Posts by kora

    Ich glaube nicht, dass es schwer war ihn zu überzeugen, so angefressen wie er immer war seine Karriere so ohne ein großes Feuerwerk zu beenden. Vorletzte Saison wegen seiner Verletzung, letzte Saison wegen Corona. Kein angemessenes Ende bei so einem Selbstdarstellungsdrang.

    Ich habe den Artikel auch so verstanden wie christobal. Man wollte nach den Personalkosten für den Co-Trainer gerne auch die für den Sportlichen Leiter einsparen. Damit wäre Kai raus gewesen, was aus schon mehrfach diskutierten Gründen nicht geht. Um ihn weiter zu beschäftigen, war das halt die einzige Option.

    Ich finde die Entscheidung sinnvoll und für alle Seiten nachvollziehbar, aber was da jetzt wieder draus gemacht wird, ist das, was aufstößt.

    Vor allem mit dem Gedanken im Hinterkopf, wie ein ebenfalls verdienter Spieler wie Alex Zille, der noch länger hier in Halle gespielt hat, der viel bescheidener und ohne großen Geltungsdrang aufgetreten ist und schon immer für ein genauso bescheidenes Gehalt gespielt hat, hier abserviert wurde.

    Ich muss aber sagen, das ist die beste Verlautbarung vor einer Saison seit Jahren. Es soll mit einem Konzept gespielt werden. Schon das ist toll. Dazu mit einem Konzept, bei dem man sich nicht schon vorher an den Kopf greift (wie z.B. bei der Verpflichtung von Verteidigern mit möglichst vielen Strafminuten in der letzten Saison).

    Dazu sollen Spieler verpflichtet werden, die in das Konzept passen. Auch schön.

    Zudem hat man gemachte Fehler erkannt, wie fehlende Kadertiefe, schwache Verteidigung und dass große Namen bzw. teure Spieler nicht automatisch erfolgreich zusammen Eishockey spielen.

    Das Ganze ist mit einem kleineren Etat sicher nicht leicht zu bewerkstelligen. Wobei man mit preiswerteren unbekannten Kontingentspielern nicht zwangsläufig schlecht fahren muss, wie schon einige Kontingentler bewiesen haben. Genauso schlagen teure Kontingentspieler nicht automatisch gut ein, wie wir nur zu gut wissen.

    Ich lande jedenfalls lieber im Mittelfeld der Tabelle mit einer Mannschaft, die sich reinhängt und attraktives Eishockey mit Konzept spielt, als mit einem teuren namhaften Kader mit hohem Anspruch, der planlos auf dem Eis rumgurkt.

    Inwieweit das alles umgesetzt wird, steht sicher auf einem anderen Blatt.

    Ihr habt sicher recht, es ist zu früh zum Meckern. Dennoch beschleicht einen gerade nach den letzten Saisons ein ungutes Gefühl. Das liegt für mich an drei Punkten:


    1. Man wurde am Sonntag an Spiele ohne Plan unter Kimstatsch und an Spiele ohne Energie und Biss unter Dave Rich erinnert.


    Dass es innerhalb kurzer Zeit auch anders geht, hat letzte Saison nach dem Trainerwechsel Ryan Foster bewiesen, der mit System und Energie aus derselben Mannschaft so viel mehr herausgeholt hat. Auf der einen Seite übernahm Hohenberger diese Saison ein Team mit vielen neuen Gesichtern und man sollte ihm Zeit lassen. Auf der anderen Seite hatten wir relativ zeitig Eis und sehr viele (9) Testspiele und ich hätte nach so einer Vorbereitung schon mehr Eingespieltheit und System erwartet. Mein ungutes Gefühl bezüglich des Trainers ist so nicht besser geworden.


    Außerdem hat mir Hohenbergers Reaktion nicht gefallen: Abwehrschlacht der Rostocker, wir haben trotzdem alles richtig gemacht weil viele Chancen da waren, wir müssen sie nur reinmachen. Dass nicht jeder Schuss eine Chance bedeutet, wurde hier schon erwähnt und die zwingenden Chancen waren nicht so ungleich verteilt, wie das Torschussverhältnis vorgibt. Aber gut, ich denke auch, dass der Sturm schon noch in Fahrt kommt. Viel mehr Sorgen macht mir die Abwehr. Und die Leistung der Abwehr war Hohenberger kein Wort wert. Und damit kommen wir zu Punkt zwei.



