Kooperationsvertrag DEB/DEL/ESBG


  • Du hast da einen Denkfehler. Clubs kalkulieren Ihren Etat vor Saisonbeginn. Der größte Einnahmeposten sind dabei die Zuschauereinnahmen. Natürlich würden die Clubs weiterhin plus machen aus Ihrem Heimspielrecht, wenn sie 60 000 € bekämen. Aber eben nicht genug um Ihren Zahlungsverpflichtungen nachzukommen. Und eben auch nicht so viel wie sie bekommen würden, wenn das Spiel stattfände. Aber ansonsten war es eine nette Idee.

    2 Mal editiert, zuletzt von Kannewurf (8. Juli 2011 um 15:55)

  • Und was wäre letztendlich so schlimm an einem 1-Million-Etat? Wenn man mal sieht, was für Etat-Unterschiede zwischen 1. und 2. Fußball-Bundesliga vorhanden sind, da sind die DEL-2.-Liga-Differenzen noch harmlos. Und selbst wenn dann ein Verein zur "Schießbude" würde. Das Recht auf Aufstieg und Abstieg darf einfach nicht auf Basis solch idiotischer Reglementierungen abgesprochen werden.

    Ahhh doch? Wenn eine Mannschaft sportlich nicht mithalten kann und zur Schießbude verkommt, kann das dem Verein nicht gut tun. Bestenfalls würde er gleich wieder absteigen, jedoch selbst dann hätte er wohl reichlich Zuschauer und Sponsoren verloren. Welcher Sponsor möchte sich denn mit einer solchen Gurkentruppe identifiziert sehen? Es wäre doch wohl eher gesünder fuer das Team in Liga 2 zu verbleiben und dort eine gute Mannschaft zu sein.

    Im Fußball geht das mit der Verzahnung der Ligen deswegen so gut, weil es eine so breite Basis an Vereinen, Spielern, Sponsoren, Zuschauern gibt. Das gibt es im deutschen Eishockey nicht.

  • :cursing: Ob die nun in Anspruch genommen wird oder eben nicht, das Hinterlegen einer Bürgschaft kostet Geld!


    Im Falle des Aufstiegs wird die eh fällig und wenn nicht wird sie nicht in Anspruch genommen. Warum sollte/wollte man sie denn nicht gleich hinterlegen? Wohl nur weil man sich des (negativen) Ausgangs eh gewiss war. Wenn man das Geld schlicht nicht hatte, warum wollte man dann überhaupt aufsteigen?

  • Ahhh doch? Wenn eine Mannschaft sportlich nicht mithalten kann und zur Schießbude verkommt, kann das dem Verein nicht gut tun. Bestenfalls würde er gleich wieder absteigen, jedoch selbst dann hätte er wohl reichlich Zuschauer und Sponsoren verloren. Welcher Sponsor möchte sich denn mit einer solchen Gurkentruppe identifiziert sehen? Es wäre doch wohl eher gesünder fuer das Team in Liga 2 zu verbleiben und dort eine gute Mannschaft zu sein.

    Im Fußball geht das mit der Verzahnung der Ligen deswegen so gut, weil es eine so breite Basis an Vereinen, Spielern, Sponsoren, Zuschauern gibt. Das gibt es im deutschen Eishockey nicht.

    Jetzt habe ich verstanden: Die DEL möchte den Zweitligisten also gar nichts Böses, sie wollen sie quasi sogar beschützen, damit sie nicht durch die DEL-Saison in finanzielle Probleme geraten. Dafür solltet ihr den Mutter-Theresa-Preis bekommen, so viel Größe muss man echt erst einmal erkennen. Danke, dass du mich (und vielleicht auch die anderen hier) erleuchtet hast.
    ...es gibt da so eine Geste, die passt ganz gut: Kopf-->Tisch!

