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    EHC-Präsident Thomas Semlow und der sportliche Leiter Henry Tews sprechen über den Rücktritt des Vorstands, die Ziele der TecArt Black Dragons, die Trainer-Zukunft und die Entwicklung des Eishockeysports in Erfurt...


    http://m.thueringer-allgemeine…ports-in-Erfurt-693844777


    Damit wäre die Frage nach unserem Etat zumindest etwas beantwortet.
    Der Vorstand tritt zurück - für mich überraschend, da ich bisher noch nichts in diese Richtung gehört hatte. Wenn jetzt der Geschäftsführer unseres Namenssponsors neues Vorstandsmitglied wird, sehe ich das mit gemischten Gefühlen.
    Einerseits deutet es nun auf ein langfristiges Engagement hin. Andererseits macht man sich tatsächlich ein Stückweit abhängig.

  • Was macht dich da genau nachdenklich? Wer soll denn sonst den neuen Vorstand einarbeiten bzw die Geschäfte übergeben?
    Oder zielst du auf den Zeitpunkt der Einarbeitung?

    Mal was prinzipielles dazu:


    Solange ich Vereinsmitglied war, galt eine Satzung die besagt, das ein Vorstand/Präsidium von den Vereinsmitgliedern auf einer ordentlichen Mitgliederversammlung gewählt wird. So wurde es auch immer gehandhabt.
    Es gab keinen Satzungsparagraphen der besagt: der alte Vorstand bestimmt den neuen Vorstand !


    Eventuell gibt es ja noch mehr Mitglieder, die die gleichen Bedenken/"gemischte Gefühle" haben wie du, was gewisse Personen angeht............


    Ich kann dir aber sagen, wie das mit weitreichenden Entscheidungen läuft, bei denen man die Zustimmung der Mitglieder benötigt:


    Der EHC hat relativ wenige Mitglieder und von denen nehmen auch nur ein geringer Prozentsatz an einer MV teil, so dass es (mal wieder) ausreichend sein dürfte, wenn man die Spieler der 1. und 2. Mannschaft zur Teilnahme an der MV "zwangsverpflichtet", um bei der Abstimmung im richtigen Moment den Arm zu heben............


    Ich finde es ein Hammer, wenn öffentlich kundgetan wird, das bereits ein neuer Vorstand eingearbeitet wird, obwohl es - zumindest meines Wissens nach, noch nicht mal eine MV zu diesem Thema stattgefunden hat.


    Der EHC Erfurt ist immer noch ein Verein und nicht die Bundeswehr (geschweige denn die NVA)

  • Du hast völlig recht bezüglich der Wahl des Präsidiums durch die Mitgliederversammlung. Das ist auch noch immer so, aber wenn du sagst es gäbe keinen Paragraphen der die Bestimmung neuer Vorstandsmitglieder erlaube, stimmt das sp nicht. Zumindest gibt es laut der aktuellen Satzung (auf der Homepage) die Möglichkeit, dass der Vorstand nach § 11 Nr. 4 weitere Mitglieder berufen kann.


    Insofern dürfte die Vorgehensweise weit weniger dramatisch sein, als du vielleicht vermutest.
    Dieses Vorgehen entbindet natürlich nicht davon, dass sich Herr Fischer nach Ablauf der Amtszeit (des bisherigen Vorstands) wählen lassen muss.
    Und sind wir mal ehrlich, erwartest du das es ernsthafte Gegenkandidaten geben wird? Ob dann die Mannschaft nötig sein wird eine Mehrheit zu erreichen, keine Ahnung.


    Wie das ganze öffentlich gemacht wird ist etwas unglücklich und hätte ruhig etwas ausführlicher sein dürfen. Aber wahrscheinlich kommt das dann im Januar ;-)

  • Mal wieder ein paar News aus EF:


    1. Das sich zur Wahl stellende neue Präsidium wurde vorgestellt. Man kann auch sicher davon ausgehen, das diese bei der MV auch gewählt werden- alternativen gibt es nach meinem Kenntnisstand eh keine ;)


    2. Erfurt braucht für die Saison 2018/19 einen neuen Trainer, da Thomas Belitz nach dieser Saison aufhört!

  • Mal wieder ein paar News aus EF:


    1. Das sich zur Wahl stellende neue Präsidium wurde vorgestellt. Man kann auch sicher davon ausgehen, das diese bei der MV auch gewählt werden- alternativen gibt es nach meinem Kenntnisstand eh keine ;)


    2. Erfurt braucht für die Saison 2018/19 einen neuen Trainer, da Thomas Belitz nach dieser Saison aufhört!

    Euer neuer Vorstand kann sich ja auch (ohne dass ich die persönlich kenne) sehen lassen - zumindest von der Vita her und quantitativ sowieso. Von so vielen Personen im verantwortlichen Bereich träumen wir im Harz nur...


    Thomas Belitz wird fehlen. Sehr angenehmer Zeitgenosse. Aber ich denke, auch da wird sich adäquater Ersatz finden lassen. Manchmal ist neuer Input ja auch gar nicht so schlecht, wie man immer wieder sehen kann.

  • Wurmberger... willst du mir jetzt erzählen, dass es bei euch alles eine one man show ist? Min einen Schatzmeister + Vorstandsvorsitzenden hat doch wohl jeder Verein oder irre ich?

