Quo vadis, Oberliga Nord ?

  • Nun, da jetzt der letzte deutsche Oberliga Nord - Vertreter ausgeschieden ist , können wir uns langsam mal Gedanken um die Zukunft der Liga machen .


    Wo steuert sie hin ?


    Wie sehen es die Vertreter der "kleineren " Vereine unter der Prämisse , das die Schere immer weiter auseinandergeht ?


    Wird es ein Wetttrüsten der ambitionierten Clubs geben , um auch eine realistische Aufstiegschance zu bekommen ?


    Und wie gesund für die Finanzen wird es für diese Vereine sein ?


    Wie sollte die künftige Rolle von Tilburg in der Liga aussehen ?


    Es würde mich freuen, wenn hier fleißig diskutiert wird .....:prost:

    Schwierig wird eine Debatte immer dann,wenn ein Debattierer wenig Wissen ,aber grosse Gewissheiten hat .

  • Anzeige
  • Ich würde dieses Thema nicht nur auf den Norden beschränken, denn sowohl Nord als auch Süd kämpfen vielfach mit den gleichen Problemen, insbesondere Kosten, ohne jetzt genau zu differenzieren, welcher couleur.


    Insofern wurstelt doch fast jeder Verein vor sich hin, ist mancherorts selbst nicht sicher, inwiefern man sich eine solche Liga leisten kann und somit sind stabile Ligen nur so lange stabil, wie die einzelnen Vereine stabil sind. Die Ligenleitung ist deshalb jedes Jahr auf´s Neue darauf angewiesen, wie sich die einzelnen Clubs darstellen. Mitunter wird es schwierig, wie die Vergangenheit gezeigt hat, insbesondere dann, wenn man auf die Landesfürsten angewiesen ist.


    Thema Wettrüsten ist auch nicht so ganz von der Hand zu weisen, denn zur Zeit 27, angedacht sind ja eigentlich noch mehr Vereine, balgen sich um lediglich einen Platz an der Sonne. Wenn man "immer" nahe dran ist und schlussendlich doch scheitert, dann ist es eigentlich eine Frage der Zeit, bis manch ein Verein die Geduld verliert.


    Der DEB sollte in meinen Augen seine Satzung enger fassen hinsichtlich seiner Aufgaben der Aus-/Weiterbildung und Förderung des Leistungsgedankens. Als gemeinnützige Organisation würde es mir schwerfallen, mich jedes Jahr zur gleichen Zeit mit den hausgemachten Problemen der Vereine herumzuschlagen. Ich würde die Oberligen aufwerten, in dem ich die Förderung in den Mittelpunkt meiner Aufgaben stelle. Dazu brauch ich keine abgehalfterten Spieler, ebenso keine Kontingentstellen. U23 wäre für mich der Ansatz, maximal 5 Spieler U25 (davon drei auf dem Spielberichtsbogen). Es gibt so viele Spieler, die mittlerweile richtig Geld kosten und die Etats belasten, aber rein gar nichts für den förderungswürdigen Sport bringen. Da kann und sollte man dringend Änderungen vornehmen. Wenn die abgehalfterten Spieler weiter ihrem Hobby fröhnen wollen, ja dann stehen ihnen in den Hobbyligen der Landesverbände, aus denen absehbar keine Alternativen nach oben rücken, genug Plätze offen.


    Selbstverständlich sollten Übungsleiter mit A-Lizenz die jeweilige Verantwortung tragen, einhergehend mit Lehrgängen hinsichtlich aktueller Lehrmethoden und -standards.


    Für junge Spieler, die nicht direkt den Sprung nach oben schaffen, wäre erheblich mehr Einzeit in einer Leistungsliga, die den Namen auch verdient, garantiert. Das hätte auch für die ESBG den Vorteil, daß man beim scouten gleich wesentlich mehr Spieler pro Spiel beurteilen kann, insofern wäre es ein großes Schaufenster. Zumindest für den Norden sollte man sich auch eine Planungssicherheit festschreiben, denn die Schere zu den Hobbyvereinen der Landesverbände hat sich (fast) unüberbrückbar aufgetan.


    Der weitere Vorteil wäre im Falle eines festgeschriebenen wirtschaftlichen Aufstiegs, daß ein ungleich größeres Grundgerüst an entwicklungsfähigem Spielermaterial vorhanden ist, welches dann nur einer punktuellen Veränderung bedarf. Ich halte derzeit maximal 28 Teams (bundesweit) für angemessen, wobei ich Tilburg weiterhin als guten Gast dulden würde.

  • Da sind aber elementare Schwächen drin:
    -28 Teams mit ca. vorgeschriebenen mind. 15 Spieler U23

    (WO soll man die 420 Spieler den herkriegen?)

