Alles über den deutschen Nachwuchs (Nachwuchsligen)

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  • Ich habe mir gestern das erste Drittel via Stream angeschaut. Da war man eigentlich die bessere Mannschaft, hat Kasachstan öfter in deren Drittel festgespielt, aber die Chancen genutzt haben eben die Anderen.
    Wenn man heute auch verliert, dann dürfte es das gewesen sein. Dann darf man sich nächstes Jahr auf Polen, Japan und Italien freuen ?(

  • Naja aber die Deutschen hatten auch nicht wirklich etwas dagegeb zu setzen.
    Wenn sie heute gegen Ungarn verlieren dann herzlichen Glückwunsch zum Abstieg...

    Wenn wir wollen, daß alles so bleibt, wie es ist,dann ist es nötig, dass sich alles verändert!!

  • Bedeutet die neue Reform im U-17 und U-20 Bereich eigentlich, dass dieses "Sterne-Programm" wieder hinfällig ist?

    Scheint wohl so...
    Naja nur 6 oder 7 5 Sterne Clubs kannst halt keine Nachwuchsförderung betreiben...

    Wenn wir wollen, daß alles so bleibt, wie es ist,dann ist es nötig, dass sich alles verändert!!

  • Für mich immer noch die beste Nachwuchsförderung wäre eine Integration im Seniorenbereich. Leider läuft dieser Punkt aber gänzlich an den Verantwortlichen vorbei und da hilft es auch nichts, wenn man per Dekret den DEL, DEL2 und Oberligaclubs eine gewisse Anzahl an Nachwuchskräften vorschreibt.


    Nachwuchsförderung beginnt für mich bereits in der Oberliga und auf dem Eis nicht auf der Bank! Entsprechend müsste man neben einer festen Anzahl Ausländerstellen eben auch in den Ligen eine feste Anzahl Zweiflaggenspieler vorschreiben, aber da werden dann sofort wieder Stimmen lauf, welche ja eine freie Arbeitsplatzwahl usw. aufrufen.


    Mich wundert da nur, dass sich Einbürgerungen im normalen Leben hinziehen und Jahre dauern und speziell im Eishockeysport das Ganze ruckzuck erledigt ist. Auch ist es schon pervers, dass jeder davon spricht, sich nur in Bremerhaven anstellen zu lassen und schon bekommt man einen Deutschen Pass. Das hat jetzt nichts mit Bremerhaven zu tun, weil die ja Dumm wären, wenn sie das nicht machen würden, wenn sie dadurch Kosten sparen, aber von der ...vor dem Gesetzt sind alle gleich... Sicht her doch schon sehr fragwürdig.


    Man erkennt daher grundsätzlich, dass die Bemühungen zur Nachwuchsförderung eben genau dort aufhören, wo sie eigentlich anfangen sollten, nämlich bei der Einsicht in den Clubs und Vereinen. Perspektiven für junge Spieler nicht nur aussprechen sondern auch umsetzen, da liegt meist ein himmelweiter Unterschied. Jungen Spielern werden Karrieren voraus prognostiziert, Verträge als "Profi" angeboten, mit diesen noch nicht mal ein normales Leben und vor allem Altersabsicherung gemacht werden kann. Letztendlich landen sie dann bei einem FL Partner, wo sie ebenfalls auf der Bank sitzen und vielleicht, wenn sie Glück haben noch eine Liga weiter unten dann kleine Eiszeiten bekommen.


    Also ganz egal, welche Jahrgänge, Modelle, Sterneprogramme usw. Junge Spieler müssen aufs Eis und lernen Verantwortung zu übernehmen. Junge Spieler müssen Fehler machen dürfen, ohne dass sie gleich wieder auf die Bank verbannt werden usw. Also für mich sind alle Maßnahmen wischi waschi, welche am Ziel Nachwuchsförderung vorbei gehen und das sich dies in den nächsten Jahren ändern könnte, daran glaube ich persönlich nicht wirklich, weil eben Sponsoren, Fans und sonstige Verantwortliche lieben klangvolle Namen zur jährlichen Fehlvermarktung präsentieren, also wirkliche Nachwuchsförderung zu betreiben.

