20 Jahre deutsche Einheit!

  • Ich war in meiner Kindheit insgesamt 6x in der DDR. Für mich waren das sehr bedrückende Eindrücke gewesen. Die Grenze, mit ihren Wachtürmen, stundenlangen Kontrollen, kein freundliches Wort, ect. Ich hätte mir nie träumen lassen, dass ich den Mauerfall einmal erleben würde. Dann war es auf einmal so weit! Erst Unglaube, dann riesige Freude. Mit einem Kumpel bin ich damals 89 spontan nach Berlin gefahren und hab dort die wahrscheinlich geilste Party meines Lebens gefeiert!
    Für mich ist diese Wiedervereinigung nach wie vor ein Geschenk des Himmels. Wir alle wissen wahrscheinlich gar nicht, wieviele glücklichen Umstände dazu beigetragen haben. Wie leicht hätte diese ganze Geschichte auch anders ausgehen können. Immerhin standen sich 2 waffenstarrende Machtblöcke gegenüber, beide mit Atomraketen ausgerüstet.
    Heute, 19 Jahre danach, bleibt noch viel zu tun, nach wie vor sind deutliche Unterschiede, auch in der Mentalität der Menschen, festzustellen. Aber wer hat schon diesen Schmarrn von den "blühenden Landschaften" geglaubt? Ich nicht. Es war klar, das es Jahrzehnte dauern würde, ehe man eine einigermassene Angleichung der Lebensverhältnisse haben würde. Dieser Prozess dauert immer noch an. Viele Fehler wurden gemacht, vieles aber auch richtig. Kein Wunder, ist so eine Wiedervereinigung ja auch noch nie dagewesen. Fest steht, das sich für Ost und West die Welt grundlegend verändert hat, wobei der Osten hier natürlich den weitesten Weg zurückzulegen hat. Frei nach dem Lied: This is the End of the World as we know ist!
    Ich würde mir wünschen, dass sich alle Bundesbürger mal in die jeweilige Rolle des jeweils anderen hineinversetzen würden. Aber das tun die meisten ja sowieso schon. Die grössere Medienpräsenz hat hier leider immer noch die Minderheit auf beiden Seiten. Anscheinend lässt sich mit dieser Meinung mehr Quote machen.
    Ach übrigens: Ich bin kein Wessi, ich bin ein Südi! :ja:

    So long Olaf 8)

  • Zitat

    Original von Starbulls Fan
    Lumbi hat Recht damit, dass viele Ostdeutsche ein sehr kurzes Gedächtnis zu haben scheinen.

    Vor 20 Jahren flohen die DDR-Bürger zu Tausenden über Ungarn usw. vor einem totalitären Polizeistaat der Leute an der Grenze einfach erschiessen liess und Oppositionelle einfach ins Gefängnis stecken liess, Kinder nicht studieren liess weil ihre Eltern nicht 100 % linientreu waren usw.

    20 Jahren später rennen viele Ossis aufgrund von zuckersüssen Versprechungen von geschickten Agitatoren wie Gregor Gysi den Leuten wieder nach vor denen sie geflohen sind und 40 Jahre unterdrückt wurden. :bash:

    Fazit: Im Osten wird der DDR-Staat nach wie vor viel zu romantisch gesehen.

    Das unterschreib ich glatt, mit paar kleinen Einschränkungen, aber dazu später. ;)

    Für mich als 78er Jahrgang ist die Erinnerung eher mit einer relativ unbeschwerten Jugend verknüpft. Unter meinen Kumpanen gab´s damals keine großen Unterschiede und Neidfaktoren. Es ging halt darum, wer am Konsum den schönsten Apfel im Vorbeifahren stahl und den Farbtopf von Hans Müller vom Fahrrad aus umstieß. Wir brauchten auch keine SMS-Flat um uns zu verabreden und kamen ohne PS3, Wii und Heimkino aus und es war trotzdem nie langweilig. Ich ertappe mich immer öfter, das ich diese Unbeschwertheit, Ideenreichtum und Zufriedenheit mit den kleinen Dingen des Lebens bei meinen Kindern vermisse und fühle eine gewisse Machtlosigkeit, bedingt durch den Lauf der Zeit, gewissen Entwicklungen entgegen wirken zu können.