    Die Harzer Falken sind eine UG und haben einen Geschäftsführer und einen Teammanager. Im Laufe der Saison ist noch Bernd Wohlmann als Sportchef dazugekommen, der ja aber dann erstmal als Trainer einspringen musste. Der Nachwuchs ist als Verein ausgegliedert und da gibt es dann natürlich auch einen Vorstand im normalen Umfang.
    Also was den Seniorenbereich angeht ist es ein "Two and a half man" (Wohlmann halb Trainer halb Sportchef)... ;)

  • Schön, dass man aktuell durch den Vorstandswechsel beim EHC mal was wieder was zählbares liest. In den vergangen Jahren hatte man ja als Fan in Erfurt selbst keinen Blassen wo der Verein eigentlich finanziell steht, nun gibts nen Artikel der TA, der wenigstens minimal Licht ins Dunkel bringt. Laut Artikel liegt der aktuelle Etat des EHC bei knapp 750k für den gesamten Verein incl. Nachwuchs. Nach der Pleite 2008 betrug dieser laut Artikel noch 100k.

  • Ich finde den genannten Betrag auch ziemlich hoch. Entweder unterschätzt man die Kosten für den Nachwuchs enorm oder wir bekommen für unser Geld irgendwie nicht so eine gute Leistung aufs Feld. Ohne zu wissen wie viel auf den Kader entfällt, ist es da schwer eine Aussage zu treffen.

  • Naja man ist genau 8 Punkte hinter den Crocos bei 2 Spielen weniger. So groß ist der Abstand da nicht.
    Nur was will man denn aus so einer Etatzahl samt Gesamtverein wirklich rauslesen? Die Rede ist von fast 750000€, also liegt man noch drunter. Wenn plötzlich Einnahmen der Nachwuchsspieler (Sponsoring, Mitgliedsbeiträge etc.) reinlaufen, weiß man doch nicht, wie viel für die 1. Mannschaft übrig bleibt.
    Andersrum hat man Eismieten, Reisen, Schiedsrichter, Versicherungen, Trainer etc. für den Nachwuchs zu bezahlen. Das können auch schnell größere Summen werden.

  • Ich habe da wirklich mit einer anderen Zahl gerechnet. Hintergrund: Ich war bis vor knapp 3 Jahren noch Vereinsmitglied und die letzte Etatzahl die mir/uns genannt worden ist (zu einer Zeit, als in einer MV noch über andere Gelder als nur die Mitgliedsbeitragshöhe gesprochen wurde), lag bei ca. 350.000 €. Ok, das waren noch die OL Ost Zeiten, aber die Nachwuchsarbeit wurde auch da schon in gleicher Quantität betrieben. Nun haben sich sicher die Kosten für den Spielbetrieb in einer DEB-Liga deutlich erhöht, so dass ich aktuell von einer Etatzahl von ca. 500.000 Euro ausgegangen bin.


    Halten wir doch mal die Fakten fest:


    Der EHC Erfurt e.V. ist ein reiner Eishockeyverein mit ca. 230 Mitgliedern. Dieser Verein ist in der Lage, einen Etat von 750.000 € zu stemmen und möchte mit diesem Etat a) eine 1. Männermannschaft in der OL Nord an den Start bringen und b) Nachwuchsarbeit in allen Altersklassen betreiben und in allen Altersklassen auch am Spielbetrieb teilnehmen. Im Jugendbereich reicht die Anzahl (und Qualität?) der Spieler nicht aus für eine eigene DNL bzw DNL2 Mannschaft, so dass dort eine SG mit Chemnitz gemacht wird - mit ca. 10 Spielern aus EF, von denen der ein oder andere auch Einsätze in der Erfurter Oberligamannschaft erhält (z.B. Tilmann Pfister). Mit b) erfüllt man damit sicherlich den ureigenen Gedanken eines Sportvereines und mit Sicherheit die Wünsche/Träume des DEB nach solider Nachwuchsarbeit. Die 1. Männermannschaft spielt mehr schlecht als recht in der OL Nord und wird am Ende wahrscheinlich ca. 35 Punkte Rückstand zum letzten PlayOff-Platz haben. Daraus ergeben sich für mich 2 Aussagen/Feststellungen, von denen irgendwie nur eine zutreffend sein kann:


    1. Der aktuelle Etat reicht bei weitem nicht aus, um o.g. alles zu finanzieren und das die 1. Männermannschaft dabei eine deutlich bessere Rolle in der OL spielt, mit berechtigten Hoffnungen auf eine PlayOff-Teilnahme, weil: entweder die Nachwuchsarbeit zu viel von dem zur Verfügung stehenden Etat verschlingt oder die Spielergehälter sowie die Kosten für den Spielbetrieb exorbitant in die Höhe geschossen sind. (oder halt beides)


    2. Der Etat wäre eigentlich ausreichend, um mit Herne/Essen & Co auf Augenhöhe um die Playoffs kämpfen zu können, aber es wurde halt falsch angelegt bzw. falsch investiert.


    Sollte 1. unstrittig zutreffend sein, dann ist das für mich einfach nur noch krank, was in der 3. Liga einer Randsportart in Deutschland passiert. Der Begriff "Randsportart" kommt mir, als langjähriger Eishockeyfan, zwar nur schwer über die Lippen (bzw. Tastatur), aber es ist nun mal so, das Eishockey in D eine Randsportart ist.