  • Nachwuchsförderung beginnt für mich bereits in der Oberliga und auf dem Eis nicht auf der Bank! Entsprechend müsste man neben einer festen Anzahl Ausländerstellen eben auch in den Ligen eine feste Anzahl Zweiflaggenspieler vorschreiben, aber da werden dann sofort wieder Stimmen lauf, welche ja eine freie Arbeitsplatzwahl usw. aufrufen.


    Mich wundert da nur, dass sich Einbürgerungen im normalen Leben hinziehen und Jahre dauern und speziell im Eishockeysport das Ganze ruckzuck erledigt ist. Auch ist es schon pervers, dass jeder davon spricht, sich nur in Bremerhaven anstellen zu lassen und schon bekommt man einen Deutschen Pass. Das hat jetzt nichts mit Bremerhaven zu tun, weil die ja Dumm wären, wenn sie das nicht machen würden, wenn sie dadurch Kosten sparen, aber von der ...vor dem Gesetzt sind alle gleich... Sicht her doch schon sehr fragwürdig

    Mit weniger Spieler, doppelter Staatsbürgerschaft, würden doch auch nicht automatisch mehr junge Spieler aus dem Nachwuchs in die erste Mannschaft bzw. auf das Eis rücken.
    Dann würde man sich eben andere Spieler suchen.
    Desweiteren könnten auch einige ihre Staatsbürgerschaft abgeben und nur noch die deutsche behalten. Damit hätte man dann auch nichts gekonnt.


    Auch musst du bedenken aus welchen Ländern die Spieler kommen und welche Vergangenheit die Familie hat. Da ist es nun mal das gerade bei einigen Spielern aus Amrika, es einfach so schnell geht, weil sie durch ihre familiäre Vergangenheit einen Anspruch auf die deutsche Staatsbürgerschaft haben.
    Ähnlich dürfte es bei "Russlanddeutschen" sein.


    Andere müssen auch in Bremerhaven länger auf ihre deutsche Staatsbürgerschaft warten. Und wenn man gezielt nach Spielern mit einer deutschen Familiengeschichte sucht, geht es halt fix.


    Außerdem wer die deutsche Staatsbürgerschaft besitzt, der hat damit auch alle anderen Rechte wie jeder andere Deutsche auch. Ob er dazu noch eine andere Staatsbürgerschaft hat, ist da Zweitrangig.

  • Es geht doch nicht um die Ausländer oder Zweiflaggenspieler! Es geht darum, dass man den eigenen Nachwuchs fördert und fordert und das geht leider nur mit Eiszeit. Nicht mit 5 Sterneprogramm, nicht mit neuen Jahrgängen sonder eben nur mit Vertrauen durch die Trainer und Eiszeit. Aber wir brauchen da nicht weiter diskutieren, bring eh nichts.

  • Es geht doch nicht um die Ausländer oder Zweiflaggenspieler! Es geht darum, dass man den eigenen Nachwuchs fördert und fordert und das geht leider nur mit Eiszeit. Nicht mit 5 Sterneprogramm, nicht mit neuen Jahrgängen sonder eben nur mit Vertrauen durch die Trainer und Eiszeit. Aber wir brauchen da nicht weiter diskutieren, bring eh nichts.

    ?(
    genau das will doch das 5 Sterne Programm.
    es honoriert Eiszeiten , zweite Eisfläche und zwei hauptamtliche Trainer für den Nachwuchs sowie ein dem Alter angepasstes Trainingsprogramm.


    Zudem scheitern viele am Übergang DNL zu den Männern. Den man man einfacher. Sie setzen überall dort an, wo deine Kritikpunkte sind.

