Schwenninger Wild Wings

  • Das der deutsche Markt seit Jahren früh anläuft ist doch bei weitem nix neues. Es wurde doch von der sportlichen Leitung eher auf starke Imports spekuliert - oder?


    Und bzgl. der AHL oder ECHL Spieler - da gibts genug, die in den letzten Jahren die DEL aufgemischt haben und besser waren, als die Imports von den Wild Wings, die teilweise Liiga oder SHL gespielt haben.



    Ich habe mittlerweile eine etwas andere Sicht auf die Dinge:

    Wir holen durchaus passable Spieler. Das Problem bei uns liegt woanders. Bei uns passen sich alle an. Leider auf dem unteren Niveau. Wir brauchen einen klaren Mentalitätswandel.

    Beispiel Robak: Was der am Anfang gebracht hat, war sensationell. Je länger die Saison dauerte, desto mehr passte es sich Schwenningen an.

    Bei uns lebt(e?) einfach in der Führung niemand vor, was wir verlangen.


    Das kann man übrigens auch auf viele Verpflichtungen der vergangenen Jahre runterbrechen. Charakter wird in Schwenningen auf nett runtergebrochen. Charakter im Sport heisst aber: Trainingsfleiß, Ansporn haben und einfordern, vorangehen, nie aufgeben und nie zufrieden sein.

    Ein Bullard hatte Charakter. Der war an sich selten nett, hatte aber in jedem Training mehr BIss als unsere Spieler der letzten 5 Jahre im Mannschaftsschnitt im Spiel hatten. Bulli hat Sonderschichten gefahren, seine Mitspieler im Training zusammengefaltet, wenn es zu lasch wurde, in der Kabine getobt - aber eben auch gelobt, wenn es gut war.


    Charakterspieler bedeutet, dass jemand vorlebt, was er wirklich will, kritisiert, hilft und auch lobt. Hatten wir seit Goc nicht mehr. Weder im Team noch an der Bande noch bei den Verantwortlichen. Und da müssen wir wieder hinkommen. Wer vergangene Saison genau hingeschaut hat, hat gesehen, dass unsere Verantwortlichen (aus meiner Sicht) viel zu euphorisch nach jedem noch so kleinen Sieg waren.

    Aber das ist nur meine Meinung.

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    Zitat von mancunian

    Quote

    Rumrich diktiert ja sogar den Stümpern vom Lokalblatt kolossalen Blödsinn in die Blöcke. Man mag sich gar nicht ausmalen, was dann ab März passiert - die Sommerpause ist lang, gaaanz viel Zeit für grenzdebile Gespräche mit Herrn Wittmann

  • immmi

    Das Eishockey hat sich allerdings in den letzten 20 Jahren weiter entwickelt und in Schwenningen trauern viele Leute noch den 90er mit Cherno, McKay und Bullard hinterher.

    Sollte Schwenningen Leute mit einer ähnlichen Vita wie die 3 genannten verplfichten können dann bin ich mir sicher wird der Erfolg schon kommen.

    "Einer dieser Akteure sollte dabei vor allem eines sein: eine echte Ratte! Ohne solch einen Spielertyp, der den Gegnern unter die Haut geht, seine Checks zu Ende fährt und auch willig ist, sich einem Fight zu stellen, wirst du nichts gewinnen."


    Ingolstadts Cheftrainer Kurt Kleinendorst auf die Frage, welche Spielertypen er bei den avisierten Neuzugängen bevorzuge.

  • Natürlich sind wir nicht mehr in den 90ern, aber das wir vor allem ein Mentalitätsproblem haben, da bin ich voll bei immmi. Wenn ich da an Szenen aus dem letzten jahr denke, wo sich Jungspund Bassen von einem einen Kopf größeren Gegner das Gesicht richten lassen muss und andere Mitspieler fahren lieber zum Wechseln. Sowas kotzt mich an und das ist sinnbildlich.


    Ja, das Eishockey hat sich geändert und viele der Anekdoten aus den 90ern würden heutzutage nicht mehr funktionieren, aber einen "Aggressive Leader" kann auch heute noch jedes Team gebrauchen.

    Lone Wolf


    Hinweis: Die Übernahme dieses Beitrages oder Teile dieses Beitrages in eine Lokalzeitung, einen Online-Auftritt oder ein sonstiges Presserzeugnis eines Druckwerks mit "Süd" im Namen ist ohne meine schriftliche Erlaubnis untersagt.


