Bundestagswahl 2021

  • Warst du nicht auch einer der bei der Diskussion um Architekten auch so vom Häuserbau ausschließlich mit Handwerkerkumpels geschwärmt hat? Wohl selber auch keinen Bock zur fachgerechten Entlohnung für das Handwerk?

    So einen unterschwellingen Ton kannst dir getrost sparen. Ich hab noch nie jemanden empfohlen dass er mit eine paar "Handwerkskumpeln" ein Haus bauen soll.

    Was erstens schon mal nach Schwarzarbeit schreit, wie du es formulierst

    Und zweitens 0,0 damit zu tun hat dass ich einen Handwerker nicht fachgerecht entlohnen will

    Das Gegenteil ist der Fall, ich habe selber einen Handwerksbetrieb, ich würde es mir so sehr wünschen dass der Endverbraucher einen vernünftigen Handwerker Lohn deutlich eher akzeptiert als Gelder für irgendwelche Dienstleistungen im Bausektor.


    Meine damalige Aussage war, dass ich es nicht verstehe dass man über hohe Baukosten im EFH oder DHH Bereich jammert, dann aber von Architekten schlüsselfertige Häuser planen und bauen lasse. Mit ortsansässigen HanderksMEISTERN kriegt man so einfache Bauwerke ohne große Probleme locker hin. So meine eigenen Erfahrungen.

    Wir benötigen ja angeblich billigen Wohnraum, erlegen uns aber selber rund 30% der Baukosten für Planer, Gutachter usw auf

  • Wenn man Probleme unter den Teppich kehrt und das Ansprechen derselben in die Naziecke schiebt, wird es schwierig. Die Vibes der letzten Tage aus Reihen der Grünen und SPD sind der sachlichen Debatte nicht gerade förderlich. Also weiter verbal aufrüsten und am Ende wundern, woher die Ressentiments kommen...

    Was ist denn die angedachte Neuerung, um mal verbal abzurüsten und zurück zur Sachlage zu kommen:

    - kürzere "Wartezeit" (Regelfall 5 statt 8 Jahre)

    - weitere Vereinfachung Doppelstaatsbürgerschaften

    - insbesondere bei Menschen über 67: einfachere Sprachkenntnis möglich.

    So weit, so unspektakulär. Natürlich darf jeder meinen, dass man damit Fachkräfte aus aller Welt anlockt. Ich habe daran so meine Zweifel...

    Wie passt da die Aussage von explizit Merz dazu, dass "was wir verhindern müssen, ist eine Einwanderung in die Sozialsysteme, und wenn das das Ziel der Koalition ist, werden wir natürlich nicht zustimmen"? Selbstverständlich überhaupt nicht. Denn erstaunlicherweise ist soweit mir bekannt (gut möglich, dass ich mich da irre), die Voraussetzung

    • eigenständige Sicherung des Lebensunterhalts für sich und die unterhaltsberechtigten Angehörigen

    unverändert. Ich persönlich würde ja in einer sachlichen Debatte erwarten, dass man den Unfug den Merz von sich gibt, damit entkräftet. Aber leider ist die Debattenkultur nicht so, dass man sagt: das wird mit der Modernisierung des Staatsbürgschaftsrechts doch gar nicht passieren, wir wollen diese Zuwanderung ins Sozialsystem ja auch nicht und deswegen wird daran nicht gedreht. Sondern die Reaktion ist: Merz/CDU/FDP wollen gar keine Zuwanderung und sind sich nicht bewusst, dass wir Zuwanderung brauchen. So geht keine Debatte. Von beiden Seiten nicht... und auch damit werden Ressentiments eben befördert. Denn irgendwie geht die Debatte eher in die Richtung: Nazi-Merz will keine Zuwanderung. Das ist weder seine dümmliche Aussage gewesen, noch Kern der Reform des Staatsbürgerschaftsrechts.

  • Da Merz an Lösungen der Regierung nicht interessiert ist und am AfD-Rand Wählerstimmen einsammeln möchte, vermischt er absichtlich Zuwanderung und Migration. Billiges aber doch ziemlich durchschaubares Manöver.