  • 5 Sterne Programm honoriert Eiszeiten???????? zweite Eisfläche und zwei hauptamtliche Trainer für den Nachwuchs??????
    Kann schon sein, dass man mit einer 2. Eisfläche mehr Trainingszeiten hin bekommt. Wird wohl auch so sein, dass man mit zwei hauptamtlichen Trainern auch bessere Trainingsmethoden usw. hinbekommt. Alles hilft aber nichts, wenn die Jungs dann in der Oberliga, DEL2 oder gar DEL auf der Bank sitzen, weil die Trainer um ihren Stuhl fürchten und lieber "erfahrenere" Spieler einsetzen. Schau Dir mal die Oberliga an, welche namhaften Leute da mit grauen Haaren, leichten Bauchansatz und deutlich sichtbaren Krampfadern noch verpflichtet werden, nur damit man kein Risiko mit jungen Spielern eingehen braucht. Macht z.B. ein 20 jähriger einen Fehler sitzt er, macht den gleichen Fehler ein 36 jähriger ist das vollkommen egal. Der Junge ärgert sich und hadert mit seinem Selbstbewusstsein, dem "Alten" geht das am A....vorbei, er weiß ja dass er bei dem Gehalt was er bezahlt bekommt auch eine Einsatzgarantie mit erworben hat.


    Aber O.K. jeder Junge Spieler muss sich da durchbeißen und wer das schafft ist dann auch der Richtige. Nur leider sehe ich da große und aus rein sportlicher Sicht enorme Ungerechtigkeiten und deshalb haben in der Zwischenzeit auch schon sehr viele Talente aufgehört mit Eishockey. Aber wie gesagt, wir brauchen da nicht weiter Diskutieren, ändern wird sich da nichts.

  • Blubb, da platzt der Traum.
    Eishockey ist ein (Profi-)Geschäft.
    Es geht um Geld und um den Erfolg in der aktuellen Saison. Sponsoren lockt man mit Erfolg. Wie der Zustande kommt ist nebensächlich.
    Da wird immer jedes Schlupfloch genutzt werden. Ehe man sich teure gute U23 holt, nimmt man halt lieber billige und setzt sie auf die Bank.
    Ist nicht schön, ist aber so.

  • Dein Einwurf ist sehr allgemein gehalten:


    1. "Eishockey ist ein (Profi-)Geschäft":
    Das Profigeschäft deckt in Deutschland max. 2,5 Ligen ab. Insofern ist der Satz auf die meisten Klubs der Drittklassigkeit schon nicht mehr anwendbar.


    2. "Sponsoren lockt man mit Erfolg":
    Auch bei maximalen Erfolg rennen einem die Sponsoren im Eishockey leider nicht die Tür ein, ganz im Gegenteil, die Geschäftsführer laufen sich die Hacken ab. Das Grundgerüst der Sponsoren dürfte bei den Vereinen seit Jahren das Selbe sein. Besonders für die kleinen Vereine gilt das ganz sicher.


    3. "Ehe man sich teure gute U23 holt...":
    Aus meiner Sicht ist das ein "Henne/Ei"-Problem. Die Vereine waren über die Jahrzehnte weitgehend nicht bereit Geld und Perspektive für einen "No-Name" bereitzustellen, deshalb haben sie auf die wirklichen Top-Talente gar keinen Zugriff mehr, weil diese ihr Heil im Ausland suchen. Im Umkehrschluss haben sie nur noch Zugriff auf sehr wenige Perspektivspieler. Der Rest verschwindet im Berufsleben und Hobbybereich.
    Für die Vereine ist das wiederum der Anlass über den nicht vorhandenen, qualitativ guten Nachwuchs zu jammern. Der Witz dabei ist, dass wir seit annähernd fünf Jahrzehnten immer die selben Vereine als Nachwuchshochburgen bezeichnen, obwohl diese aus finanziellen Gründen in der ersten Mannschaft ziemlich kleine Brötchen backen müssen. Und was ist in diesen Jahrzehnten hinzugekommen? Mannheim, Köln, mit Abstrichen Regensburg... und *Tusch* Salzburg. Ziemlich armselig, oder?


