Posts by fuchs_aus_du

    Ganz, ganz starkes Spiel heute. Wahrscheinlich das beste, das ich diese Saison bisher gesehen habe (habe aber auch einige verpasst).


    Und bevor gleich wieder “blöde Streifenhörnchen mimimi” kommt: Die Leistung der Schiedsrichter war genauso stark wie die der Füchse. Vollkommen ernstgemeint. Nur der nicht gegebene Stockschlag der Hamburger im 2. Drittel war aus meiner Sicht eine klare Fehlentscheidung.

    Ich denke das ist nicht wirklich der Return den sich die Nucks Fans erhofft haben?

    Einerseits hast du Recht. Andererseits haben sich die Canucks über die letzten Monate selbst in diese Situation gebracht. Sie haben mit Miller und Kuzmenko verlängert – wahrscheinlich beides ein Fehler – und haben dadurch keine Flexibilität mehr. Jeder weiß, dass sie Horvat abgeben müssen. Das senkt automatisch den möglichen Return. Betrachtet man den Trade rein aus der aktuellen Situation, haben die Canucks alles bekommen, was sie haben wollten: Einen guten Third-Liner, der sofort spielen kann; einen Top-Prospect, der hoffentlich sein Potenzial erreicht; und ein First-Round-Pick.


    Beauvillier ist besser, als es seine Stats vermuten lassen. Räty hat durchaus großes Potenzial, allerdings ist fraglich, ob er mehr als ein Third-Liner wird – und ob er das als Center schafft. Der größte und wichtigste Teil des Returns ist der First-Rounder. Selbst wenn es der diesjährige Pick zwischen 13 und 19 wird, können die Canucks einen sehr guten Prospect bekommen. Die erste Runde hat dieses Jahr so viel Tiefe wie lange nicht mehr. Wenn es der Pick des nächsten Jahrs wird, ist es sehr gut möglich, dass es ein noch höherer Pick wird.


    Letztendlich ist viel wäre, wenn und aber dabei. Trotzdem ist der Return das, was die Canucks haben wollten. Vielleicht hätten sie später mit einem anderen Team mehr rausschlagen können, vielleicht auch nicht. Immerhin sind alle Contender ganz eng an der Gehaltsgrenze dran.


    Räty ist ein Top Prospect + den First für einen Rental ist mehr als jeder wohl gedacht hat.Versteh auch nicht warum ein Team außerhalb der Playoffs einen First Tradet.Nicht das man am Ende den 24 First unprotected abgeben muss.


    Dieser Trade wird die Buyer sicherlich nicht freuen.

    Die Preise vorallem bei den Top Trade Kandidaten an der Deadline gehen dadurch definitiv nicht runter.

    Ich glaube, du überschätzt Räty etwas. Vom Projected 1st overall ist er in seinem Draft-Jahr ja komplett abgestürzt, hat sich mittlerweile wieder etwas gefangen und hatte eine sehr, sehr gute Liiga-Saison. Aber ob aus ihm mal ein Top-6-Spieler wird, sei dahingestellt.


    Das wirklich große Problem der Canucks ist eigentlich, dass Miller damit garantiert der Nr. 2 Center hinter Pettersson ist. Und als Center war er bisher absolut schlecht. Aber statt Cap Space für einen richtigen Nr. 2 Center zu haben, haben die Canucks für die nächste Saison extrem viel Geld in Winger investiert:


    Boeser $6,650,000

    Kuzmenko $5,500,000

    Garland $4,950,000

    Mikheyev $4,750,000

    Beauvillier $4,150,000

    Pearson $3,250,000


    Das sind knapp 30 Millionen Flügelspieler, wovon vier komplett überbezahlt sind. Gutes Roster Building geht anders. Hätten die Canucks letzte Saison Miller abgegeben, jetzt Kuzmenko getradet und Horvat behalten, würde es wahrscheinlich schon besser aussehen. Wobei man natürlich nicht weiß, was sie für Miller hätten bekommen können.

