Schwenninger Wild Wings

  • Äh what? Wenn (!) dem wirklich so sein sollte, dann sind wir einzig in der Breite besser aufgestellt, in der Spitze dagegen eher schwächer. Nichtmal die 13 Tore von Samson bekommen wir so ersetzt, geschweige denn dass wir uns auf dieser Position verbessert hätten, wie zumindest ich erhoffte… Man spekuliert offenbar darauf, dass manche (junge) Spieler nochmals einen Schritt nach vorne machen. Hat man aber auch daran gedacht, dass es auch Verschlechterungen zur letzten Saison geben wird? Glaube nicht, dass bspw. ein El-Sayed nochmals eine solche Granatensaison spielen wird. Hmm, Euphorie kommt in mir jetzt nicht gerade auf.

  • Das 1:1 Tore aufrechnen klappt so oder so nie.

    Ich interpretiere die beiden Aussagen (aus EHN und Fantalk) so: Wir starten mit den aktuellen 8 ALs (wenn Rech den Try-Out besteht) und werden dann im Laufe der Saison nach verpflichten (so wie die letzten Jahre). Vermutlich ist der Markt im Moment bescheiden und gibt nichts her.

    Ob man das jetzt gut findet oder nicht, sei dahingestellt. Wenigstens haben gehen wir dann nicht mit einer überzogenen Erwartungshaltung in die Saison.

  • Die Frage sei dann erlaubt, warum man nicht einfach sagen kann, daß man abwarten will, bis die Preise fallen.

    Hätte jedenfalls für deutlich weniger Aufruhr gesorgt...

    Wenn man denn überhaupt beabsichtigt, bei den AL nachzulegen... Es gibt auch Gerüchte, die besagen, man wolle unbedingt den deutschen Spielern genügend Eiszeit verschaffen.

  • Und am Ende wettert man dann wieder gegen die erfolgsverwöhnten Fans, die den Weg nicht mitgehen. Es ist wirklich schon fast makaber. Ein Glück habe ich eine ziemliche Distanz zum Eishockey in Schwenningen, sonst wäre ich vermutlich bereits zur wilden Wutz geworden. Diese ständigen Andeutungen, die dann doch nicht umgesetzt werden, sind mitunter das Schlimmste, das geht einfach gar nicht im Profisport. Klappe halten oder liefern ist die Maxime, lavieren und rumrudern ist immer ganz schlecht Erst heißt es: Mal sehen, womöglich starten wir mit 10 Ausländern, um Verletzungen kompensieren und den Kader verbessern zu können - 6 Wochen später heißt es: Okay, wir fangen erst mal mit 7 AL und vielleicht Herrn Rech an. Meine Frage: Was glaubt man eigentlich den Treuesten der Treuen noch alles zumuten zu können? ich meine, ich bin ein Schönwetterfan aus dem Tal, ich reagiere einfach indem ich statt drei Mal pro Saison gar nicht mehr hochgurke. Okay, ein Zahlender weniger. Wenn mein Lieblingsclub im Fußball, an dem mein Herz mal so richtig hängt, das so abziehen würde, dann würde ich das nicht so einfach abstreifen können. Man sollte immer bedenken, dass die Leidensfähigkeit eines Jeden, auch des Typen, der sich seit 30 Jahren Niederlagen im Bauchenberg ansieht, endlich ist. Wenn dann nach 6 Niederlagen in den ersten 7 Heimspiele Sprüche kommen wie: „5000 Zuschauer müssten an einem Standort wie Schwenningen möglich sein, ich verstehe die Zuschauer nicht mehr“, dann frage ich mich wirklich, wie weit zurück Eishockey im Vergleich zu anderen Sportarten eigentlich ist. Ich komme ja aus dem Fußball (Sportmanagement) und kann mich nur immer wieder wundern. I

  • Nehmen wir mal den Sportclub Freiburg als Beispiel:

    Man hat gerade die Leistungsträger Philipp und Grifo verloren. Glaubt ihr allen Erstes Jochen Saier (Sportdirektor und Sportökonom) käme auf die Idee zu sagen, dass man für Philipp und Griffo nicht nur zwei Spieler als Neuzugänge holt, sondern sogar drei Spieler? Und dann - gerade ein paar Wochen später - rudert er zurück und teilt mit, dass doch nur noch ein Offensivspieler kommt? Freiburg ist das friedlichste Pflaster der Bundesliga, aber selbst da würde das für einen veritablen Shitstorm sorgen. Ganz abgesehen davon, dass Saier derlei Dinge tun würde. Mehr als Floskeln wie "das ist sicher ein interessanter Spieler, aber wir sind immer noch der SC Freiburg oder "Wir müssen die Entwicklungen abwarten, derzeit will ich nichts ausschließen, schlussendlich geht es aber um Machbarkeiten" bekommt man da einfach nicht. Und alle, wirklich alle Fans haben aufgrund der letzten fünf Jahre volles Vertrauen in diesen Mann.

    Dasselbe gilt für Präsident Keller, der ebenfalls ein erfolgreicher Unternehmer ist, öffentlich aber bewusst treudoof den lieben badischen Onkel gibt, quasi als fleischgewordene Herzigkeit für due Traditionalsisten.

    Zurück zur Intention: Jeder im Fußballbusiness weiß, dass Freiburg auf 27 Millionen Transfereinnahmen sitzt. Was macht Saier? Erst mal nix. Keine Panik, erzählt was vom überhitzten Markt und sondiert hinter der stillen Türe.Er hat ein internationales Netzwerk mit Partnern in zuvor definierten Märkten, meistens nur ein paar. Freiburg ist zu klein für ein weltumfassendes Scoutingnetzwerk,man hat seine Nischen.

    Weil Saier genau weiß,dass jeder Spieler, den er gerade angeboten bekommt, 1-2 Millionen über Marktwert taxiert wird. Aber keine Sorge, Freiburg bekommt dennoch zwei von den Spielern, die es haben will. Saier zockt das aus und bezahlt weder Ablöse noch Gehalt über aktuellem Marktwert.

    Kein Vermittler weiß, wie Saier plant. Will er noch drei, vier oder fünf Spieler holen? Will er offensiv zwei oder drei Offensive holen? Plant er im Hintergrund gar noch einen Verkauf? Und irgendwann ist es Juli und die Agenten merken: Ups, war schon Trainingsanfang und mein Kleiner ist noch immer ohne Vertrag. Ruf ich nochmal den Jochen an. Und Jochen zahlt dann unter Garantie nicht mehr das, was er Anfang Juni a) hätte zahlen sollen und b) selbst geboten hat.

    Bei Rumrich weiß doch nun jeder Agent, dass man es zumindest mal probieren kann wenn der Kessel brennt und er doch noch einen neunten AL verpflichten möchte. Ein, zwei Stunden Recherche genügen, um ihn bei einer Verhandlung in die Zange zu nehmen: "Ich bin überrascht, dass sie mit mir verhandeln möchten, Herr Rumrich. Ich dachte ihre Kaderplanungen wären beendet? Aber natürlich verstehe ich Sie, der Druck (Niederlagen, Umfeld) muss enorm belastend für sie sein"

    Wie kommt Rumrich aus der Nummer raus? Meiner Meinung nach gar nicht.

    Saier hingegen, der nichts Verbindliches rausgelassen hat, kann ganz anders auftreten. Er kann entspannt sein, da der Agent keine Idee hat, ob Saier überhaupt noch ernsthaft will bzw. was er alles in der Hinterhand hat - hinzu kommt natürlich die USP, die Freiburg sich erarbeitet hat. Diese hilft ihm natürlich auch, keine Frage.

    Mir schon klar, dass man das nicht 1:1 reproduzieren kann. Ich wollte damit nur aufzeigen, was ein guter Sportdirektor mit geeignetem Background alles bewegen kann.