    2. Die Zweifel an der Abwehr, die hier von verschiedenen Seiten geäußert wurden, scheinen sich zu bestätigen.


    Die "Abwehrschlacht" der Rostocker erklärt nämlich nicht die Gegentore und die Rolle, die die Hallenser Abwehr dabei gespielt hat. Wenn man es kurz zusammenfasst, hat Halle, bis auf ein Tor, Geschenke an Rostock verteilt. Ein ungutes Gefühl, dass sich daran nicht mehr viel ändern wird, bleibt. Und wo will man denn in der Saison gute Abwehrspieler zum Nachjustieren herbekommen.

    Noch beängstigender finde ich aber den nächsten Punkt.



    3. Die krude Spielphilosophie des Herrn Schmitz wird offensichtlich vom gesamten Verein vertreten und durchgezogen.


    Undiszipliniertheiten, übertriebene Härten und dumme Schlägereien werden als Teil des Spiels verstanden.

    Man hat Spieler geholt, die ganz offensichtlich auch dieser Philosophie anhängen und als deren Vorzüge man bei der Spielerbeschreibung nur die vielen Strafzeiten genannt hat. Bestes Beispiel ist Victor Knaub, der gleich im 1. Drittel duschen gehen musste und damit im nächsten Spiel fehlt.

    Saltan Gindulin und Marc Beyer verstehen im Livestream nicht, warum der Schiedsrichter gleich so hart durchgreift, obwohl es doch "erst der erste Kampf im Spiel" war :facepalm:. Victor Knaub erklärt im anschließenden Interview, dass er doch dafür geholt wurde, um seine Spieler zu verteidigen (und ich hatte gedacht zum Eishockey spielen), er findet es aber schade, dass er jetzt in Leipzig nicht dabei sein kann :facepalm:. Der Kapitän Kay Schmitz, der als Folge seines "Einsatzes für die Mannschaft" in der letzten Saison die ersten Spiele der neuen Saison gesperrt auf der Tribüne verbringen muss, kritisiert im Interview auch nur die übertriebene Schiedsrichterentscheidung und kündigt schon mal indirekt an, dass die Wahrscheinlichkeit, dass er nach dem Derby wieder gesperrt ist, nicht gering ist :facepalm:.


    Hä? Ich komme da nicht mit. Das Spiel hat Regeln und nicht regelkonformes Verhalten wird bestraft und das ist auch gut so. Jemandem die Fresse zu polieren ist außerhalb der Eishalle eine Straftat und innerhalb eigentlich auch. Wenn man das als Sport braucht, sollte man lieber Boxer werden. Hartes körperbetontes Spiel, Einsatz und (spielerischer) Kampf sind auch bei Einhaltung der Regeln möglich. Die Regeln dienen auch der Gesundheit der Spieler, was soll daran falsch sein?

    Sollte sich der Gegner zu unsauberen Aktionen hinreißen lassen, wird er doch im Normalfall bestraft. Was sollen dann immer diese Undiszipliniertheiten? Es reicht doch, wenn der Gegner duschen geht, warum will man da unbedingt noch mit? Warum will man unbedingt 4vs4 weiterspielen, anstatt als Antwort ein Überzahltor zu schießen? Welchen Dienst tut man der Mannschaft, wenn man gesperrt auf der Tribüne sitzt?

    Ich frage mich, warum man da nichts lernt. Mit Ryan Foster ist die Truppe letztes Jahr in den Playoffs richtig in Tritt gekommen und ohne diesen Quatsch wäre viel mehr drinn gewesen. Stattdessen saßen mehrere Spieler am Ende gesperrt auf der Tribüne und man konnte nicht mal mehr einen richtigen Oberligatorhüter aufbringen.