    In der Theorie klingt das alles immer so schön einfach, letztendlich bin ich aber mal gespannt, wie viel wirklich passiert. Gerade die Oilers wollen viel, wollen dafür aber nichts abgeben (so wird es auch anderen gehen).


    Um einen Top-4-Verteidiger wie Chychrun zu holen, wird der Asking Price auf jeden Fall Spieler wie Broberg und Holloway beinhalten. Da kann ich mir nicht vorstellen, dass die Oilers bereit sind. Wenn die Defense verstärkt wird, denke ich deshalb eher an Leute wie Edmundson aus Montreal, Gavrikov aus Columbus oder Schenn aus Vancouver. Und da muss man sich fragen, wie sinnvoll das ist.


    Entsprechend wäre auch ein Stürmer sinnvoll, allen voran Bo Horvat. Die Canucks hätten sicher auch nichts gegen Broberg oder Holloway, aber wenn man verfolgt hat, nach was sie suchen, könnte ich mir auch vorstellen, dass man da etwas um Puljujärvi, den Oilers 1st und einen B-Prospect (bspw. Schaefer) schnüren kann. Aber auch das wird schwierig.

    Das sehen sie in Chicago offenbar anders. :schulterzuck: Experten aus diesem Thread hier auch :schulterzuck: Mir ist es schleierhaft, warum man den Jungen wieder in die AHL steckte. :facepalm:

    Ein zusätzlicher guter Stürmer wäre für Chicagos Pläne in dieser Saison vollkommen kontraproduktiv.

    Wenn du denjenigen zitieren würdest, der sie als solchen gehandelt hat. :prost:

    Wer sieht denn einen Contender?

    Naja, sie sind kein Top-Favorit. Aber eine Mannschaft, die die beiden Top-Scorer der Liga hat – obwohl sie mehr Eiszeit getrennt als zusammen haben – ist automatisch ein Contender. Irgendwo paradox, weil sie erst noch um den Einzug in die Playoffs kämpfen. Aber wenn sie da erst mal sind, kann alles passieren.


    Wie gesagt, sie sind und waren nie Favorit. Aber selbst wenn sie 5 Gegentore bekommen, ist mit McDavid und Draisaitl ein 6-5 drin. Nur Boston schießt noch mehr Tore.

    Klar gibt es Spieler, die später kamen. Aber kennst du Beispiele von Spielern, deren erster Vertrag ein One-Way-Vertrag war? Darum geht es ja in der Waiver-Diskussion. Auch Spieler wie Derek Ryan sind per Two-Way-Vertrag in die Liga gekommen, obwohl sie altersbedingt von der ELC-Regelung ausgenommen waren. Mir fällt wirklich niemand ein.

    Stimmt auch nicht ganz: One-Way muss IMMER über den Waiver, Two-Way hängt es von Kriterien ab.

    Nein, das ist nicht korrekt. Jetzt wird es vielleicht etwas nerdy, aber für die, die es interessiert, kann es ja nicht schaden, es einmal richtig aufzuschreiben. Also:


    Vom Waiver ausgenommen sind Spieler abhängig vom Alter, mit dem sie ihren ersten NHL-Vertrag unterschreiben, sowie der Anzahl NHL-Spiele, die sie gespielt haben. Je nachdem, wann der erste Vertrag unterschrieben wurde, können es zwischen 6 (bei 18-Jährigen) und 1 Jahr (bei 25-Jährigen und älter) sein (vgl. Artikel 13.4 CBA). Welche Vertragsform die Spieler haben, ist dabei irrelevant – es zählen einzig und allein das Alter bei Vertragsabschluss, die vergangenen Jahre seit Vertragsabschluss und die gespielten Spiele seit Vertragsabschluss.