  • So ist es!!!!111elf!!!

    Alle Arbeitgeber sind Idioten und haben noch nicht gemerkt, dass wir uns in einem Arbeitnehmermarkt befinden. Dabei ist die Lösung doch ganz einfach: jeder der will, deutsche Staatsbürgerschaft. Und zack: Qualifikation ist damit automatisch auch gegeben und alle Probleme gelöst. Muss die gern aufgeführte Gastro halt höhere Gehälter zahlen... nicht wundern, wenn dann die Teilhabe nicht unbedingt leichter wird, wenn das Schnitzel halt 30 oder 40 Euro kostet. Das fangen wir mit nem bGE von sagen wir 5.000 € pro Woche locker auf.

    besser 30-40 Euro pro Schnitzel zahlen, als vor einer verschlossenen Türe stehen ... und das auch noch hungrig .... und vielleicht auch noch bei Regen, Schnee und Kälte

  • Es ist ja schon mal gut, daß Teile der Union die Merzsche Blockadehaltung nicht mitgehen wollen, u.a. Armin Laschet, der als ehemaliger Integrationsminister weiß, wovon er spricht.

    https://www.spiegel.de/politik/deutsc…xpPYDCQgO1dEMph

    Wenn man Lt. Wirtschaftsweisen und Wirtschaft eine einfachere Zuwanderung begrüßt, dann irritiert mich die Blockadehaltung der Merzschen „Haltung“ schon. Offensichtlich will er Deutschland deindustrialisieren.

  • Es ist ja schon mal gut, daß Teile der Union die Merzsche Blockadehaltung nicht mitgehen wollen, u.a. Armin Laschet, der als ehemaliger Integrationsminister weiß, wovon er spricht.

    https://www.spiegel.de/politik/deutsc…xpPYDCQgO1dEMph

    Wenn man Lt. Wirtschaftsweisen und Wirtschaft eine einfachere Zuwanderung begrüßt, dann irritiert mich die Blockadehaltung der Merzschen „Haltung“ schon. Offensichtlich will er Deutschland deindustrialisieren.

    Insgesamt ist man in Teilen der Union nicht unbedingt zufrieden mit seinen sprachlich angewandten Methoden.

    https://www.faz.net/aktuell/politi…r-18347535.html

  • Es ist ja schon mal gut, daß Teile der Union die Merzsche Blockadehaltung nicht mitgehen wollen, u.a. Armin Laschet, der als ehemaliger Integrationsminister weiß, wovon er spricht.

    https://www.spiegel.de/politik/deutsc…xpPYDCQgO1dEMph

    Wenn man Lt. Wirtschaftsweisen und Wirtschaft eine einfachere Zuwanderung begrüßt, dann irritiert mich die Blockadehaltung der Merzschen „Haltung“ schon. Offensichtlich will er Deutschland deindustrialisieren.

    nicht nur daß, er forciert auch Radikalisierung und spaltet die Gesellschaft.

  • - insbesondere bei Menschen über 67: einfachere Sprachkenntnis möglich.

    So weit, so unspektakulär. Natürlich darf jeder meinen, dass man damit Fachkräfte aus aller Welt anlockt.

    Ist das jetzt relevant für den Arbeitsmarkt, oder evtl. doch für die Grundsicherung?

  • Guten Tag

    Da bekommst aber hier die Antwort : man muss mit der Zeit gehen und das man nicht auf geändertes Publikum eingeht …. Vergisst aber , dass man durch COVID-19 und extreme Nachzahlungen in Bezug auf Energie extrem geschwächt wurde und die Politik nicht viel hilft