  • Ahhh doch? Wenn eine Mannschaft sportlich nicht mithalten kann und zur Schießbude verkommt, kann das dem Verein nicht gut tun. Bestenfalls würde er gleich wieder absteigen, jedoch selbst dann hätte er wohl reichlich Zuschauer und Sponsoren verloren. Welcher Sponsor möchte sich denn mit einer solchen Gurkentruppe identifiziert sehen? Es wäre doch wohl eher gesünder fuer das Team in Liga 2 zu verbleiben und dort eine gute Mannschaft zu sein.

    Im Fußball geht das mit der Verzahnung der Ligen deswegen so gut, weil es eine so breite Basis an Vereinen, Spielern, Sponsoren, Zuschauern gibt. Das gibt es im deutschen Eishockey nicht.

    Und wenn eine Mannschaft sportlich nicht mithalten kann, permanent am Ende der Tabelle herumdümpelt gilt das nicht? Die dürfen munter spielen wie sie wollen und steigen NIE ab? Vollkommen egal welche sportliche Leistung sie bringen? Danke für Deine aufklärenden Worte.

  • Nein eine Schießbude am Ende der Tabelle möchte ich auch nicht, Auf- Abstieg gerne, mit 12 Teams pro Liga und einheitlichen Lizenzbedingungen.

  • Im Falle des Aufstiegs wird die eh fällig und wenn nicht wird sie nicht in Anspruch genommen. Warum sollte/wollte man sie denn nicht gleich hinterlegen? Wohl nur weil man sich des (negativen) Ausgangs eh gewiss war. Wenn man das Geld schlicht nicht hatte, warum wollte man dann überhaupt aufsteigen?

    Sag mal, willst du es nicht verstehen oder kannst du es nicht? Nochmals ganz langsam und verständlich für dich:

    Eine Bankbürgschaft kostet meistens ca. 2% vom Wert der Bürgschaft. Angenommen, Ravensburg hätte trotz aller negativen Signal diese Bürgschaft hinterlegt, wären bei einem Satz von 2% 16.000€ Kosten entstanden ohne zu wissen, ob man in die DEL aufgenommen wird.

    Und jetzt kommt der Punkt den du anscheinend nicht verstehst:

    • Fall DEL nimmt Ravensburg auf: Passt, Kosten für Bürgschaft waren so kalkuliert und sind so auch in Ordnung.
    • Fall DEL lehnt Ravensburg ab, was zu diesem Zeitpunkt eigentlich schon beschlossene Sache war: Bürgschaft hinterlegt obwohl wegen der Ablehnung gar nicht nötig. 16000€ aus dem Fenster geworfen!


    Wie bescheuert wären denn die Ravensburger Verantwortlichen, wenn Sie diese 16000 in eine hoffnungslose Bewerbung stecken würden? Das Geld kommt nicht wieder nur weil die Bürgschaft nicht in Anspruch genommen wurde! Da steckt man die Kohle doch lieber in den Kader oder die Halle... Comprende??? Ich hoffe du verkneifst es dir jetzt so langsam, irgendwelche Unwahrheiten in den Raum zu stellen...


  • Comprende??? Ich hoffe du verkneifst es dir jetzt so langsam, irgendwelche Unwahrheiten in den Raum zu stellen...

    Vielleicht solltest du dir mal überlegen in welchem Ton du mit Leuten diskutieren möchtest.

    Die Bürgschaft ist halt keine Option die irgendwann beglichen werden soll sondern vor dem Verfahren. Das ist nicht erfolgt, somit wurde unter anderem auf Grund dessen die Lizenz verweigert.

    Da das Stadion in Ravensburg nach den Regularien keine 9000 Punkte aufweist, was man sicher schon vorher wusste, ist die Diskussion über die Bürgschaft eh Banane.

  • Nein eine Schießbude am Ende der Tabelle möchte ich auch nicht, Auf- Abstieg gerne, mit 12 Teams pro Liga und einheitlichen Lizenzbedingungen.