  • @mancunian
    Ganz guter Vergleich, wenn auch - wie du sagst - in Teilen
    schwer übertragbar. Einen Hasenfuß hat er und das ist der
    zur Verfügung stehende Markt. Saier kann das vidl ruhiger
    aussitzen, ganz ab von der Außendarstellung. Und aufgrund
    der Erlöse tut es ihm dann nicht mal weh, wenn er doch die
    ein oder andere Million mehr zahlen muss. Besonders dieser
    Fakt dürfte deutlich anders aussehen in Schwenningen...

  • Mancunian:

    Das Problem ist halt:
    Der Rumrich macht das was die oben wollen.
    Folglich sind sie mit ihm auch zufrieden.
    Er kann super Hotels reservieren, Busse ordern und deutsche Spieler mit Geld zuscheissen das die Konkurrenz sich kaputtlacht.
    Warum soll man daran was ändern?
    Ich frage mich, warum Cortina das mit sich machen lässt....

  • @mancunian
    Und aufgrund

    der Erlöse tut es ihm dann nicht mal weh, wenn er doch die
    ein oder andere Million mehr zahlen muss.

    Aber genau das macht Freiburg nicht, denn Spieler, die viel Ablöse kosten, wollen in der Regel auch viel Gehalt. Freiburg konzentriert sich auf Spieler, die kommen wollen und bereit sind jetzt erst einmal weniger zu verdienen bereit sind, um später die große Kohle zu machen. Philipp und Grifo haben zusammen 2 Millionen Ablöse gekostet und haben zwischen 600 und 800k brutto verdient. Freiburg zahlt keinem Spieler mehr als 1 Million und keinem Spieler der Profis weniger als 350k brutto.Man will, dass alles eng beisammen ist. Das beugt Neid vor und sorgt für die viel zitierte "Gehaltshygiene".

  • man Oh man, der Vergleich mit dem Fußball hinkt aber gewaltig. Im Fussball gibt es tausende von Spielern auf die man zugreifen kann, beim Eishockey gibt es nicht wirklich die große Auswahl und wenn man Mal ein Talent hat dann geht der zum Nulltarif, also hat man nie die Chance sich dadurch einen Vorteil zu verschaffen.

    Zum Kader: es war abzusehen, das wir einen wörle und co nicht für die Tribüne geholt haben.

  • Hier der ersehnte Artikel:

    http://www.suedkurier.de/sport/regional…art2816,9288452

    Highlight:

    "Mit einer Überraschung warten die Wild Wings ausgerechnet bei den Schlüsselpositionen auf. Obwohl pro Partie neun Ausländer eingesetzt werden dürfen, starten der DEL-KLub mit nur acht sogenannten Kontingentspielern in die Saison. Dabei gelten gerade jene Profis, die keinen deutschen Pass besitzen, als tragende Säulen im Gefüge einer Mannschaft. Von einem Nachteil im Vergleich zur Konkurrenz will Rumrich nichts wissen. Im Gegenteil: „Das ist keine Schwächung, denn wir sind bei den deutschen Positionen sehr gut aufgestellt und in diesem Sektor stärker als in der vergangenen Saison. Diese Spieler sollen auch die nötige Eiszeit bekommen, um sich weiterzuentwickeln. Wir haben vollstes Vertrauen in den Kader“, sagt der Manager."

  • man Oh man, der Vergleich mit dem Fußball hinkt aber gewaltig. Im Fussball gibt es tausende von Spielern auf die man zugreifen kann, beim Eishockey gibt es nicht wirklich die große Auswahl und wenn man Mal ein Talent hat dann geht der zum Nulltarif, also hat man nie die Chance sich dadurch einen Vorteil zu verschaffen.

    Zum Kader: es war abzusehen, das wir einen wörle und co nicht für die Tribüne geholt haben.