    Als damals 11jähriger sei es mir verziehen, das ich mich weder als "Ostdeutscher" noch als "Neubundesländler" fühle und dieses Gequatsche ehrlicherweise nicht mehr hören kann. Damit wären wir dann auch bei meinem "Veto" zu Starbulls Fan´Post. Ich besitze nichts, was 19 Jahre alt ist, und von mir noch als "Neu" bezeichnet wird.

    Vielmehr habe ich in allen Teilen Deutschlands nette als auch weniger nette Menschen kennengelernt und hatte nirgendwo den Hintergedanken, im tiefen Osten oder im abgelegensten Bayern zu sein. Die Eindrücke, welche ich in meinem Leben gesammelt habe, haben in mir das Bild meines Vaterlandes gefestigt, ohne das ich dabei Unterschiede mache zwischen dem Urlaub als kleiner Junge auf Rügen im FDGB-Ferienheim oder als gestandener Familienvater mit meinen Kindern auf dem Bauernhof in der Lüneburger Heide.

    Ich schätze mich glücklich, das ich in meinem Leben die Freiheit geniesen darf, jeden Ort der Welt bereisen zu dürfen, sofen es Terminplaner und Geldbörse zulassen, das ich, auch wieder geldbörsenabhängig, als Konsument keinen Zwängen unterliege, das von jeher auch im Berufsleben ich mich verwirklichen kann, ohne dabei an Grenzen zu stossen, welche mir durch politische Zwänge oder ähnlichem auferlegt werden.

    Dafür danke ich allen, die ´89 und davor sprichwörtlich Ihren Kopf hingehalten und Ihre Freiheit riskiert haben, um mir eben diese Freiheit zu ermöglichen. Dafür danke ich jedem einzelnen.

  • Zitat

    Original von Schorsch ETCC
    Dafür danke ich allen, die ´89 und davor sprichwörtlich Ihren Kopf hingehalten und Ihre Freiheit riskiert haben, um mir eben diese Freiheit zu ermöglichen. Dafür danke ich jedem einzelnen.


    Da schließ ich mich an.

    Zur Wende war ich 15, also kein Kind mehr, aber auch noch lange nicht erwachsen. Die Zeiten von 89 waren die politisch intensivsten, die ich je erlebt habe, mit endlosen Diskussionen und Bangen in der Familie (ziemlich linientreu und trotzdem fest zur Verwandtschaft im "Westen" gehalten und immer intensivsten Kontakt gehabt) und einer Berg-und-Talfahrt, die am 11.November 1989 mich nach Naila führte und damit in die Freiheit.
    Danach hatte ich endlich alle Chancen, um mein Leben so zu gestalten wie ich wollte. Konnte eine gute Ausbildung genießen und musste nicht zur Armee, durfte Fachabitur machen und studieren und gegen Ende des Studium habe ich mein neues Zuhause entdeckt, meine Wahlheimat München, wo ich mich vom ersten Moment an heimisch gefühlt habe. Für Ost und West ist nach all den Jahren in meinem Kopf kein Platz, ich reduziere niemand aufseine Herkunft und wurde nie auf diese reduziert. Selbstverständlich ist auch mein Freundeskreis völlig bunt gemischt.

  • Zitat

    Original von Torsten P
    Für Ost und West ist nach all den Jahren in meinem Kopf kein Platz, ich reduziere niemand aufseine Herkunft und wurde nie auf diese reduziert. Selbstverständlich ist auch mein Freundeskreis völlig bunt gemischt.


    Mir geht es da glücklicherweise genauso, auch wenn das sicher ein ganzes Stück von persönlichen Erfahrungen und Schicksalswendungen abhängig ist. Ich selbst gehöre auch als 77er Jahrgang zur Generation der "Wendekinder", denen sich auf einmal völlig neue Möglichkeiten eröffneten. Man musste sich nur trauen. Als knapp Zwölfjähriger Leipziger Montagsdemos und Mauerfall gerade so bewusst wahrgenommen, änderte sich schnell alles im Leben. Es waren jedoch Änderungen zum Positiven, über die ich sehr dankbar bin. Ein entscheidender Einschnitt war dann aber für mich 1995 der Umzug ins Rhein-Main-Gebiet, wo ich das Abi machte und später auch meine ersten Berufserfahrungen sammelte. Ich habe also auf beiden Seiten gelebt und überall meist nette Leute kennengelernt. Trotzdem war es schön, vor reichlich drei Jahren komplett in die Heimatstadt zurückkehren zu können.