    Auch Mannschaften von Vereinen am Tabellenende haben Fans! Mein Verein läuft definitiv nicht Gefahr in die DEL aufsteigen zu müssen. Nur befürchte ich, dass genau die gleichen Fehler die in das aktuelle Dilemma führten noch einmal gemacht werden könnten. Genau dann, wenn die Spitze zum Maßstab wird, und nicht der mittlere Schnitt.

    Seit Tagen lese ich hier mit, und werde dieses Grummeln einfach nicht los. DEL I und II mit je 12 Teams und einheitlichen Lizenzbedingungen. Veto! Aktuell spielen in den beiden Ligen 27 Teams. Wo machen wir den Cut? Wer legt die Kriterien fest? Wirtschaftlich oder sportliche Qualifikation? Wenn ein Team einen soliden Etat aufstellt und sich sportlich für eine Klasse qualifiziert, was dann? Der gesunde Menschenverstand sagt: Na klar! Oder?

    Tut mir leid, hier geht es lange nicht mehr um den Sport, hier geht es um knallharte wirtschaftliche Interessen! Und sollte es zu einer DEL I und II kommen wie sich das hier einige vorstellen, dann verlagern wir das Problem eben eine Stufe weiter nach unten!

    Wenn die einen (DEL) sich nicht ein wenig nach unten orientieren, und weiter darauf bestehen, die anderen (ESBG) sollen sich nur selber genug anstrengen - dann wird das genau so ein Murks, wie manch andere Entwicklung in unserem Lande! Aber wer wirtschaftsliberal nur an Dauerwachstum glaubt, vergisst, dass man eben gelegentlich ein paar Schritte zurückgehen muss, weil sich Hindernisse mit Anlauf besser bewältigen lassen.

    Aber dafür bräuchte es Lebenserfahrung und soziale Kompetenz, die in unserer selbstbezogenen Gesellschaft immer weniger anzutreffen ist!

  • Vielleicht solltest du dir mal überlegen in welchem Ton du mit Leuten diskutieren möchtest.

    Die Bürgschaft ist halt keine Option die irgendwann beglichen werden soll sondern vor dem Verfahren. Das ist nicht erfolgt, somit wurde unter anderem auf Grund dessen die Lizenz verweigert.

    Da das Stadion in Ravensburg nach den Regularien keine 9000 Punkte aufweist, was man sicher schon vorher wusste, ist die Diskussion über die Bürgschaft eh Banane.

    Naja, gerade beim Thema Bürgschaft kreisen viele falsche Gerüchte herum. Das nervt mit der Zeit, im Eifer des Gefechts hab ich mich da wohl im "Ton" vergriffen, sorry dafür.

    Genau das meine ich ja. Ich lege meine Hand dafür ins Feuer, dass Ravensburg mit Peter Horne im Hintergrund definitiv die finanziellen Mittel hat, um den Sprung zu wagen. Bei einer aber ohnehin wegen dem Stadion und fehlendem "Good-Will" fast sinnlosen Bewerbung würde ich den Verantwortlichen ihre Kompetenz absprechen wenn sie dieses Geld ausgegeben hätten. Es ärgert mich auch, dass die DEL nun Ravensburg so hinstellt, als sei man finanziell nicht in der Lage den Aufstieg zu stemmen, das ist schlicht und einfach falsch.

  • Die Bürgschaft kann wohl kein Argument sein, wenn ich in eine Liga will, wo ich einen Minimum-Etat von ca. 2.5Millionen Euro einrechnen muss, werde ich wohl eine Bürgschaft (!, dass ist keine Ausgabe, wenn es alles ok geht) von 800k aufbringen können. Laut den Regularien hätte Ravensburg diese vor Beginn des Lizensierungsverfahren bereitstellen müssen. Das haben sie nie getan, welchen Anspruch auf Prüfung hatten sie denn überhaupt? Richtig gar keinen, dass man sich die eigene Halle dann auch noch schön rechnete, obwohl die Regularien für die Punktevergabe der Stadien eindeutig ist, schlug dem Fass dann auch noch den Boden aus.