    Der Grund, warum es den Eindruck macht, als müssten One-Way-Verträge immer über den Waiver, sind Entry-Level-Verträge. Die meisten Spieler, die in die Liga kommen – unabhängig davon, ob sie gedraftet wurden oder nicht und ob sie aus Nordamerika kommen oder nicht – unterzeichnen zunächst einen Entry-Level-Vertrag. Das liegt daran, dass die NHL für Spieler bis einschließlich 24 Jahre einen Entry-Level-Vertrag vorschreibt (vgl. Artikel 9.1 (b) CBA). Darüber hinaus müssen auch europäische Spieler im Alter von 25 bis 27 in der Regel einen Entry-Level-Vertrag unterschreiben (vgl. Artikel 9.1 (c) CBA). Entry-Level-Verträge sind immer zwangsläufig Two-Way. Unterschreiben diese Spieler dann nach Ablauf ihres Entry-Level-Vertrags einen One-Way-Vertrag, haben sie in der Regel bereits die nötigen Bedingungen erreicht, um über den Waiver zu müssen (abgelaufene Vertragsjahre und/oder gespielte NHL-Spiele).


    Kombiniert man die Regelungen zu Entry-Level-Verträgen und Waiver, fällt auf, dass kaum ein Spieler ohne Entry-Level-Vertrag in die Liga kommt. Selbst Andrei Kuzmenko musste im Alter von 26 Jahren noch einen Entry-Level- und damit Two-Way-Vertrag unterschreiben. Theoretisch ist es aber möglich, dass nordamerikanische Spieler über 24 oder europäische Spieler über 27 sofort einen normalen One-Way-Vertrag unterschreiben. Diese Spieler wären dann jedoch trotzdem für ein Jahr vom Waiver ausgenommen.


    Mir fällt tatsächlich kein Beispiel ein, bei dem das mal vorkam bzw. relevant war. Die meisten Spieler unterschreiben eben deutlich früher ihren ersten NHL-Vertrag. Spieler, die erst mit 25+ ihren ersten Vertrag bekommen, sind in der Regel keine Stars und bekommen trotzdem nur Two-Way-Verträge. Am wahrscheinlichsten ist wohl, dass mal ein Russe aus der KHL erst mit 28 in die NHL kam und das nur für einen One-Way-Vertrag gemacht hat. Ein solcher Spieler könnte dann ohne Waiver in die AHL geschickt werden. Auch ein solcher Fall ist mir nicht bekannt, theoretisch geben es die Regeln aber her.

    Kein Problem, dafür gibt es ja die Schwarmintelligenz :)


    Problem bei "One-Way" Verträgen, die du in die AHL schiebst --> sie müssen durchs Waiver wire, d.h. jedes andere Team kann den Spieler für sich beanspruchen (quasi for free) --> meistens passiert das nicht, weil da ja dann schlechte Verträge dabei sind und sich keiner die ans Bein binden will. Aber theoretisch wäre es möglich.

    Der Waiver hat mit One-/Two-Way-Verträgen allerdings nichts zu tun. Auch Spieler mit Two-Way-Verträgen müssen über den Waiver, wenn die dafür notwendigen Kriterien zutreffen (abhängig von Alter, Vertragsjahr und Anzahl gespielter NHL-Spiele). One-/Two-way hat ausschließlich Auswirkungen auf das AHL-Gehalt.

    Jugendförderung und Sprüche wie “der Duisburger Weg” waren schon immer und an allen Standorten nur fanfreundliche Umschreibungen von “wir haben keine Kohle.” Jeder Verein mit Geld würde das Geld auch einsetzen, um eine mögliche Meistertruppe zusammenzustellen. Der EVD bildet aktuell auch keine jungen Spieler für größere Aufgaben aus.

    Danke für deine Einschätzung

    Dachte stehe mit einigen meiner Stehplatz Trainer alleine mit der Meinung über den Kerl da.

    Falls er mal wieder auf der Tribüne im Stehplatz Bereich anzutreffen ist, bieten wir uns als Spielerberater an, hat er vielleicht den falschen?