    Ich trenne nicht in "Ossi" und "Wessi", weil es diese Kategorien nur für die Leute gibt, die den anderen Teil Deutschlands nur aus der Ferne kennen. Was verbindet mich mit einem Brandenburger oder Altmärker mehr, als mit jemandem aus der Pfalz oder Westfalen? Ich sehe da nichts. Jeder hat seine regionalen Eigenarten, das macht unser Land vielfältig und ich habe mich bisher überall wohl gefühlt.

  • Zitat

    Original von elFranzo
    Ja toll, und heute steuern wir mit der CDU/CSU auf einen Überwachungsstaat zu.

    Eins wird das deutsche Volk über Generationen immer verfolgen. Wir machen die selben Fehler immer wieder!

    Diese Kommentare bezüglich Überwachungsstaat halte ich für überzogen.

    In der Bundesrepublik Deutschland kann und konnte man jederzeit öffentlich sagen, wenn man mit der Politik unzufrieden ist. Man kann jederzeit sich äussern dass man z.B. die Politik von Merkel und Westerwelle usw. schlecht findet und diese Regierung nicht mag.

    Im den Überwachungs- und Polizeitstaaten DDR und Deutsches Reich konnte man das nicht, weil man sofort von einem Nachbarn oder Arbeitskollegen anzeigte wurde. Man wurde dann verhaftet und landete günstigstenfalls irgendwo im Gefängnis.

    Das sind für mich Überwachungsstaaten. Soweit sind wir noch lange nicht.

    Ich bin schon dafür dass man verdächtige Einwanderer aus islamischen Staaten im Auge behält. Die Sicherheit der Bevölkerung sollte man nicht völlig ausser acht lassen.

    Gleiches gilt für Kameras auf öffentlichen Plätzen und Bahnhöfen. Diese halte ich für zwingend notwendig, wie kriminelle Fälle in letzter Zeit zeigten.

  • Die Redefreiheit hab ich doch garnicht angegriffen. Wobei das auch nen Thema für sich ist. Man darf eben nicht alles so sagen, wie man will :rolleyes:

    Im günstigsten Fall wurde man von der BRD freigekauft und durfte in den Westen ausreisen.

    Ich schrieb auch nicht, dass die BRD ein Überwachunsstaat ist. Ich schrieb, dass wir darauf zu steuern. Biometrische Pässe, Vorratsdatenspeicherung, Überwachung an jedem Ort und überall.

    Islamisten hin oder her. Seit 100 Jahren haben wir deren Länder auf der Suche nachdem schwarzen Gold und anderen Rohstoffen ausgeplündert und machen es heute noch. Da brauch man sich nicht wundern, dass extremistische Kräfte auf Rache sinnen. Wir bekommen jetzt die Quittung für Jahre lange verfehlte Aussenpolitik!

    Ich brauch keine Sicherheit, wenn ich sie gegen Freiheit eintauschen muss!

    Was reg ich mich eigentlich auf. Wohn eh nicht mehr hier. Wird Zeit das ich mich beim nächsten Heimaturlaub abmelde.

    edit.: :D

    [Blockierte Grafik: http://ud-fotos.de/2009-2010/12-bremenII/18.jpg]

    Einmal editiert, zuletzt von elFranzo (5. Oktober 2009 um 21:06)

  • elFranzo:

    Du zeichnest mir ein zu düsteres Bild der Bundesrepublik Deutschland.

    Zur Redefreiheit mal ohne politischen Bezug:
    Wer darf immer alles sagen was er will ? Kann jeder jederzeit seinem Chef in seiner Firma offen widersprechen ohne Probleme fürchten zu müssen ? Ich glaube kaum.
    Ist das in anderen Ländern anders ? Wohl kaum.

    Aber politisch kann man öffentlich fast alles sagen.

    Man kann die biometrischen Pässen (ich habe keinen, weil ich das auch nicht mag) und die Vorratsdatenspeicherung kritisch sehen. Ich bin hier auch nicht dafür.