    Welche Mannschaft in der 2. Buli hat denn überhaupt das Potential einen Etat von 2+Millionen Euro zu stemmen? Wer hat denn ein passendes Stadion? Wenn das eh weniger als eine Handvoll sind, warum soll man dann einen geregelten Aufstieg/Abstieg einführen? Weitere "Fälle" von Punktelieferanten wie Duisburg oder Freiburg braucht man nun wirklich nicht.

    Und da kommt schon der Nächste... Was ist los,wird es euch langsam zu heiß in der DEL... :pfeif:

    Du sprichst hier von einem DEL-Minimum-Etat von 2,5 Millionen €,von welchem Etat sprichst Du denn hier? Den Spieler-Etat brutto oder netto oder schreibst Du vom Gesamt-Etat mit allen Kosten ?(

    Punktelieferanten aha,Düsseldorf,Iserlohn,Ingolstadt,Wolfsburg,Straubing und zuletzt München kamen aus Liga 2,waren das alles in der DEL Punktelieferanten? :suspekt:

    Langsam werdet ihr DEL-Fans echt Profis im "Schönreden" wie die Huskies im letzten Sommer(sorry,wir ESBG-Forum und Huskies halten ja jetzt zusammen ;) ),nur es fällt mir gerade auf,dass es langsam wie im letzten Sommer wird,nur jetzt eben die DEL gegen den Rest von Eishockey-Deutschland!

    Warum sollen denn mehr wie eine Hand voll ESBG-Clubs schon so finanzstark sein wie deren Clubs in der DEL die das DEL-Tabellenende schmücken! Das ist doch auch wieder so eine Arnold und Tripcke These...
    In der 2.Fußball Bundesliga können auch nicht die ersten 10 Clubs finanziell mit den 1.Bundesliga Club in deren Tabellenkeller mithalten! Diese These oben ist doch meiner Meinung nach totaler Unfug!


    bcco1 Danke für den DEL-Teams-Etat Link! ;)

    3 Mal editiert, zuletzt von W.W.1954 (8. Juli 2011 um 16:55)

  • Zitat

    Wenn du die Standards so weit anpasst das sie für fast alle Zweitligisten passen, kann man das sportliche Niveau in der DEL auch nicht mehr garantieren. Irgendwann steigt dann halt mal ein Team auf und möchte mit einem 1Million Etat mit spielen.

    Es gibt im deutschen Eishockey halt kein Potential für 30+ Profimannschaften im Eishockey auf einem ansprechenden Niveau. Die Lösung ist meiner Meinung nach in einer zweiteiligen Elite-Liga zu suchen. Jeweils 12 Mannschaften, Best-of-7 Playoffs und sehr ähnlichen wenn nicht gleichen Lizenzauflagen. Dann ist eine Verzahnung auch kein Problem.

    Niveau, Niveau! Ich hör immer nur Niveau! Euer künstliches Niveau bringt den Sport in diesem Land schön langsam um die Ecke! Darum führen wird doch diese Diskussion hier überhaupt! Natürlich muss es eine Anpassung der verschiedenen Ligenbebenen geben, damit diese wieder verbunden werden können! Als Endergebnis soll dann eine Niveausteigerung stehen! Ihr habt sonst bald die Situation, das die Clubs, die sich dieses Niveau leisten können, keine Gegner mehr haben!

    Versteht ihr denn nicht, das ihr so oder so etwas machen müsst? Ein weiter wie bisher ist nicht mehr drinn! Und ich sage das ohne Häme: Entweder ihr fang jetzt an was zu verändern, oder ihr werdet verändert!

  • Niveau, Niveau! Ich hör immer nur Niveau! Euer künstliches Niveau bringt den Sport in diesem Land schön langsam um die Ecke! Darum führen wird doch diese Diskussion hier überhaupt! Natürlich muss es eine Anpassung der verschiedenen Ligenbebenen geben, damit diese wieder verbunden werden können! Als Endergebnis soll dann eine Niveausteigerung stehen! Ihr habt sonst bald die Situation, das die Clubs, die sich dieses Niveau leisten können, keine Gegner mehr haben!