    Ich bin da tatsächlich auch weitgehend deiner Meinung, hatte ich ja schon geschrieben. Ich bin von Brlic und Beckers als dauerhafte Oberligaspieler zum aktuellen Zeitpunkt (noch) nicht überzeugt. Würde sie auch eher nicht aufstellen, wenn ich Alternativen habe. Aber ich verstehe nicht, warum man sie dann überhaupt auf die Bank setzt. Ist ja scheinbar nicht so als würde jemals die Chance bestehen, dass sie spielen. Das Ding ist ja auch, dass eigentlich nur das erste Drittel in Frage kommt. Denn wenn sie die ersten 20 Minuten sitzen, kann man sie auch nicht mehr reinwerfen. Dann sind sie kalt und die Verletzungsgefahr ist zu hoch. Also eine hohe Führung rausholen und die Jungs dann im 3. Drittel einwechseln ist keine Option.


    Zur Schmitz-PK:


    Ich kann nachvollziehen, dass die Trainer ihre Spieler schützen wollen. Ist auch gut so. Aber sie sollen auch nicht so rumjammern. Hier (und auf Facebook oder sonst wo) macht niemand die Person Linus Schwarte oder andere Personen im Verein fertig. Es wird nur gesagt, dass Schwarte nicht das Zeug zum Oberliga-Starter hat und das im Zweifel Spiele kostet. Das ist aber nicht Schwartes Schuld – der Junge spielt so gut er kann. Es ist nicht mal Kritik an Schwarte, sondern eine Feststellung, die wenn überhaupt als Kritik an der Kaderzusammenstellung des Vereins gewertet werden kann. Niemand beschimpft die Spieler oder Ähnliches, zumindest habe ich das noch nicht mitbekommen.


    Dass sich hier im Forum und auf Facebook so viele Leute über die Füchse unterhalten, ist doch super. Sie können froh sein, dass das Faninteresse so groß ist, dass es solche Diskussionen gibt. Dass die Füchse auch hier im Forum das meistdiskutierte Team sind. Würden sie lieber wie in Krefeld vor 23 Zuschauern spielen, die sich nicht weiter dafür interessieren, was im Verein passiert?


    Abschliessend:

    Der Vergleich mit Fans und ihren Jobs hinkt gewaltig. Bei mir auf der Arbeit zahlt keiner Woche für Woche Eintritt, um mir bei der Arbeit zuzuschauen und mich anzufeuern. Ohne die Fans wäre der Verein gar nichts. Das Team spielt für uns und wir investieren unsere Freizeit und viel Geld, damit der Verein am Leben bleibt und die Spieler und Trainer ihr Geld verdienen. Entsprechend muss man auch sagen dürfen, wenn etwas schlecht läuft oder verbessert werden könnte.


    So. Allen einen guten Rutsch, man sieht sich im neuen Jahr! :prost:

    Ich verstehe es auch nicht. Persönlich halte ich sehr viel vor allem von Brlic. Und was die Geschichte mit Grein soll weiß ich auch nicht. Die haben den doch vor der Saison geholt oder nicht. Warum spielt er dann nicht.

    Vor allem hat der Junge echt Potenzial. Stattdessen spielt Krämer in der Verteidigung, den man vorne gut gebrauchen könnte…

    Wichtiger Sieg heute. Das einzige, was ich immer noch nicht verstehe: Warum bringt man 3-4 zusätzliche Spieler mit, die keine einzige Sekunde auf dem Eis stehen? Gegen Herne habe ich es schon nicht verstanden. Da konnte man aber noch sagen, dass gegen ein Top-Team alles versucht werden sollte. Aber dass heute - so wichtig das Spiel auch gewesen sein mag - Grein, Brlic und Beckers keine Sekunde gespielt haben, vermittelt ihnen nur eins: Dass die Coaches sie für nicht gut genug befinden. Denn viel schwächere Gegner gibt es in der Liga nicht.