    -ohne Kontingentspieler (das wird also ne etwas bessere DNL)
    -Tilburg bleibt als gerngesehener Gast (na bravo, damit die dann noch überlegener werden)


    Ich bin eher der Meinung, dass eine DEL3 mit Verzahnung DEL2 und meinetwegen 18 Vereinen eingeführt werden sollte. Denn man sieht doch, dass Süd und Nord regelmäßig Probleme haben, ihre "Sollstärke" zusammen zu kriegen.
    Als Unterbau Regionalligen (Nord/Ost/West/Süd)

  • Ich bin eher der Meinung, dass eine DEL3 mit Verzahnung DEL2 und meinetwegen 18 Vereinen eingeführt werden sollte. Denn man sieht doch, dass Süd und Nord regelmäßig Probleme haben, ihre "Sollstärke" zusammen zu kriegen.

    Dann kommen aber wieder die üblichen Sprüche der Teams(warscheinlich zum Großteil aus dem Süden), man könne nicht so weit fahren.

    Selbst wenn man die Liga in zwei Gruppen teilt und übergreifend nur eine Einfachrunde spielt.

    Dann heißt es man kann nicht vom Bodensee bis an die Ostsee fahren und umgekehrt.

  • Dann kommen aber wieder die üblichen Sprüche der Teams(warscheinlich zum Großteil aus dem Süden), man könne nicht so weit fahren.

    Selbst wenn man die Liga in zwei Gruppen teilt und übergreifend nur eine Einfachrunde spielt.

    Dann heißt es man kann nicht vom Bodensee bis an die Ostsee fahren und umgekehrt.

    Die Frage ist, wer würde Rostock in einer solchen Liga sehen? Bei einer Liga aus 18/16 Teams aus Nord und Süd würden logischerweise Teams wie Rostock, Timmendorf und Braunlage wegfallen.

    Dadurch wird der Unterbau dieser hypothetischen DEL III wieder gestärkt.

  • Also ich bin ja generell für eine bundesweite 3. Liga. Auch weil ich der Meinung bin, dass ein Abstieg dann nicht so "schlimm" wäre und man damit versuchen köbnnte die Kluft zwischen 3. Liga und 2. Liga zu verkleinern. Denn für eine bundesweite Liga braucht es automatisch auch mehr Profispieler.

    Die Frage dabei ist nur, können sich das auch genug Teams auf dauer leisten?

  • Es gibt aber doch Vereine, die es einigermaßen professionell betreiben. Im Süden und auch im Norden. Eigentlich kann es ja Denen keinen Spaß machen (den Zuschauern auch nicht), Spiele gegen Mannschaften zu machen, die sich das Abenteuer OL eigentlich gar nicht antun wollen.

    Aber Jürgen´s Vorschlag wird sicherlich auch keine großartige OL-Euphorie entfachen.

  • Sprach man nicht selbst in Deggendorf noch vor kurzem über eine mögliche zweiteilung der DEL2?

    War sicher mehr Wunsch als Realität, aber wenn selbst in so einem Verein lieber regional gespielt werden soll, dann weiß ich nicht ob man auf dauer wirklich genug Teams für eine bundesweite 3. Liga zusammen bekommt. 14 sollten es da schon sein.

    Dann könnte man die DEL/2/3 einheitlich spielen lassen.


    Aber da wird es sicher genug Leute geben die dir sagen, das wir dass alles schon mal hatten und es auch nicht funktionierte.

    Wenn die Teams in der Oberliga aber weiter professionalisiert werden, dann könnte ich mir das langfristig schon vorstellen.

    Denn der Unterbau der Oberliga ist ja nicht gerade rosig und könnte gut noch Teams vertragen.

  • Aus dem Bauch heraus wäre das etwas für:


    Tilburg, Herne, Essen, Duisburg, Wedenmark, Hannover(Indians),

    Erfurt/Halle/Leipzig(würde sich nicht all zu viel ändern, was die Entfernungen betrifft),

    Selb, Regensburg, Landshut, Deggendorf/Bayreuth, Rosenheim.


    Wäre man bei gerade so 14 Teams.

    Die anderen werden da warscheinlich eher nicht mitmachen. Vielleicht Peiting noch? Bei Weiden muss man ja auch noch schauen ob es weiter geht.


    Das wäre ein ziemlich wackliges Konstruck und ob dann auch Aufsteiger nach oben kommen ist auch eher fraglich, sollte mal ein Team wegfallen.

  • Jetzt heulen aber die Hamburger :D :D DIE sollte man auf jeden Fall mit reinnehmen.

  • Ich bin eher der Meinung, dass eine DEL3 mit Verzahnung DEL2 und meinetwegen 18 Vereinen eingeführt werden sollte. Denn man sieht doch, dass Süd und Nord regelmäßig Probleme haben, ihre "Sollstärke" zusammen zu kriegen.
    Als Unterbau Regionalligen (Nord/Ost/West/Süd)

    Ich bin der Meinung, man soll endlich mal Kontinuität hinein bringen und nicht alle 2 Jahre denken "Ach, so wie es jetzt ist, isses doof" und alles wieder neu neu neu machen, um dann in 2 Jahren festzustellen, das die einen Probleme weg sind, dafür andere auftauchen.