    sorrx das wird jetzt länger...
    Dann belehre ich dich mal . habja nur 35 jahre erfahrung in der gastro.
    Ich habe 1990 in meinem 2 lehrjahr zu meinen chef gesagt wenn ihr so weitermacht dann wird der tag kommen und ihr werdet wieder alleine inder küche stehen weil keiner mehr bock hat sich das anzutun. Denn schon damals war es schwierig lehrlinge zu bekommen. doch dann geschah das wunder die DDR wurde zugesperrt. als ich vom urlaub zurück amm hatten wir 2 wochen vor weihnachten unsere 4 offenen stellen mit mandy cindy kevin und mike belegt. ( dass ist spaßig gemeint) und so konmnte man sich retten.
    Damals waren die lehrlinge billige arbeitskräfte. Und es wurde jede möglichkeit ausgenutzt um noch mehr zu sparen. Lohnerhöhung um 2 prozent? Essensgeld geht hoch. Als ich anfing waren es irgendwas mit 60 mark essensgeld. Am ende warenes 90 mark essensgeld.
    Als dann auch der ostdeutsche merkte das dass ne große verarschenummer ist die da gefahren wird kamen die tschechen und so hat man sich dann kontinuierlich richtung sibirien durchgearbeitet. Ganz hoch im kurs standen und stehen bulgaren. Die haben dir für 1200 euro gearbeitet. Ziehe kost und logie ab und schon waren es im schnitt nur noch knapp1000. aber das war immer noch mehr als wie die in bulgarien verdient haben bei fast den gleichen lebenshatungskosten. Gesetzliche vorschrifften sind dazu da umgangen zu werden. und das wird oder wurde in der gastro reichlich getan.
    Als ich mich damals auf die anzeige für nen 2 küchenchef eines gastronomen unterhalb des schlosses ( also gastomomisches niemandsland in sachen kulinarik) beworben . Fragte ich was er sich den vorstelle von wegen arbeitszeit und so. Er ja also normal ist ja eine 5 tage woche aber 6 tage aber aufgeteilt auf 2 halbe freie tage in der woche wäre super. Die arbeistzeit wäre von 8-18 uhr manchmal auch 19 uhr ( bis halt alles wieder klar schiff ist)
    gut sagte ich du willst dass und dass und dafür will ich 1800 netto.
    Er nein
    ich ok was stellst du dir vor?
    Er maximal 1400 netto
    Ich ja ne is klar stell für das geld noch 2 rumänen an die lernst du 2 monate an und gut ist. Aber fürs paar wienerle mit brot 6 euro kasieren
    Aber um endlich vernünftig bezahlt zu werden müssten die preise angezogen werden. Dann gibt es nirgendswo mehr ein schnitzel mit pommes und salat unter 40 euro.
    Natürlich war corona scheiße. Aber die personalnot gab es vorher schon. Nur damals gab es noch die lebenslänglichen die es einfach machten weil sie es geil fanden zu einer bruderschaft zu gehören. Die stolz auf ihre narben und brandwunden waren und einfach verfickte vollprofis waren die einfach ihren jo gemacht haben . So und dank corna mussten sie was anderes machen. Und haben festgestellt eh es geht auch ohne sich kaputt zu machen, ohne 10 stunden am tag 6 tage die woche ztu buckeln. Ohne mit 39 grad fieber am herd zu stehen weil sonst keiner da war. Ich erkenne heute no noch einen koch mit 20 jahren und mehr auf den buckel an seinem händedruck. Weil jeder diese kleine schwiele am zeigefinger der echten hand hat. Die kommt vom messer halten.
    Ich erkranket vor 10 jahren und kann seit dem nur noch 20 stunden die woche arbeiten ich hatte das glück einen guten arbeitgeber in der gastro zu finden für den es schon längst normal war sich an simples arbeitsrecht zu halten für den urlaubsgeld, überstunden, und weihnachtsgeld keine erfindung aus einem anderen universum waren.
    Ich hab nicht viel geld . Aber wenn ich es hochrechne auf die stunden die ich früher geabrbeitet habe wäre ich dort bei einem nettogehalt von über 2000 euro netto .

  • Ich kann ehrlich gesagt die junge Generation immer besser verstehen. Bis 70 arbeiten, um dann so gut wie keine Rente zu bekommen, die man eh nicht genießen kann, weil Klimakatastrophe. Kann ehrlich gesagt schon nachvollziehen, dass man da gleich gar nicht ins Hamsterrad einsteigt.