    Gegen Herne hatten PWL und LWL jeweils über 24 Minuten Eiszeit, Uski über 22. Auch Fomin hatte über 20. Natürlich bringt die Reihe mit Abstand die meiste Gefahr, aber ich kann mir kaum vorstellen, dass ihnen ein paar mehr Minuten Verschnaufpause schaden würden. Dafür müssen Brlic-Mensch-Beckers doch ausreichen? Oder zumindest zwei von ihnen in einer Reihe mit einem der erfahreneren Stürmer?

    Ich beziehe mich jetzt mal auf eine ganze Reihe eurer Kommentare, vorher aber wie immer ein Disclaimer, den alle gerne überlesen:


    :!:Das Spiel gestern ging nicht wegen Schwarte verloren, das hat – soweit ich es sehe – bisher auch noch niemand behauptet. Vorne wurde aus vielen Chancen zu wenig gemacht, hinten wurden zu viele Chancen zu- und Schwarte oft alleingelassen. Der Goalie hat das Spiel nicht verloren. ABER: Er hat auch nichts dafür getan, Duisburg länger im Spiel zu halten und das können wir von ihm auch nicht erwarten. Generell wird die Wichtigkeit von Goalies extrem überbewertet, die Leistung hängt sehr, sehr stark von der Vordermannschaft ab. Aber ein besonders schwacher Goalie schadet dem Team eben doch an der einen oder anderen Stelle – zumindest hilft er dem Team nicht, wenn es mal eng wird. Das ist aber nicht Schwartes Schuld – er kann nur so gut spielen wie es geht – sondern die Situation, in der der Verein eben gerade steckt.


    Und jetzt zum eigentlichen Post...


    Es gibt oder gab schon genügend Beispiele von kleinen Goalies die Ihren Weg gemacht haben.

    Hier bin ich sehr gespannt auf deine Auflistung. Mir fällt tatsächlich keiner in der heutigen Zeit ein. Robert Müller war auch nur knapp über 1,70m, aber das war noch eine andere Zeit, seit der sich das Torhüterspiel extrem weiterentwickelt hat. Heute gibt es auf dem höchsten Niveau noch Leute wie Matthias Niederberger oder Hendrik Hane, die aber auch immerhin 1,78m sind. Unter 1,75m fällt mir in der DEL oder DEL2 keiner ein. In der Oberliga gibt es ein paar, bspw. Di Berardo in Rostock oder Dalgic in Hannover, die ebenfalls beide Backups mit weniger beeindruckenden Statistiken sind. Aber das zeigt schon, dass es für Goalies unter 1,75m heutzutage nicht höher hinaus geht.


    Wer ernsthaft Linus Schwarte für die Gegentore gestern alleinig verantwortlich möchte dem kann nicht geholfen werden.

    Siehe oben. Das habe weder ich gemacht, noch sonst irgendwer. Lasst uns doch einfach mal sachlich über Hockey sprechen, macht viel mehr Spaß, als Leuten irgendwelche Sachen vorzuwerfen.


    Zur Torwartpositon: Linus jetzt als Spielverlierer hin zu stellen ich mir zu einfach.

    Auch hier: siehe oben. Hat bislang niemand gemacht. Aber: Seine Probleme waren heute sehr auffällig.


    Sorry, aber ich habe mir die Tore nochmal angeschaut und ich weiß nicht wie man auf so einen Quatsch kommt.

    Das 1-1 von Lise unhaltbar. Der hat eine knallharten und platzierten Handgelenksschuss. Auch bei der 1-0-Situation zum 2-1 für Herne geht der Schuss genau in den Knick. Und Kirchhoffs 3-2 ist ein Sonntagsschuss, ebenso genau in den Knick. Da machst du nichts.

    Beim 5-2 gibt es in Überzahl einen starken Pass auf die andere Seite und das Tor ist dadurch natürlich leer. Lediglich beim 4-2 kann man darüber diskutieren, ob er zu langsam im anderen Eck war. Aber auch da hast du mit Biezais jemanden, der solche Dinger fast immer macht.