    Diese Strategie scheint man in dieser Saison weiterführen und verstärken zu wollen, was in mir mehr als nur ein ungutes Gefühl hervorruft :puke:

    "Meine" Scorpions mussten als sie noch ein Top DEL Team darstellten mal gegen ein Oberliga Team testen.Unsere Mannschaft hat sich damals intern ( in der ersten Drittelpause) beschwert warum man solch ein Witzspiel bestreiten muss und es ihnen nichts bringt. Glaube es ging 7 zu 1 oder 7 zu 2 aus , obwohl man nicht annähernd 100 % gegeben hat. Danach hieß es respektables Ergebniss.

    Ich glaub, das war ein Spiel gegen Halle. Weil man eine Kooperation hatte. Hat trotzdem Spaß gemacht.

    Da unser Powerplay gegen Hamburg mal null gefährlich und total uninspiriert war, wäre es vielleicht mal eine Überlegung wert, Robinson an die blaue Linie zu stellen

    Das halte ich für sehr riskant, da Robinsons Defensivleistung zu wünschen übrig lässt. Er verliert häufig bei seinem Rumgezocke den Puck, was im gegnerischen Drittel und mit der kompletten Abwehr hinter ihm nicht ganz so schlimm ist, obwohl es deshalb doch schon einige Male zu brenzligen Situationen gekommen ist. Da nützt die größere Torgefährlichkeit auch nichts, wenn man sich dann regelmäßig Konter einfängt.

    Ich war offenbar bei einem anderen Spiel. Am Ende ging es fast nur auf ein Tor und Hamburg war mit 3 Gegentoren noch gut bedient.

    Genau das meinte ich doch. Offensive ja, aber kein Feuerwerk ;) . Man macht Druck, ja, macht aber zu wenig Tore daraus. Das gilt ganz besonders für das Powerplay.

    Sehenswert der Treffer von Robinson. Der war für mich schon alleine das Eintrittsgeld wert.

    Na, ich weiß nicht. Er kriegt da in Unterzahl ein super Zuspiel. Das Tor ist auf seiner Seite offen und er braucht eigentlich nur einzuschieben. Und er zockt noch einmal, zweiiimal, dreiiimal (Herzkasper) bis der Tormann in Position ist und schießt dann erst. Klar, am Ende war er drin, aber ich weiß nicht ob das sein muss.
    Ansonsten hat man gemerkt, dass diese Saison beide kein Offensivfeuerwerk abschießen. Der Sieg aber trotzdem verdient.


    Da taucht doch glattweg das Wörtchen "Charakterstärke" in Zusammenhang der Person Petrozza auf. Das sollten die Kenston-Leute vielleicht einmal erklären.

    Lustig finde ich auch bei so einem Vorgang die Worte "absolute Identifikation" zu benutzen...

    Genau, getreu dem Motto: Lieber polarisieren und nur mitlaufen.
    Laut dem Artikel ist Kai Schmitz ein Spieler jener Sorte, den man lieber in den eigenen Reihen als denen des Gegners weiß. Bedeutet das, dass der MEC jetzt versucht anderen Vereinen alle "Polarisierer" wegzukaufen? Damit man dauerhaft in Unterzahl spielt und sich der Gegner vor so viel Unterzahl fürchtet?
    Ich hoffe nur, dass man qualitiv gute Spieler auch lieber in den eigenen Reihen als beim Gegner sieht. Ich bin gespannt...

    Ein Grund für unsere magere Torausbeute am Saisonende war für mich auch, dass die 3. Reihe insgesamt zu wenig Gefahr ausstrahlte - vorallem gegen Topteams.

    Für das Saisonende stimmt das sicherlich. Aber da hat Zille auch nicht immer 3. Reihe gespielt.
    Nimmt man die gesamte Saison, erschien mir die dritte Reihe um Zille noch die konstanteste. Die hat gepunktet, während andere Reihen gelähmt schienen. Für eine dritte Reihe fand ich die Ausbeute in Ordnung. Wenn Reihe 1 und 2 genauso konstant mehr geliefert hätten, als Reihe 3, wäre es um einiges besser gelaufen.

    Die Aktion an sich war zwar unnötig aber passiert beim Eishockey, wenn auch diskutabel so in einen 1 Mann Kampf zu gehen.

    Mit "passiert" hat das nicht viel zu tun. Wieso führt denn Schmitz als Verteidiger einen Bully aus? Wenigstens der Rest der Reihe scheint die Aktion ja mitgetragen zu haben.