    Ist irgend wo schon seltsam, mein Vater musste direkt nach der Lehre in den Krieg und war dann froh in Frankfurt eine Arbeit bekommen zu haben. Jeden Tag 8 Stunden, jede 2. Nacht Bereitschaft, mit dem Fahrrad quer durch Frankfurt und um Frankfurt herum. 49 m² Dachgeschosswohnung, Ofenheizung für eine junge 3köpfige Familie. Vieles konnten wir uns nicht leisten, aber ich habe meinen Vater immer als glücklichen Menschen erlebt. Er hat gerne gearbeitet und ich glaube bis kurz vor Arbeitsende nicht an die Rente gedacht.

    Wie kommen wir eigentlich auf die Idee, dass das ganze Leben nur Freizeit und Party ist?? Arbeit stört nur??? Wenn ich Arbeit nur als Hamsterrad begreife, dann bin ich arm dran, egal was für eine Rente ich bekomme.

  • Ich war am So (mache ich selten.max 5 mal im Jahr) in einer Wirtschaft am Land (Ort mit gut 3000 Einwohner) da zahlt man für 2 Stück Lende mit Spätzle und Sauce dazu ein gemischter Salat mittlerer Größe, man wird gerade so satt bis 16.00 Kaffeezeit, 21,50€. Geschätzter Warenwert deutlich unter 5€. Ein Weizenbier (Franziskaner im freien Handel, Angebot 2 Kisten für 20€) aus der Flasche 3,90€ was bei dem oft zitierten Schnitzel gern vernachlässigt wird.

    Die "Baurewirtschaft" war restlos ausgebucht. Offensichtlich passt es trotz dem ewigen Geheule der Gastro. Einige werden halt nicht schnell genug Millionär.

    Und wer zumachen muss, da taugt halt oft der Chef nichts, es soll auch dabei faule Säcke geben.

    Tut schon ein bisschen weh. Tatsächlich haben leider viele die eine Wirtschaft betreiben, wenig Ahnung von Betriebswirtschaft. Aber wie man sieht, sind sie da nicht allein.

    Deshalb hast Du im Gaststättenbereich auch so eine starke Fluktuation und gerade im ländlichen Bereich ein starkes Kneipensterben.

    Kann man auch selbst erleben, wenn man über Land fährt. Vor 30-40 Jahren hast Du noch in fast jedem Dorf eine Kneipe gefunden, in welcher Du zumindest ein Schnitzel bekommen hast. Heute must Du schon sehr gezielt suchen.

    Also Du warst am Sonntagmittag da. Gerade im ländlichen Bereich häufig der Umsatzstärkste Zeitpunkt. Wie sieht es denn Mo-Do aus? Wie am Abend? Wie oft kann ich einen Tisch besetzen? Auch beim guten Wirtschaften, werde ich immer Wareneinsatz haben, der nicht den vollen Umsatz bringt oder sogar entsorgt werden muss. Die Kosten für Miete, Energie und die Stammbesatzung hast Du auch in der umsatzschwachen Zeit. Das musst Du in der umsatzstarken Zeit reinholen. Genau mit Deiner Milchmädchenrechnung sind schon X Wirte pleite gegangen.

  • Ist irgend wo schon seltsam, mein Vater musste direkt nach der Lehre in den Krieg und war dann froh in Frankfurt eine Arbeit bekommen zu haben. Jeden Tag 8 Stunden, jede 2. Nacht Bereitschaft, mit dem Fahrrad quer durch Frankfurt und um Frankfurt herum. 49 m² Dachgeschosswohnung, Ofenheizung für eine junge 3köpfige Familie. Vieles konnten wir uns nicht leisten, aber ich habe meinen Vater immer als glücklichen Menschen erlebt. Er hat gerne gearbeitet und ich glaube bis kurz vor Arbeitsende nicht an die Rente gedacht.