    Die ersten drei Tore sind schlicht und einfach effektiv und das zeigt die Klasse des jeweiligen Spielers. Vor ein paar Wochen fehlte uns diese Effektivität komplett und dann verliert man auch mal einige Spiele.

    Aber dafür den Torwart die Schuld zu geben ist absurd. Da würde ich .eher die Abwehr, das Defensivverhalten sowie unnötige Strafen hinterfragen.

    Ich hoffe, der Teil oben hat schon gezeigt, dass ich Schwarte hier in keinster Weise schlechtreden will und am liebsten würde ich mir den nächsten Teil sparen. Aber bei "ich weiß nicht wie man auf so einen Quatsch kommt", helfe ich dir natürlich gerne auf die Sprünge bzw. erläutere genauer was ich meine. Wenn man etwas tiefergehende Ahnung vom Hockey inkl. Torhüterspiel hat, gibt es da nämlich einige Punkte, die auffallen.


    Zunächst mal: "Genau in den Knick" zu schießen ist keine Kunst. Jeder Oberliga-Spieler kann von 100 Schüssen 90 "genau in den Knick" schießen, wenn du ihn alleine vor das Tor stellst. Aber in diesem Szenario sollte jeder Oberliga-Torhüter auch 89 der 90 Schüsse "genau in den Knick" locker halten.


    Das nur als Kontext, im laufenden Spiel ist das natürlich eine etwas andere Geschichte. Es ist aber trotzdem erst mal wichtig zu verstehen, dass "genau in den Knick" nicht mit "unhaltbar" gleichzusetzen ist. Und damit zu den Toren.


    Beim 1-1 bekommt Liesegang außen (nicht zentral, das ist wichtig) den Puck. Der Pass kommt von oben, deshalb hat Schwarte keinen weiten Weg und ist sofort in Position. Liesegang wartet noch eine Sekunde, Schwarte kann sich auf den Schuss vorbereiten. Dabei geht er schon so tief runter, dass er fast im Butterfly ist. Grundsätzlich gehört das zum modernen Torhüterspiel, Goalies gehen früh weit runter, damit sie schnell im Butterfly sind. Wenn ein 1,70m großer Schwarte das macht, ist allerdings das halbe Tor frei und der Schütze kann locker über die Schulter schießen – so auch hier passiert. Und das obwohl, wie eben erwähnt, Liesegang von außen geschossen und dadurch einen relativ schlechten Winkel hatte. Hinzu kommt, dass es im Butterfly sehr wichtig ist, sich mit den Schultern groß zu machen, obwohl sich der Körper eigentlich gerade nach unten bewegt (durch das Fallenlassen auf die Schienen). Das fällt Schwarte offenbar auch extrem schwer.


    Das 2-1 geht natürlich komplett auf die Vorderleute, bei denen nach dem Bully die Zuordnung fehlt. Die Stürmer sind sich nicht einig, wer F1 (der erste Stürmer im Forecheck) ist (ich schätze, dass Stroh hier gepennt hat), dann geht Schmitz nicht mit und Ziolkowski steht komplett abseits des Geschehens während Krämer zu aggressiv versucht, das Ankommen des Passes zu verhindern. Am Ende sieht Schwarte auch hier nicht gut aus, weil der Schuss wieder einfach über seine Schulter fliegt, aber der Stürmer hatte hier auch eine hohe Erfolgswahrscheinlichkeit. Nicht Schwartes Schuld, aber auch keine Situation, bei der in 100 % der Fälle ein Tor fällt. (Randnotiz: In der NHL führen nur ca. 25 % der 1-auf-0-Situationen zu einem Tor).


    Das 3-2 war ebenfalls eine sehr gute Torchance und es war nicht Schwartes Schuld. Aber auch hier kann der eine oder andere Goalie ein Tor verhindern. Wieder geht der Schuss knapp über die Schulter, diesmal auffällig, dass er nicht "genau in den Knick" geht, sondern relativ mittig einschlägt. Ein größerer Goalie zieht heir die Schulter hoch und hat das Ding.