    Versteht ihr denn nicht, das ihr so oder so etwas machen müsst? Ein weiter wie bisher ist nicht mehr drinn! Und ich sage das ohne Häme: Entweder ihr fang jetzt an was zu verändern, oder ihr werdet verändert!


    Vollkommene Zustimmung. :thumbsup: Und könnte es nicht auch für mehr Niveau sorgen, dass die Teams auf den hinteren Plätzen bis zum letzten Spieltag kämpfen, weil sie nicht absteigen wollen? Und es geht ja jetzt auch nicht darum, ALLEN Zweitligisten DEL zu ermöglichen, aber ambitionierte Clubs wie Schwenningen, Ravensburg, Dresden, BHV, BiBi, die es schaffen könnten, sich in der 1. Liga durchzusetzen, sollen sie diese Chance auch erhalten.

  • Du hast da einen Denkfehler. Clubs kalkulieren Ihren Etat vor Saisonbeginn. Der größte Einnahmeposten sind dabei die Zuschauereinnahmen. Natürlich würden die Clubs weiterhin plus machen aus Ihrem Heimspielrecht, wenn sie 60 000 € bekämen. Aber eben nicht genug um Ihren Zahlungsverpflichtungen nachzukommen. Und eben auch nicht so viel wie sie bekommen würden, wenn das Spiel stattfände. Aber ansonsten war es eine nette Idee.

    Denkfehler? ich denke nicht. Ehre zu kompliziert ausgedrückt.

    Nochmal:

    Der ausgefallene Spieltag ist zum Teil schon durch Zuschauereinnahmen gedeckt -> Dauerkarten!!!! Gerade die teuren VIP-Plätze und Logen sind oftmals von Firmen für die ganze Saison gebucht. Es fallen aber keine Kosten für Bewirtung an. Gerade ein ausgefallener Spieltag bringt bei denen am meisten. Genauso die normalen Dauerkarten. Hier fallen die ganzen anteiligen Kosten für den ganzen Kram drumherum weg. Die Dauerkarte ist für den Club viel mehr wert als eine eine bei einem stattfindenden Spiel. Das Geld wird doch trotzdem eingenommen.

    Ich hab noch so eine Zahl im Kopf dass z. B. die DEG 3.000 DK vertickt hat. Ist aber sicher schon vier, fünf Jahre her. halbieren wir das ganze fairerweise mal, sind wir bei 1.500. Bedeutet rund ein Drittel der durchschnittlichen Zuschauereinnahmen bei 5.700 fließt trotz Spielausfall!

    Die Sponsoren haben auch alle schon bezahlt, das Geld wird trotzdem eingenommen.

    Was wegfällt, sind aber Zahlungsverflichtungen für diesen einen Spieltag. Wie schon erwähnt: Eismiete, Security etc. Also Geld gespart.

    In Deinem Beispiel fallen auch die Kosten für die Auswärtsfahrt weg. Noch mehr Geld gespart.

    Dann kommen noch die 60 TEUR aus der Bürgschaft dazu (nicht TDM, wie vorhin von mir geschrieben... :whistling: )

    Ich hab schon extrem zu Gunsten des DEL-Clubs gerechnet und dann packen die das immer noch nicht und machen Miese? Passt nicht.
    Es ist dabei auch völlig unerheblich, wie die Gesamtkalkulation am Jahresanfang aussieht. Du sprichst doch selbst nur ein ausgefallenes Spiel an. Dann muss man das auch gesondert betrachten.

    Man kann jedenfalls nicht nur die entgangenen Einnahmen betrachten, man muss auch die gesparten Kosten und die bereits geleisteten Zahlungen berücksichtigen. Und was dann übrig bleibt, das sollte ausgeglichen werden. Es ist eine sehr einfach Rechnung, wenn ich sage, ich nehme 15 Euro pro Nase ein, 5.000 Tickets fallen weg, also will ich 75.000 Euro.