    Aber bessere Beweise z.B. gegen U-Bahn Schläger gibt es gar nicht, als eine Aufzeichnung einer Überwachungskamera, die ihn klar überführt. Ein besserer Beweis als jeder Augenzeuge. Hier kann sich keiner raus reden. Diese Kameras gibt es vielen anderen Ländern auch. Wem schadet man denn mit den Kameras ?

    Das schwarze Gold gab und gibt es in Deutschland nie umsonst. Die Mineralölfirmen müssen es den Erdölexportierenden Ländern abkaufen. Angebot und Nachfrage ist Marktwirtschaft. Ähnlich ist es mit anderen Bodenschätzen. Von Ausplünderung kann somit keine Rede sein. Den Preis bestimmt beim Öl die OPEC. Was dann der jeweilige Scheich/Staatschef mit dem Geld macht, darüber hat niemand in Deutschland Einfluß.

    Die Moslems, die in Deutschland leben, haben in Deutschland mehr Rechte als in jedem islamischen Land der Welt. Die Leute im Iran oder Saudi-Arabien wären froh wenn sie ihre Religion und ihr Alltagsleben dort so ungestört und frei wie in Deutschland leben könnten.

    Der Wille zu Terroranschlägen liegt sofern es gegen Deutschland gehen sollte nur an der Bösartigkeit der Islamisten und hat keine sachlichen Gründe.

  • Zitat

    Original von Schorsch ETCC

    Das unterschreib ich glatt, mit paar kleinen Einschränkungen, aber dazu später. ;)

    Für mich als 78er Jahrgang ist die Erinnerung eher mit einer relativ unbeschwerten Jugend verknüpft. Unter meinen Kumpanen gab´s damals keine großen Unterschiede und Neidfaktoren. Es ging halt darum, wer am Konsum den schönsten Apfel im Vorbeifahren stahl und den Farbtopf von Hans Müller vom Fahrrad aus umstieß. Wir brauchten auch keine SMS-Flat um uns zu verabreden und kamen ohne PS3, Wii und Heimkino aus und es war trotzdem nie langweilig. Ich ertappe mich immer öfter, das ich diese Unbeschwertheit, Ideenreichtum und Zufriedenheit mit den kleinen Dingen des Lebens bei meinen Kindern vermisse und fühle eine gewisse Machtlosigkeit, bedingt durch den Lauf der Zeit, gewissen Entwicklungen entgegen wirken zu können.

    Ich bin zwar 86er Jahrgang, aber eines muss ich trotzdem sagen: Meine Kindheit verlief eigentlich ähnlich. Gut, mit 6 oder so hab ich nen Gameboy bekommen und NHL 95 hab ich auch schon auf dem PC gespielt (war immerhin ein 486er ^^). Aber im Grunde glaub ich, dass das was du beschreibst keine "osteigenen Erfahrungen" sind, sondern früher einfach so war. Die Welt hat sich extrem verändert in den 23 Jahren meines Lebens...

  • Ich bin Jahrgang siebzig, und habe die Wende von "draußen" erlebt. Nachdem man mir im Rahmen der Studienlenkung deutlich gemacht hat, das für mich ein Medizinstudium in der DDR nicht in Frage kommt (nun ja katholisch, keine Jugendweihe, polnischer Staatsbürger war schon harter Tobak für die Genossen), stand ich im September 1989 mir zwei Koffern auf dem Ostbahnhof in Berlin Richtung Posen zum Studium.
    Damals war ich mir sicher, sechs Jahre Studium und ab in den Westen. Reisefreiheit bestand für mich bereits vor 89, und die Grenzanlagen haben mich bereits 87 in Berlin - wie soll ich sagen - fasziniert. Abartig fand ich jedoch die Tribünen mit Blick in den Ost-Zoo ...
    Die Wende habe ich also von Polen aus erlebt. Was mich erschreckte, waren die Ängste meiner Studienkollegen, die davon überzeugt waren, dass ein wiedervereinigtes Deutschland sofort in Polen einmarschieren würde ... Lachen musste ich über Ost-Zöllner, die redebrechend polnisch sprachen ab November 89. Und DDR-Bürger mir ihren EInkäufen in West-Berlin irritierten mich im Dezember 89 ...
    Die Wiedervereinigung war für mich ein Geschenk. Ein Jahr später saß ich in den Viorlesungen des zweiten Studienjahrs in Leipzig - meiner Heimatstadt, schloss mein Studium ab.
    Und es erfüllt mich mit Dankbarkeit meine Kinder in einem wiedervereinigten, freien Deutschland und zunehmend geeinigten Europa aufwachsen zu sehen ...

    gato!