    Das 4-2 war die bis hierhin vielleicht beste Torchance, abgesehen vom 1 auf 0. Schwarte steht erst gut, macht die erste Schusschance zu und steht zu diesem Zeitpunkt noch relativ aufrecht, sodass er mehr Tor abdeckt. Der zusätzliche Pass macht ihm das dann natürlich kaputt und es liegt wieder an den Vorderleuten, dass der Pass so ankommt. Aber auch hier sieht Schwarte nicht gut aus. Als der Pass kam, drückte er sich mit dem rechten Fuß ab – soweit so gut. Auffällig ist aber, dass er ungefähr in der Tormitte schon im Butterfly landet und sich dann noch einmal zusätzlich strecken muss, um bis nach links zu rutschen. Das liegt zum einen daran, dass er rüber "spring" statt zu rutschen und deshalb in der Mitte des Tors "runterfällt" anstatt sich parallel zum Eis lateral zu bewegen. Zum anderen schadet ihm auch hier seine Größe. Goalie-Coaches sprechen da von "Length", der Fähigkeit, beide Pfosten gleichzeitig abzudecken – also nicht der eigentlichen Körpergröße, sondern eher der Länge von Fuß zu Fuß im Butterfly. Schwarte "sitzt" am Ende, wenn der Schuss kommt, fast im Tor und ist für den Schützen letztendlich kaum ein Hindernis. Auch hier wieder: Die Schuld liegt nicht bei Schwarte, das war eine super herausgespielte Chance mit gutem Abschluss und die Vorderleute waren keine Hilfe. Aber es hat trotzdem Schwartes Schwächen verdeutlicht.


    Beim 5-2 war er wahrscheinlich tatsächlich chancenlos. Und das obwohl er beim ersten Querpass (von links an der blauen Linie nach rechts zum Vorlagengeber) technisch besser aussah als beim 4-2.


    Ich stimme dir einerseits zu, andererseits auch nicht. Ja, es ist das Resultat des modernen Torhüterspiels, aber letztendlich gibt es dann nur zwei Möglichkeiten: Entweder Schwarte passt sich seiner Größe an und spielt wieder mehr so wie früher, in der Hoffnung, dass es funktioniert. Oder er spielt so wie es modern ist, dann klappt es auf diesem Niveau aber einfach nicht.


    Allerdings stimme ich dir zu, dass ein starker Goalie wenig bringt, wenn das Abwehrverhalten davor nicht passt. Wie schon einleitend geschrieben, wird die Wichtigkeit von Torhütern meiner Meinung nach stark überbewertet. Und trotzdem hätte man im Ernstfall lieber den Goalie, der hin und wieder einen unhaltbaren rausholt und nicht den, der regelmäßig haltbare reinlässt.

    Wobei es an eurem Keeper heute keinesfalls lag.


    stimmt auch und dennoch ist das eher kurios das wir seitdem Lunemann für Nauheim nichts mehr geholt haben . Heute lag es auch daran das wir zuviel Fehler gemacht Haben .

    Die Niederlage geht dem Spielverlauf entsprechend in Ordnung, auch wenn Duisburg (aka PWL-LWL-Uski) durchaus noch den einen oder anderen hätte machen können. Und trotzdem muss man ganz klar sagen, dass Schwarte wieder mal bei allen Toren schlecht aussah.


    Ein Großteil der Tore ging einfach hoch rein, weil er im Butterfly zu klein ist – sowohl aufgrund seiner physischen Begebenheiten als auch weil er sich kleiner macht als er müsste. Auch beim Gegentor nach Querpass durch den Slot in Herner Überzahl sah er nicht gut aus, obwohl die Chance gegen jeden Goalie gefährlich gewesen wäre. Aber Schwarte ist auch zu langsam von der einen Seite auf die andere. Wie immer will ich hier nicht den Spieler schlechtreden, aber es ist klar, dass er dem Team keine Spiele gewinnen wird. Entweder sie gewinnen trotz Schwarte oder sie gewinnen nicht.