    Dann stellt sich mir noch eine grundsätzliche Frage: Wenn dieser eine durchschnittliche Spieltag so ein Loch in die Kasse reissen soll... Warum ist die DEG nicht pleite? Die haben in ihrer Kalkulation zu Saisonbeginn mit 5.700 Zuschauern (analog Vorjahr) für die Hauptrunde gerechnet. Tatsächlich waren es nur 5.100. Da fehlen 600, oder über die gesamte Saison 15.600! Das sind unterm Strich drei(!) Spieltage. Wenn die Zuschauereinnahmen wirklich so existenziell sind, warum sind die nicht in der Insolvenz?

    Aber ok, neugierig bin ich auch: Wenn Du mir ungefähr sagst, wie hoch der Zuschaueranteil an den gesamten Einnahmen ist, kann ich das selbst ja noch mal überdenken. Mit "der größte Teil" geht das nicht so gut... ;)

  • aber ambitionierte Clubs wie Schwenningen, Ravensburg, Dresden, BHV, BiBi, die es schaffen könnten, sich in der 1. Liga durchzusetzen, sollen sie diese Chance auch erhalten.


    Nimm BHV da raus... Ich kann guten Gewissens behaupten, dass ich das schon 2002 nicht wollte, dass wir DEL spielen. :D

  • Ahhh doch? Wenn eine Mannschaft sportlich nicht mithalten kann und zur Schießbude verkommt, kann das dem Verein nicht gut tun. Bestenfalls würde er gleich wieder absteigen, jedoch selbst dann hätte er wohl reichlich Zuschauer und Sponsoren verloren. Welcher Sponsor möchte sich denn mit einer solchen Gurkentruppe identifiziert sehen? Es wäre doch wohl eher gesünder fuer das Team in Liga 2 zu verbleiben und dort eine gute Mannschaft zu sein.

    Was ich immer noch nicht kapier, ist die Einstellung, dass man bei einem Aufstieg sofort wieder mindestens im Mittelfeld mithalten muss. Einer muss IMMER Schlusslicht machen, aber bei einem geregelten Auf- und Abstieg geht es dann halt ein Jahr später in einer tieferen Liga mit mehr Erfolg weiter. Was ist denn mit eurem ewigen Kellerkind Duisburg passiert? Das ist auch an den Strukturen der DEL untergegangen. Was passiert dann mit dem letzten der DEL? Ist der auch dem Untergang gesegnet oder zählt das nur für Aufsteiger?
    Dem ESVK hat der Abstieg wohl mehr geholfen, als ihr euch da oben vorstellen könnt. Wie gato (sehr guter Post) geschrieben hat, ist es manchmal sinnvoller zurückzustecken und wieder neu Anlauf zu holen. Genau das hat der ESVK geschafft und ist trotz Abstieg auf dem Höhepunkt seit der Adler-Pleite! Auch der Abstiegskampf kann interessant sein, denn das hatten wir 5 Jahre bis zu unserem Abstieg 2007 jedes Jahr mitgemacht und so konnte vier Mal am Ende der Saison doch noch gefeiert werden, aber Hamburg kann beispielsweise nur dem x-ten verpassten Playoff-Einzug nachtrauern.

    Und wo bitte spielt dann der ESVK? Was ist die ESBG? Sind die Spieler dort Amateure?


    Nein, das sind keine Amateure, aber du hast von Wirtschaftsunternehmen gesprochen und das ist ein "eingetragener Verein" nicht! Man sollte auch den anderen Recht geben können.

    OlafSBR: :thumbsup:

    Achja, wenn ihr so tolle Wirtschaftsunternehmen sein wollt, dann solltet ihr in der Lage sein, euch selber eure "Arbeiter" auszubilden und nicht immer bei so "minderwertigen" Amateuren da unten bedienen!!!