    Wie kommen wir eigentlich auf die Idee, dass das ganze Leben nur Freizeit und Party ist?? Arbeit stört nur??? Wenn ich Arbeit nur als Hamsterrad begreife, dann bin ich arm dran, egal was für eine Rente ich bekomme.

    Arbeit kann auch erfüllend sind, klar, trifft aber nicht immer und für jeden zu und das teilweise öfters als man denkt. Ich kann Verständnis dafür aufbringen, wenn jemand, der eher einen einfachen Beruf ausübt und dabei mal eben Mindestlohn oder knapp darüber verdient, dauerhauft vielleicht nicht immer motiviert ist. Am Geld hängen bei uns ja teilweise auch ein paar Lebensziele, sogar elementäre. Und für so ein vergleichsweise reiches Land wie Deutschland sind die Rentenleistungen aus der gesetzlichen Versicherung einfach schlecht.

  • Immer wieder interessant die Gallup Studien zur Arbeitszufriedenheit.

    https://blog.wiwo.de/management/201…kraefte-selbst/

    Die machen das seit vielen Jahren, habe dort einige Studien aus den 1990 und 2000ern ausgewertet für meine Seminararbeit. Die Zahl der innerlichen Kündigungen steigt und der Mitarbeiter/innen die mit vollen Herzen dabei sind sinkt.

    Als Chef muss man sich da schon Gedanken machen wie man dem Entgegenwirken kann.

    Geld alleine ist es nicht immer, soweit als möglich persönlichen Kontakt, ein nettes Gespräch auch mal auf privater Basis. Die Leute nicht überfordern aber auch nicht unterfordern. Einfach ein guter Arbeitgeber sein, bei mir hat noch keiner in den letzten 10 Jahren gekündigt.

  • papabravo Dann geh mal davon aus das da der mann kocht die frau bedient und vieleicht ein spüler rumwerkelt. Eventuell noch ne 450 eurokraft im service.
    Ich rede von lokalen die an einen mittag mehr essen rausprügeln wie eine normale kneipe in einer woche.
    Und wer millionär werden will ist in der gastro inzwischen flasch. Und der spruch wer nichts wird wird Wirt kannst du auch vergessen.
    Zu deiner rechnung sei gesagt. Wenn die spätzle von settele sind, die sauce auch nicht gerade nach der alten schule gekocht wurde und die lende vom schwein dann könntest du vielleicht recht haben. Aber glaube nicht das die gurken und tomaten beim gemüse großhändler soviel gündstiger sind wie beim lidl und co. Der kalkulationsfaktor war früher mit 3 dann ne zeitlang 3,5 angesetzt und jetzt müsstest du mit 5 bis 5,5 rechnen Ich weiß ja nicht was 5 mal 5 bei dir ausmacht.
    alles was frisch gekocht wird kostet zeit und zeit muss bezahlt werden. früher hast du die karotten selbst geschält und gestifftelt heute kommt der güscho mit einem TK progarmm das du mit denohren schlackerst
    Ich kenne inzwischengenug gastronomen die in der früh um7 beim lidl und aldi vor der tür stehen und da einkaufen. Zumindestens einen teil. Der rest geht immer noch über die großhändler damit wenigstens etwas bei der steuer angegeben wird.

  • Also Du warst am Sonntagmittag da.

    Genau genommen habe ich das Essen abgeholt weil meine Frau ein hohes Coronarisiko trägt. Eigentlich kochen wir am liebsten selbst mit vielen Zutaten aus dem eigenen Biogarten/Treibhaus.

    Keiner wird zu etwas gezwungen auch nicht zum Gaststätten betreiben, manche behaupten auch, der Markt reguliert (fast) alles ;) .

  • Arbeit kann auch erfüllend sind, klar, trifft aber nicht immer und für jeden zu und das teilweise öfters als man denkt. Ich kann Verständnis dafür aufbringen, wenn jemand, der eher einen einfachen Beruf ausübt und dabei mal eben Mindestlohn oder knapp darüber verdient, dauerhauft vielleicht nicht immer motiviert ist. Am Geld hängen bei uns ja teilweise auch ein paar Lebensziele, sogar elementäre. Und für so ein vergleichsweise reiches Land wie Deutschland sind die Rentenleistungen aus der gesetzlichen Versicherung einfach schlecht.