    Der schwarze Schwan

  • immmi hat es ja schon angesprochen, das Konzept wird doch von oben vorgegeben. Etwas Hoffnung habe ich, dass Kreutzer und Sundblad da einen etwas anderen Fokus legen können und werden, im Grunde sieht man aber auch am jetzigen Kader schon, dass die Kerls alle lieb und nett sind. Siehe Video von Familienmensch Turnbull oder der netten Reise durch seine Heimatregion von dem lieben Hadraschek. Klar, noch können 2 AL kommen und das umdrehen, die Chance halte ich jedoch für gering.


    Ich bin auch bei der Einordnung der Mannschaftsstärke noch sehr skeptisch, denn irgendwie müssen alle jungen Spieler nioch mindestens einen Schritt nach vorne machen. Sie waren zwar letztes Jahr nicht das Problem, haben aber eben auch nicht verhindern können dass man ganz unten stand. Und das muss dieses Jahr das Ziel sein. Noch bin ich relativ optimistisch weil ich Krefeld und Iserlohn nicht deutlich vor uns sehe. Aber dazu müssen die beiden AL sitzen.


    Es muss jetzt endlich mal was passieren, dass das Umfeld und die sportliche Leistung irgendwie zusammen kommen.

  • immmi

    Das Eishockey hat sich allerdings in den letzten 20 Jahren weiter entwickelt und in Schwenningen trauern viele Leute noch den 90er mit Cherno, McKay und Bullard hinterher.

    Sollte Schwenningen Leute mit einer ähnlichen Vita wie die 3 genannten verplfichten können dann bin ich mir sicher wird der Erfolg schon kommen.

    Klar, geändert hat sich viel. Alles ist schneller, professioneller, Spieler können nicht mehr im Eisbär mit den Fans saufen, das Sommertraining ist heftiger etc


    Dass man aber Spieler braucht, die vorangehen, hat sich keinesfalls geändert.

    Aber solche Spieler musst du eben auch wollen und dann noch als Team verkraften. Aber das ist planbar und es kommt auch darauf an, wie man sich als Verantwortliche solchen Spielern gegenüber positioniert.

    Die Trennung von Queener hätte mit einer intakten Führung locker vermieden werden können.

    Man muss als kleiner Club einfach auch den Mut haben, Querdenker einzustellen.

    Wie gesagt, nur meine Meinung.

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    Zitat von mancunian

    Quote

    Rumrich diktiert ja sogar den Stümpern vom Lokalblatt kolossalen Blödsinn in die Blöcke. Man mag sich gar nicht ausmalen, was dann ab März passiert - die Sommerpause ist lang, gaaanz viel Zeit für grenzdebile Gespräche mit Herrn Wittmann

  • Ich bin auch bei der Einordnung der Mannschaftsstärke noch sehr skeptisch, denn irgendwie müssen alle jungen Spieler nioch mindestens einen Schritt nach vorne machen.

    Das ist übrigens eines der Kernprobleme, dass man immer wieder im Umfeld vor jeder Saison hört. Ja wenn die jungen Spieler.... ja wenn alle Spieler ihr Leistungslimit erreichen. Und das ist der Irrglaube. Es ist sehr wahrscheinlich, dass einer der jungen Spieler einen großen Schritt nach vorne macht. Genauso wird aber auch mindestens einer von der DEL total überfordert sein. Es wird auch höchstwahrscheinlich ein Ausländer überraschen, es wird aber genauso mindestens einer eine totale Enttäuschung sein. Das ist der Lauf der Dinge und das Problem haben fast alle Clubs. Nur die ganz großen, die können sich die "Sicherheit" erkaufen, dass ein Spieler einschlägt. Bei einem Moritz Seider war für die Adler letztes Jahr kein Risiko dabei. Der andere Weg ist den Kader so zu vergrößern, dass man die Ausfälle kompensiert. Das kriegen wir aber auch nie halbwegs hin. Und wenn ich dann höre, dass ein Huß als Top 6 Verteidiger und ein Cerny für die zweite oder dritte Reihe vorgesehen soll, dann muss einem Angst und Bange werden. Die Mannschaft muss funktionieren und Platz 13 erreichen, wenn Bassen und Cerny das notwendige DEL-Niveau nicht erreichen und Kristensen nur einen biederen Verteidiger abgibt. Wenn Kristensen läuferisch und spielerisch überrascht und Cerny oder Bassen leistungsmäßig explodieren, dann kann es auf einmal Richtung Platz 10 gehen. Aber ich kann und darf davon nicht ausgehen.