    4. "Da wird immer jedes Schlupfloch genutzt werden."
    Natürlich, schließlich hat der Verband die Vereine geradezu dazu genötigt, indem er die Entwicklung von 19-jährigem für abgeschlossen erklärt hat, während die Vereine feststellen mussten, dass ein Jungprofi in diesem Alter gerade erst zu lernen beginnt.


    Mein Fazit: Alle Probleme im Eishockey sind auf einen einzigen Mangel zurückzuführen. Es fehlt schlichtweg an Geld! Mehr Geld würde bessere örtliche Bedingungen, mehr und bessere Nachwuchstrainer (ich darf garnicht darüber nachdenken, welche Luschen sich als tollen Nachwuchstrainer empfinden), langfristig mehr Spieler und langfristigere Konzepte nach sich ziehen. Bedauerlicherweise sind die Sponsoren lieber der Sponsor 2.000 bei den Bayern als die Nr. 1 im Eishockey.

  • Bedauerlicherweise holt man z.B. in Landshut einen W...... anstelle 3 sehr guten DNL Spielern eine Chance zu geben und das in der Oberliga, also in einer Semiprofiliga, wo eigentlich nebenher in die Arbeit gegangen wird. Landshut (wirklich nur als Beispiel) wird genau so wenig mehr die Möglichkeit bekommen in eine DEL2 oder gar DEL aufzusteigen, wie das auch andere, ehemalige Traditionsclubs können. Die Preisspirale geht weiter und diese wird dann auch noch von genau diesen Clubs befeuert um es eigentlich unmöglich zu machen, ohne Großsponsor, der irgendwann wieder die Lust verliert oder verlieren kann, zu überleben. Eishockeystädte mit bis zu 50.000 Einwohnern haben eben gegen Eishockeystädte mit über 100.000 Einwohnern langfristig keine Chance, aber erkennen will das im jetzt und heute keiner. Also macht alle ruhig weiter so, es gibt ja genügend Spieler in der Eishockeywelt, die man für das besagte Butterbrot kaufen kann.

  • Bedauerlicherweise holt man z.B. in Landshut einen W...... anstelle 3 sehr guten DNL Spielern eine Chance zu geben und das in der Oberliga, also in einer Semiprofiliga, wo eigentlich nebenher in die Arbeit gegangen wird. Landshut (wirklich nur als Beispiel) wird genau so wenig mehr die Möglichkeit bekommen in eine DEL2 oder gar DEL aufzusteigen, wie das auch andere, ehemalige Traditionsclubs können. Die Preisspirale geht weiter und diese wird dann auch noch von genau diesen Clubs befeuert um es eigentlich unmöglich zu machen, ohne Großsponsor, der irgendwann wieder die Lust verliert oder verlieren kann, zu überleben. Eishockeystädte mit bis zu 50.000 Einwohnern haben eben gegen Eishockeystädte mit über 100.000 Einwohnern langfristig keine Chance, aber erkennen will das im jetzt und heute keiner. Also macht alle ruhig weiter so, es gibt ja genügend Spieler in der Eishockeywelt, die man für das besagte Butterbrot kaufen kann.

    Wie geben den DNL Spieler keine Chance? Ich glaub du lebst im falschem Film?! Oder sollen wir von den Jungadlern die guten holen? Ja wäre natürlich auch sinnvoll haben ja keine DNL... :cursing:
    Den Rest hab ich gar nicht erst gelesen weil wer über den Nachwuchs so einen Schmarrn schreibt hat in der Hinsicht keine Ahnung.

    Wenn wir wollen, daß alles so bleibt, wie es ist,dann ist es nötig, dass sich alles verändert!!

  • Landshut (wirklich nur als Beispiel) wird genau so wenig mehr die Möglichkeit bekommen in eine DEL2 oder gar DEL aufzusteigen, wie das auch andere, ehemalige Traditionsclubs können.

    Mannomann, es wird nicht besser. Wieso sollte Landshut (nur als Beispiel)
    nicht in die DEL2 aufsteigen können, wenn es zB auch uns gelungen ist? Die
    haben im Gegensatz zu uns einen starken Nachwuchs, den man dort auch
    einbaut.