten.


    Wir hatten Eröffnungsspiel mit Zuschauerweltrekord auf Schalke + 2 Standorte


    Die Frage über die Möglichkeiten muss in erster Linie an die IIHF gerichtet werden.


    Handball hat es etwas einfacher, alleine schon deswegen, weil es vielmehr Handballspieler gibt und demenstprechend auch Vereine = Handball ist republikweit präsenter und stellt weniger Anforderungen an Infrastruktur der Spielorte und Logistik


    Zum Verschieben
    Sehe das nicht so kritisch - hier im Smalltalk wird es sogar weniger untergehen als in einem direkten Eishockey Forumsteil.

    Solange interessante Diskussionen laufen und Infos drin stehen, wird das Thema auch oben bleiben


    Eishockeyfans - die meisten - sind sportlich (und zu Roland Leidwesen nicht nur im Sport) sehr vielseitig unterwegs ;)

    in der Abteilung "Smalltalk" sind nicht umsonst Threads vorhanden, die in der oberen Threadtabelle platziert sind

  • Bei ganz vielen anderen Sportarten ist es so, dass du ganz einfach jemanden dazu bringen kannst, es einfach mal zu versuchen.

    Wenn ich zurückdenke, dann gab es Ortsmeisterschaften im Fußball, Handball, Tauziehen, verschiedenen Kartenspielen usw., aber keiner wäre auf die Idee gekommen, sowas im Eishockey oder z.B. auch im Motorsport zu veranstalten.

    Ein bisschen mit Schlittschuhen übers Eis rutschen hat zwar Spaß gemacht, aber Eishockey war etwas für ein paar Freaks.

    Selbst wenn du bei den Zuschauern ähnliche oder sogar höhere Zahlen erzielt wie bei anderen Hallensportarten, so ist es doch sehr viel wahrscheinlicher, dass ein Kind etwas anderes als Eishockey betreiben wird.

  • Jaein - ich hab’s schon ein paar mal geschrieben, ich verstehe nicht warum man keine Aktionen macht, um Inline- und Streethockey als Trendsport zu fördern.


    Angenommen in einer Straße spielen immer zwei Kids Inlinehockey und des ein oder andere Kind in der Straße (das mit Eishockey nichts zu tun hatte) will irgendwann auch mal mitspielen. Dieses Kind hat aufeinmal einen Bezug dazu und bleibt im Fernsehen dann doch mal bei einem DEL Spiel oder einem WM Spiel hängen, weil auf einmal ein Bezug da ist. Wenn es gut läuft bekommt man somit eine Person die sich etwas für Eishockey interessiert, wenn es besser läuft und es im weiteren Umkreis einen interessanten Club gibt einen Fan und im allerbesten Falle ist irgendwo eine Eishalle in der Nähe und er probiert mal Eishockey aus. Aber schon der erste Fall wäre super.


    In Tampa Bay hatte man Mitte der 2000er in der Stadt 100.000 (!) Streethockey Sets verschenkt und seit dem ist die vorher meist spärlich besuchte Arena so gut wie immer ausverkauft…