  • Ich kenne mit meinen 22 Jahren nur ein Deutschland. Und dieses Gerede von wegen: Ossis haben dies, Wessis machen das geht mir von Tag zu Tag mehr auf die Eier. Scheinbar hat sich die Vereinigung noch nicht durchgesetzt, aber es würden wohl auch Quoten fehlen :rolleyes:

  • Und ich war vor genau 20 Jahren zu dieser Stunde beim Fackelumzug der FDJ am Vorabend des Republik-Geburtstages. Hat mir jedenfalls nicht geschadet. Da ich zu der Zeit, obwohl konfessionslos, auch in der Jungen Gemeinde involviert war, habe ich beide Seiten zu Ost-Zeiten betrachten und mir ein für mein junges Alter (14), wie ich finde, doch ganz guten Überblick verschaffen können. Die Wendezeit und die Zeit zur Wiedervereinigung werden für mich immer als Zeit in Erinnerung bleiben, wo man morgens nicht wußte, was am Abend ist. Eine faszinierende Epoche, die im jetzigen normalen bundesrepublikanischen Alltag leider völlig verschwunden ist. Die damalige Herzlichkeit im Umgang zwischen Ost und West ist vielerorts den typisch deutschen Tugenden (Neid, Intoleranz etc) gewichen... Die Menschen sollten sich deshalb mal an diese Zeit erinnern und die richtigen Schlüsse ziehen. Wir sind ein Volk...

    Einmal editiert, zuletzt von Mozart (6. Oktober 2009 um 20:09)

  • So, nachdem letztes Jahr vor 20 Jahren die Mauer gefallen is, feiern wir heute endlich den offiziellen 20. Tag der deutschen Einheit. Ich wünsch euch allen einen sonnigen Tag und werde diesen auf den Wasen feiern! :prost:

  • Zum Einen finde ich es schade,daß solch eine Diskussion überhaupt geführen werden muß. Ich war damals knapp 20 und fasziniert über den Umbruch , der zu dieser Zeit stattgefunden hat, als die ersten Trabbis in Regensburg zu sehen waren usw....

    Ich hoffe , daß dieses Ganze Ost-West- Getue irgendwann sich von selbst erledigt, für die nachwachsenden Generationen nur noch ein Kapitel im Geschichtsbuch sein wird.

  • Kann mich noch gut an die Eindrücke von damals erinnern...
    1989 hab ich die ganzen Demonstrationen im TV verfolgt und das war schon sehr beeindruckend. Als Kind/Jugendlicher, der das Leben in der DDR nicht kannte, war das nicht ganz einfach zu begreifen. Da mußte man erst durch TV-Sendungen, Geschichtsunterricht usw schlau gemacht werden.
    So richtig greifbar wurde die Wende dann auch einige Monate später, als die ersten DDR-Bürger hier im Westen (eig. Süden) ankamen und somit auch die Kinder in der Schule waren...die Neuankömmlinge wurden da erst mal mit tausenden Fragen gelöchert. Und dann diese Trabis und wartburgs überall...eieiei... ;)
    Die Feierlichkeiten vom 03. Oktober 1990 sah ich mir dann auch im TV an. Ich war da besonders stolz, was da in diesem Jahr so alles passierte (WM-Titel, Wiedervereinigung...).

    Heute kann ich sagen, daß die Wiedervereinigung ein positiver Akt der Geschichte war und ist!
    Habe "drüben" auch einige Freundschaften und Bekanntschaften geschlossen...das "Ossi-Wessi"-Gequatsche ist nur noch eine kleine Neckerei.

  • In irgendeiner Fernsehsendung hat ein Promi mal gesagt, dass es wohl noch ein oder zwei Generationen dauern wird, bis diese Ossi-Wessi Denke komplett von der Bildfläche verschwunden ist.