    Es nennt sich Metaphorik. Zum Thema Nulltarif: Zählt als Argument nicht. Grifo hätte damals auch besser dotierte Angebote annehmen können, warum also ist er damals zum SC gegangen? Damit er heute in Gladbach spielen kann. . Ziel müsste es sein, dass Spieler nach Schwenningen wollen, weil sie von dort zu einem besseren Verein für mehr Kohle wechseln können - und nicht weil Schwenningen das finanziell beste Angebot für sie abgegeben hat.

  • Hier der ersehnte Artikel:

    http://www.suedkurier.de/sport/regional…art2816,9288452

    Highlight:

    "Mit einer Überraschung warten die Wild Wings ausgerechnet bei den Schlüsselpositionen auf. Obwohl pro Partie neun Ausländer eingesetzt werden dürfen, starten der DEL-KLub mit nur acht sogenannten Kontingentspielern in die Saison. Dabei gelten gerade jene Profis, die keinen deutschen Pass besitzen, als tragende Säulen im Gefüge einer Mannschaft. Von einem Nachteil im Vergleich zur Konkurrenz will Rumrich nichts wissen. Im Gegenteil: „Das ist keine Schwächung, denn wir sind bei den deutschen Positionen sehr gut aufgestellt und in diesem Sektor stärker als in der vergangenen Saison. Diese Spieler sollen auch die nötige Eiszeit bekommen, um sich weiterzuentwickeln. Wir haben vollstes Vertrauen in den Kader“, sagt der Manager."

    Okay, spätestens jetzt bin ich raus...

    Das ist dermaßen verschroben, dass es nicht mehr auszuhalten ist.

  • Es nennt sich Metaphorik. Zum Thema Nulltarif: Zählt als Argument nicht. Grifo hätte damals auch besser dotierte Angebote annehmen können, warum also ist er damals zum SC gegangen? Damit er heute in Gladbach spielen kann. . Ziel müsste es sein, dass Spieler nach Schwenningen wollen, weil sie von dort zu einem besseren Verein für mehr Kohle wechseln können - und nicht weil Schwenningen das finanziell beste Angebot für sie abgegeben hat.

    na ja man hat Sacher, höfllin, kurth, strahlmeier und bittner die genau in diese Kategorie passen Bittner z.b. hat ja extra seinen Vertrag aufgelöst um zu uns zu kommen. Trotzdem kommt im Eishockey jeder halbwegs talentierte Spieler bei Mannheim, Köln, Nürnberg, München, Wolfsburg oder Berlin unter.

  • Einfach nur noch schade wie hier in Schwenningen das Eishockey von einigen wenigen seitens der Wild-Wings immer mehr in das lächerliche gezogen wird, wobei es für uns Fans nur noch traurig ist dies mit anzuschauen, ändern können wir ja sowieso nichts.

    Siehe DK , vor Wochen wollte man nach Aussagen der Geschäftsleitung die Zahl der DK für diese Saison erhöhen, nun Ziel schon wieder verfehlt. Gehe mal davon aus, dass die Gesellschafter nun wieder den Schuldigen im zahlenden Zuschauer sehen und es nicht verstehen können, dass ihre Bemühungen sich nicht in mehr DK ausbezahlt. Doch sich selbst mal zu hinterfragen scheint ja nicht gerade die Stärke der Gesellschafter zu sein.

    Schade, doch befürchte ich, dass es unter dieser Führung für das Eishockey in VS keine guten Zukunftsaussichten geben wird, leider.

    Hoffe jedoch immer noch, dass alles nicht so schlimm kommt, wie man es zur Zeit befürchtet.

  • Bei den Aussagen von Rumrich hab ich irgendwie den Eindruck, dass er die Hoffnung hat, dass Spieler wie Höfflin eine Wahnsinnssaison mit 30 Punkten aufwärts raushauen. Das ist m.E. ziemlich fatal und wohl auch nicht realistisch. Da kann man für die Wings nur das Beste hoffen...