    Es gibt KEINE ideale Lösung dafür. Dafür sind wir im deutschen Eishockey, wo es einfach strukturelle und personelle Probleme gibt, eine Randsportart hinter König Fußball, mit wenig medialer Aufmerksamkeit, zu wenigen Spielern, zu wenigen Hallen, zu teuren Kosten für Selbige, ect. Jetzt hat man es gerade geschafft, aus der 3-geteilten OL Nord eine funktionierende Liga zu machen, da diskutiert man schon wieder über Veränderungen. :schulterzuck::suspekt:

    Heute Morgen dachte ich plötzlich so für mich:
    Vielleicht hab ich ja gar kein Tourette, sondern bin einfach nur unfreundlich?? :schulterzuck:



    Mein Verhalten ist oft taktisch unklug, aber emotional notwendig

  • Problem wird sein das aus den Regionalligen keiner aufsteigen will/kann. Höchstens aus der Bayernliga aber auch dort dürfte es eng mit einem Aufsteiger für eine bundesweite Liga sein.
    Für die OL Nord gibt es ja schon jetzt keine Aufsteiger. Denke mal das es diese Saison nicht anders sein wird.

  • Ich bin der Meinung, man soll endlich mal Kontinuität hinein bringen und nicht alle 2 Jahre denken "Ach, so wie es jetzt ist, isses doof" und alles wieder neu neu neu machen, um dann in 2 Jahren festzustellen, das die einen Probleme weg sind, dafür andere auftauchen.

    Es gibt KEINE ideale Lösung dafür. Dafür sind wir im deutschen Eishockey, wo es einfach strukturelle und personelle Probleme gibt, eine Randsportart hinter König Fußball, mit wenig medialer Aufmerksamkeit, zu wenigen Spielern, zu wenigen Hallen, zu teuren Kosten für Selbige, ect. Jetzt hat man es gerade geschafft, aus der 3-geteilten OL Nord eine funktionierende Liga zu machen, da diskutiert man schon wieder über Veränderungen. :schulterzuck::suspekt:

    Aber stelle Dir mal vor, Hannover hätte es wirklich geschafft und wäre hoch gegangen. Dazu noch der "Wackelkandidat" Braunlage. Dazu der DEL2-Absteiger in den Süden.
    Das wären schon herbe Einschnitte für die OLN gewesen. Ergo: MAN HAT NUR GLÜCK GEHABT.

  • Das gleiche Problem hat aber auch die OL Süd.

    Den Abstieg aus der DEL2 hätte auch ein "Nordteam" treffen können, im Süden wackelt Weiden und Deggendorf steigt auf.


    So wie es jetzt ist ist es eben auch schon rech fragil. Es ist eben fraglich ob das ganze als bundesweite Liga besser funktioniert.

  • Aber stelle Dir mal vor, Hannover hätte es wirklich geschafft und wäre hoch gegangen. Dazu noch der "Wackelkandidat" Braunlage. Dazu der DEL2-Absteiger in den Süden.
    Das wären schon herbe Einschnitte für die OLN gewesen. Ergo: MAN HAT NUR GLÜCK GEHABT.

    Wäre bei einer deutschlandweiten OL doch auch nicht anders. Einer steigt auf, in der DEL2 geht einer pleite und deshalb gibt es keinen Absteiger und von unten will keiner in die neue OL hoch. Schon bist du auch wieder am wackeln.


    Und um so weniger Teams es in dieser OL geben würde, um so weniger Teams würden es sich überlegen von unten dahin nachzurück/aufzusteigen.


    Also man kann gern an den Modis in SÜD und NORD etwas schrauben, aber diese Aufteilung brachte die bestmöglichste und stabilste OL welche man seit langem (jemals?) hatte.

  • Erfurt kannst du in deiner Auflistung locker streichen - für so eine Liga würden wir bzw. unsere Vereinsführung niemals melden. Als die "Mitte von Deutschland" haben wir zwar nicht die Entfernungsproblematik, aber hätten ein Hallen- und Finanzproblem. Es ist doch jetzt schon schwer genug, nur mit einer Handvoll Profispieler (der Rest Semiprofessionell) einigermaßen mithalten zu können. Eine DEL3 wäre definitiv eine reine Profiliga und da wären wir raus. Sowas lässt sich in naher Zukunft in EF nicht stemmen.

  • Es gibt sicherlich wie immer im Leben genügend Pro- und Contrameinungen.


    Nur: die OL für ein Sammelbecken für fast ausschließlich U23-Spieler ohne Kontis mit einer geduldeten Mitgliedschaft von Tilburg zu degenerieren, ist für mich ein absolutes NoGo. Dann wäre mittelfristig für mich das Ende der OL eingeleitet.