    Bemerkenswert ist ja auch, dass die Huskie-Fans sich langsam auf die Seite der "Waldmenschen" schlagen, vor einem Jahr undenkbar und nahezu die selbe Entwicklung wie Eishockey-Deutschland hinter der DEL stand, weil sie damals sportliche Gerechtigkeit wollten, aber eigentlich hätten sie die Schlittenhunde auch behalten können, weil rein wirtschaftlich war ja da alles ok...

    Die Eishockeynews hat auch schon wieder den Vogel abgeschossen:

    Zitat

    Außerdem steht auch noch die Drohung der ESBG im Raum, alle Testspiele ihrer Clubs gegen Mannschaften aus der DEL abzusagen, sollte es nicht zu einer Einigung bei den Verhandlungen um einen Kooperationsvertrag kommen.


    Was soll denn die ESBG da drohen? Freiwillig Strafen an den Verband wird keiner zahlen und Schiedsrichter gibts auch nicht, aber hauptsache wieder was gegen die böse ESBG geschrieben!


  • Aber ok, neugierig bin ich auch: Wenn Du mir ungefähr sagst, wie hoch der Zuschaueranteil an den gesamten Einnahmen ist, kann ich das selbst ja noch mal überdenken. Mit "der größte Teil" geht das nicht so gut... ;)


    Also genau das habe ich auch versucht zu recherchieren, was sich aber als ziemliche Unmöglichkeit rausstellt. Anders als im Fussball sind Eishockey DEL Clubs äußert verschwiegen was ihre Ausgaben aber nochmehr was ihre Einnahmen betrifft. Man hört ab und zu munkeln es seien um die 60% des Etats Zschauereinnahmen.
    Die einzigen etwas konkreteren Zahlen die ich gefunden habe ist das der EC Bad Tölz 2010 mit einem Etat von 530400 € plante wovon 350 000 € durch Zuschauer gedeckt werden sollten (66%).

    Aber ich denke, das führt auch zu weit. Wir sind ja beim Thema Kooperationsvertrag und nicht bei Etatzusammensetzung. Wobei mich das auch mal brennend interessieren würde. Mein Beispiel sollte nur zeigen, dass die Bürgschaft der DEL durchaus im angemessenen Bereich liegt.

  • Kannewurf:

    Roosters-Etat
    Zuschauer machen ca 20% der Einnahmen aus - und davon kannste eig gleich die Hallenmiete abziehen (Beispiel Köln: Spiel lohnt sich erst ab 10.000 Zuschauern).
    Und wieso vergleichst du eigentlich den DEB-Club Tölzer Löwen mit den DEL-Teams??? Für die Clubs ohne DEL-Ambitionen ist der Zuschauer der Hauptsponsor (Riessersee, Tölz, Landshut,...), für z.B. WOB spielen die Zuschauer denk ich eine eher untergeordnete Rolle.

  • Danke für die Zahl. Deshalb hatte ich ja geschrieben das ich gescheitert bin bei der Recherche.

    Wenn die Zahl so stimmt, könnte man die Bürgschaft in der Tat heruntensetzen.

    Worüber ich auch gestolpert bin ist: Das damit der durchschnittliche Einnahme pro Karte in Iserlohn dann 8,80€ beträgt. Wow da müssen ja ordentlich Gebühren und Steuern drauf sein.

    Ich frag mich dann nur um so mehr warum der blöde Sky Vertrag dann abgeschlossen wurde.
    Sorry aber wenn sich meine Firma zu über 2/3 aus Sponsering finanzieren würde, warum schließe ich dann einen TV Vertrag der für diese mit Sicherheit nicht attraktiv ist. Sorry aber da würde ich lieber für die Übertragung zahlen, mach dann aber meine Hauptkunden zufrieden und kann dort dann Mehreinnahmen verbuchen durch ein besseres Produkt. Naja Eishockey Funktionäre

    2 Mal editiert, zuletzt von Kannewurf (8. Juli 2011 um 20:09)