    Lone Wolf


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    Der schwarze Schwan

  • Da kann ich dir in vielen Teilen zustimmen, Lone Wolf .


    Vor allem bei den Jungen ist immer ein enormes Risiko dabei. Bestes Beispiel ist doch Kurth. Der hat extrem überzeugt, dann hat ein nur einen Sommer über aus falschen Ideen falsch trainiert und das war es dann.

    Die Gefahr besteht bei vielen jungen Spielern, die ihre Eishockey-Stärken über das Spielen aufs Eis bringen. Bei Renzi war das anders. Der konnte und wollte nciht spielen ;) Er hat Muskelmasse gebraucht um den finalen Schritt zu machen.

    Zurück zu Emil: Sollte der auch nur 5 Spiele ausfallen, wird es eng, denn wir haben keine qualitative Tiefe in der Verteidigung. Vielleicht kann aber ein etwas anders agierende Yeo Schwächen kompensieren und der Huß ist aus meiner Sicht kein schlechter (kann ohne Verletzung in die TOP6 rutschen).

    Allerdings sollten wir froh sein, wenn in den TOP6 keine ausfällt und alle mindestens das spielen, was man sich erhofft.


    Eine Steigerung sehe ich am ehesten vorne... Da könnten zwei richtig starke Center Zeichen setzen.

    Ich kenne CK allerdings nicht und auch meine DSC 99-Quellen (kleiner Hinweis an CK ;) ) können mir nicht sagen, ob er lieber bequeme Spieler nimmt oder - frei nach Oliver Kahn - die Eier hat, zwei charakterstarke Spieler zu holen.

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    Zitat von mancunian

    Quote

    Rumrich diktiert ja sogar den Stümpern vom Lokalblatt kolossalen Blödsinn in die Blöcke. Man mag sich gar nicht ausmalen, was dann ab März passiert - die Sommerpause ist lang, gaaanz viel Zeit für grenzdebile Gespräche mit Herrn Wittmann

  • Da würde mich interessieren, wie Sundblad Trainingssteuerung kann, als Schleifer ist er bekannt. Aber sonst? Sind es die richtigen Übungen, hat er überhaupt das letzte Wort um so ein Krafrraumdebakel zu verhindern oder macht Kolbert auch noch Cerny und Bassen langsam und weniger wendig? Ansonsten volle Zustimmung.

  • und der Huß ist aus meiner Sicht kein schlechter (kann ohne Verletzung in die TOP6 rutschen).

    Nur wenn wir im Moment auf den Kader schauen, dann müsste er für die Top 6 Brückner verdrängen. Und so ein netter Kerl wie er ist und soviel wie er im Nachwuchs tut, aber die DEL ist für ihn Spiel für Spiel eine große Herausforderung.


    Ein Vergleich mit Mannheim ziemt sich eigentlich nicht, aber trotzdem:


    Unsere Verteidigung:

    Robak, Kristensen, Yeo, Fischer, Brückner, Huß - ein deutscher Spieler soll noch kommen, aber ich sehe weit und breit keinen, der stärker als ein Sonnenburg ist.


    Adler Verteidigung:

    Billins, Krupp, Akdağ, Reul, Lampl, Larkin, Lehtivuori, Katic, Seider


    Das sind nicht Welten, das sind Galaxien.

    Lone Wolf


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    Der schwarze Schwan

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  • Ich kann deine Sicht auf Brückner in Teilen nachvollziehen, finde jedoch dass er immer schlechter wegkommt als er eigentlich ist. Solide deutsche Verteidiger wachsen nicht auf Bäumen. Und wenn Kreutzer sich in der EHN zitieren lässt dass er gerne Spieler hätte die nahe an der Nationalmannschaft sind, so ist das bei Brückner immer noch eher der Falls als bei Huß. Und bin dann genauso weit was die Einschätzung der Personalie Sonnenburg angeht. Zweiflaggler irgendwo ausgraben traue ich Kreutzer nämlich auch nur bedingt zu.


    Aber ja, der Vergleich ziemt absolut nicht. Dann wie von mir gesagt eben doch eher mit Krefeld und Iserlohn. Da haben wir mit dem neuen Letten in Krefeld auch eher eine Wundertüte die sich mit Kristensen vergleichen lässt. Auf dem Papier leichte Vorteile Kristensen, mir missfällt einfach nur das Risiko Kopfverletzung.

  • Die Trennung von Queener hätte mit einer intakten Führung locker vermieden werden können.

    Man muss als kleiner Club einfach auch den Mut haben, Querdenker einzustellen.