    Also erfüllend ist natürlich schön. Aber öfter mal mit Freude, ok auch immer mal mit Frust, ich denke das ist normal. Es gibt in jeder Arbeit auch mal unschöne Phasen. Klar gibt es auch Jobs, die kann man auch mit der besten Einstellung nicht schön finden. Bloß mit der Einstellung, ich muß jetzt ins Hamsterrad, findest Du keine Arbeit schön. In der Regel ist Arbeit mit Anstrengung verbunden.

    Und das mit der Rente hat bisher noch kein Land viel besser geregelt. Man muss immer sehen, was zahle ich im Laufe meines Arbeitsleben ein und was bekomme ich heraus. Dann sieht die Rente gar nicht mehr so schlecht aus. Klar muss man im Zuge der fortschreitenden Automatisierung auch über einen Wertschöpfungsbeitrag ( böse Maschinensteuer) nachdenken. Aber da wollte bisher noch keine regierung und kein Land dran.

  • Also erfüllend ist natürlich schön. Aber öfter mal mit Freude, ok auch immer mal mit Frust, ich denke das ist normal. Es gibt in jeder Arbeit auch mal unschöne Phasen. Klar gibt es auch Jobs, die kann man auch mit der besten Einstellung nicht schön finden. Bloß mit der Einstellung, ich muß jetzt ins Hamsterrad, findest Du keine Arbeit schön. In der Regel ist Arbeit mit Anstrengung verbunden.

    Und das mit der Rente hat bisher noch kein Land viel besser geregelt. Man muss immer sehen, was zahle ich im Laufe meines Arbeitsleben ein und was bekomme ich heraus. Dann sieht die Rente gar nicht mehr so schlecht aus. Klar muss man im Zuge der fortschreitenden Automatisierung auch über einen Wertschöpfungsbeitrag ( böse Maschinensteuer) nachdenken. Aber da wollte bisher noch keine regierung und kein Land dran.

    Hier die Nettoersatzquote in europäischen Ländern im OECD-Bericht von 2021

    Türkei103,3 Prozent
    Ungarn94,0 Prozent
    Portugal90,3 Prozent
    Niederlande89,2 Prozent
    Luxemburg88,7 Prozent
    Österreich87,1 Prozent
    Dänemark84,0 Prozent
    Griechenland83,6 Prozent
    Italien81,7 Prozent
    Spanien80,3 Prozent
    Frankreich74,4 Prozent
    Slowakei69,4 Prozent
    Tschechien65,2 Prozent
    Slowenien63,3 Prozent
    Finnland63,2 Prozent
    Belgien61,9 Prozent
    Island59,1 Prozent
    Vereinigtes Königreich58,1 Prozent
    Schweden56,2 Prozent
    Norwegen55,7 Prozent
    Lettland55,3 Prozent
    Deutschland52,9 Prozent
    Schweiz50,7 Prozent
    Irland39,9 Prozent
    Polen36,5 Prozent
    Estland33,8 Prozent
    Litauen30,7 Prozent

    Quelle: OECD


    https://www.merkur.de/leben/geld/deu…r-91775933.html

    Und um mal einen Vergleich anzustellen von z.B. Österreich zu Deutschland (87,1 vs 52,9):

    Rentenbeiträge: Der Beitragssatz zur Rente beträgt in Österreich 22,8 Prozent, wobei die Arbeitgeber 12,55 Prozent tragen und die Beschäftigten 10,25 Prozent. Zum Vergleich: In Deutschland sind es zurzeit 18,6 Prozent, die sich Arbeitgeber und Beschäftigte jeweils zur Hälfte teilen.

    Der Unterschied ist also gar nicht so groß an dem was man prozentual einzahlt aber eklatant größer bei der Auszahlung.

    2 Mal editiert, zuletzt von Hockei (1. Dezember 2022 um 23:53)