    Wie gesagt, nur meine Meinung.


    Welche Trennung? Wir haben ihm die Möglichkeit eingeräumt, sich bei einem anderen Club zu empfehlen. Was ihm mißlungen ist. Dort will man ihn nicht, in Berlin will man ihn nicht, warum soll ausgerechnet er der richtige Mann für uns sein? Ich sehe in ihm einen offenbar charakterlich schwierigen Spieler, der eher "Kabinengift" ist, als ein Leitwolf.


    Nur gut, dass wohl weiterhin an einer Trennung gearbeitet wird. Und übrigens rücken die Verantwortlichen wohl auch von Yeo ab, was m. E. kein Fehler wäre, sofern es Alternativen gibt. Alles (und noch mehr) ist hier zu lesen: https://www.nq-online.de/sport…en_283_111878254-16-.html .

  • Das ist doch jetzt nicht dein Ernst ? ein 3 Monate alter Artikel dessen Inhalt sie mittlerweile mehrfach widerlegt haben? Dass MacQueen für die Wild Wings auflaufen wird ist sicher, sollte eine Saison stattfinden. Und auch von Yeo rückt man keineswegs ab wenn man sagt "er hat im Sommer hier trainiert und seine Sache gut gemacht".


    Und wenn man sich mit Iserlohnern unterhält, dann ist es MacQueen dort keineswegs misslungen sich zu empfehlen. Nur war man nicht bereit die Rumrichschen Summen zu bezahlen, vor allem nicht in Coronazeiten. Dass er nicht einfach ist, ist wohl ein offenes Geheimnis. Nichtsdestotrotz glaube ich, dass eine vernünftige Führung ihn eingenordet bekommt. Dass man aus ihm nie den mannschaftsdienstlichsten Spieler machen wird ist logisch. Aber sowohl Trainer als auch Manager wurden doch von einigen Spielern nur ausgelacht. Das sollte sowohl mit Kreutzer als auch mit Sundblad nicht passieren. Bleibt dann eben nur noch die Frage ob die Schleiferei von Sundblad besser in der Kabine ankommt als der britische Clown. Das wird die Zeit zeigen. Bin da ähnlich wie immmi doch auch skeptisch bei dem was man von vorherigen Standorten hörte.

  • Das Gute ist sicher, dass die beiden ein gutes Spielverständnis miteinander haben. Aber suchen wir nicht eigenlich noch zwei Center? Oder soll Bourke die zweite Reihe centern?


    Spink, Spink, Thuresson

    MacQueen, Bourke, Turnbull


    Und dann wird es dünne...

    Hadraschek - Pfaffengut - Weiß

    Bassen - Schiemenz - Cerny


    Sehr dünne...

    Lone Wolf


    Hinweis: Die Übernahme dieses Beitrages oder Teile dieses Beitrages in eine Lokalzeitung, einen Online-Auftritt oder ein sonstiges Presserzeugnis eines Druckwerks mit "Süd" im Namen ist ohne meine schriftliche Erlaubnis untersagt.


    Der schwarze Schwan

  • Spink, Spink, Pfaffengut

    MacQueen, Bourke, Weiß

    Thuresson Hadraschek -Turnbull

    Bassen - Schiemenz - Cerny


    Ich würde so spielen und dann in den Spezialteams und im dritten Drittel auf drei Reihen umstellen.


    Spink, Spink, Thuresson

    MacQueen, Bourke, Turnbull

    Hadraschek - Pfaffengut - Weiß

  • Drei Reihen ist bei konstant englischen Wochen eigentlich ein No-Go, da verheizt du deine Key-Player schneller als wieder Zuschauer zugelassen sind. Eigentlich bräuchte der Kader noch einen 10 Ausländer im Sturm und mindestens zwei weitere deutsche vom Kaliber Daniel Weiß.

    Lone Wolf


    Hinweis: Die Übernahme dieses Beitrages oder Teile dieses Beitrages in eine Lokalzeitung, einen Online-Auftritt oder ein sonstiges Presserzeugnis eines Druckwerks mit "Süd" im Namen ist ohne meine schriftliche Erlaubnis untersagt.


    Der schwarze Schwan

  • Sehe das komplett wie Lone. Bei der Saisonkonstellation ist die Kadertiefe extrem wichtig. Deshalb wenn es das Budget hergibt sofort AL10 ziehen. Lass bei dem Spielrhythmus unser oder irgendein Team 6-7 Verletzte haben. Dann kann’s schnell bitter werden.

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